§ 2213 BGB

§ 2213 BGB - Gerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen gegen den Nachlass

Kanzlei Balg und Willerscheid | Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht – Köln

§ 2213 BGB – Gerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen gegen den Nachlass

(1) Ein Anspruch, der sich gegen den Nachlass richtet, kann sowohl gegen den Erben als auch gegen den Testamentsvollstrecker gerichtlich geltend gemacht werden. Steht dem Testamentsvollstrecker nicht die Verwaltung des Nachlasses zu, so ist die Geltendmachung nur gegen die Erben zulässig. Ein Pflichtteilsanspruch kann, auch wenn dem Testamentsvollstrecker die Verwaltung des Nachlasses zusteht, nur gegen den Erben geltend gemacht werden.

(2) Die Vorschriften des § 1958 finden auf den Testamentsvollstrecker keine Anwendung.

(3) Ein Nachlassgläubiger, der seinen Anspruch gegen den Erben geltend macht, kann den Anspruch auch gegen den Testamentsvollstrecker dahin geltend machen, dass dieser die Zwangsvollstreckung in die seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstände dulde.

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By |2017-11-01T12:44:09+00:001. November 2017|Categories: |Kommentare deaktiviert für § 2213 BGB