{"id":11128,"date":"2026-06-15T14:22:37","date_gmt":"2026-06-15T14:22:37","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/arbeitsrecht-ausserordentliche-kuendigung-konkurrenztaetigkeit-die-fehlerhafte-angabe-des-status-eines-angestellten-einer-steuerberaterkanzlei-seinem-xing-profil-als-freiberufler-rechtfertigt\/"},"modified":"2026-07-04T14:22:46","modified_gmt":"2026-07-04T14:22:46","slug":"arbeitsrecht-ausserordentliche-kuendigung-konkurrenztaetigkeit-die-fehlerhafte-angabe-des-status-eines-angestellten-einer-steuerberaterkanzlei-seinem-xing-profil-als-freiberufler-rechtfertigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=11128","title":{"rendered":"Arbeitsrecht: Au\u00dferordentliche K\u00fcndigung Konkurrenzt\u00e4tigkeit | Die fehlerhafte Angabe des Status eines Angestellten einer Steuerberaterkanzlei in seinem XING-Profil als \u201eFreiberufler\u201c rechtfertigt ohne das Hinzutreten weiterer Umst\u00e4nde keine fristlose K\u00fcndigung"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-lag-koln-urteil-vom-07-02-2017-az-12-sa-745-16-xing-status-rechtfertigt-keine-fristlose-kundigung\" class=\"wp-block-heading\">LAG K\u00f6ln \u2013 Urteil vom 07.02.2017 \u2013 Az. 12 Sa 745\/16: XING-Status rechtfertigt keine fristlose K\u00fcndigung<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image294_b7e6c1-83 size-full advgb-dyn-a1c9197d\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Arbeitsrecht-Ausserordentliche-Kuendigung-und-Konkurrenztaetigkeit-Urteil-des-LAG-Koeln-vom-07.02.2017-12-Sa-745-16-Rechtsanwalt-Arbeitsrecht-Koeln-Kanzlei-Balg.jpg\" alt=\"Arbeitsrecht: Au\u00dferordentliche K\u00fcndigung Konkurrenzt\u00e4tigkeit - Urteil des LAG K\u00f6ln vom 07.02.2017 Az: 12 Sa 745\/16 - Rechtsanwalt Arbeitsrecht K\u00f6ln | Kanzlei Balg und Willerscheid - Rechtsanw\u00e4lte und Fachanw\u00e4lte\" width=\"1000\" height=\"333\" class=\"kb-img wp-image-11138 \" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Arbeitsrecht-Ausserordentliche-Kuendigung-und-Konkurrenztaetigkeit-Urteil-des-LAG-Koeln-vom-07.02.2017-12-Sa-745-16-Rechtsanwalt-Arbeitsrecht-Koeln-Kanzlei-Balg.jpg 1000w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Arbeitsrecht-Ausserordentliche-Kuendigung-und-Konkurrenztaetigkeit-Urteil-des-LAG-Koeln-vom-07.02.2017-12-Sa-745-16-Rechtsanwalt-Arbeitsrecht-Koeln-Kanzlei-Balg-300x100.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Arbeitsrecht-Ausserordentliche-Kuendigung-und-Konkurrenztaetigkeit-Urteil-des-LAG-Koeln-vom-07.02.2017-12-Sa-745-16-Rechtsanwalt-Arbeitsrecht-Koeln-Kanzlei-Balg-768x256.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fehlerhafte Angabe \u201eFreiberufler\u201c im XING-Profil eines angestellten Mitarbeiters rechtfertigt ohne weitere Anzeichen f\u00fcr aktive Konkurrenzwerbung keine fristlose K\u00fcndigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das LAG K\u00f6ln grenzt erlaubte Vorbereitung einer sp\u00e4teren beruflichen T\u00e4tigkeit von verbotener Konkurrenzt\u00e4tigkeit w\u00e4hrend eines bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses ab. Ein unzutreffender beruflicher Status in einem sozialen Berufsnetzwerk gen\u00fcgt allein nicht, wenn keine aktive Mandatsakquise, kein Abwerben von Kunden und keine tats\u00e4chlich ausge\u00fcbte Konkurrenzarbeit festgestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger war seit 2014 bei einer Steuerberatungsgesellschaft besch\u00e4ftigt. Die Parteien hatten bereits einen Aufhebungsvertrag geschlossen, nach dem das Arbeitsverh\u00e4ltnis zum 31.03.2016 enden sollte; bis dahin blieb der Kl\u00e4ger nach dem Vertrag an das Wettbewerbsverbot gebunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz vor dem vereinbarten Beendigungsdatum stellte die Arbeitgeberin fest, dass der Kl\u00e4ger in seinem XING-Profil als beruflichen Status \u201eFreiberufler\u201c angegeben hatte und unter \u201eIch biete\u201c unter anderem Steuererkl\u00e4rungen, Buchhaltung und freie Mitarbeit auff\u00fchrte. Die Arbeitgeberin sah darin eine unzul\u00e4ssige Konkurrenzt\u00e4tigkeit und k\u00fcndigte au\u00dferordentlich; au\u00dferdem verlangte sie die R\u00fcckzahlung von Fortbildungskosten.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-urteilsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Urteilsgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das LAG K\u00f6ln hielt die fristlose K\u00fcndigung f\u00fcr unwirksam. Zwar kann eine Konkurrenzt\u00e4tigkeit w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses grunds\u00e4tzlich einen wichtigen Grund f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung darstellen, hier fehlte es aber an einer aktiven Wettbewerbshandlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht bewertete die XING-Angabe als fehlerhaft und missverst\u00e4ndlich, aber noch nicht als Mandatswerbung gegen die Arbeitgeberin. Zudem w\u00e4re eine vorherige Abmahnung erforderlich gewesen, weil der Kl\u00e4ger sein Profil nach einer entsprechenden Aufforderung h\u00e4tte \u00e4ndern k\u00f6nnen und das Arbeitsverh\u00e4ltnis ohnehin kurz vor der vereinbarten Beendigung stand.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-urteil-lag-koln-urteil-vom-07-02-2017-az-12-sa-745-16\" class=\"wp-block-heading\">Urteil: LAG K\u00f6ln \u2013 Urteil vom 07.02.2017 \u2013 Az.: 12 Sa 745\/16<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Aachen vom 08.08.2016, 6 Ca 995\/16, wird kostenpflichtig zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Revision wird nicht zugelassen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Parteien streiten \u00fcber die Rechtswirksamkeit einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung ihres Arbeitsverh\u00e4ltnisses wegen \u00c4nderungen des XING-Profils des Kl\u00e4gers. Die Beklagte betreibt eine bundesweit an mehreren Standorten agierende Steuerberatungsgesellschaft mit Hauptsitz in A . Sie besch\u00e4ftigt Steuerberater, Wirtschaftspr\u00fcfer und Rechtsanw\u00e4lte sowohl als Arbeitnehmer wie als freie Mitarbeiter. Der am 1985 geborene ledige Kl\u00e4ger, der keine Unterhaltsverpflichtungen hat, studierte von 2006 bis 2010 an der Universit\u00e4t M und erwarb hierbei den Abschluss des Bachelors sowie des Masters im Studiengang \u201eInternational Business\u201c. Alsdann begr\u00fcndete er zun\u00e4chst ein Arbeitsverh\u00e4ltnis mit M in A . Seit dem 01.01.2014 bestand ein Arbeitsverh\u00e4ltnis zwischen den hiesigen Parteien. Der Vater des Kl\u00e4gers betreibt eine Steuerberaterkanzlei in \u00dc. Ausweislich des Arbeitsvertrages wurde der Kl\u00e4ger f\u00fcr den Hauptsitz A im Bereich der Assistenz der Gesch\u00e4ftsleitung eingestellt. Faktisch t\u00e4tig war er als Sachbearbeiter im Bereich der Steuerberatung. Wegen der Einzelheiten wird auf den zur Gerichtsakte gereichten schriftlichen Arbeitsvertrag (Anlage K 1, Bl. 5 ff d. A.) Bezug genommen. Unter dem 31.03.2015 schlossen die Parteien eine \u201eVereinbarung \u00fcber Fortbildungskosten\u201c (Anlage K 2, Bl. 13\/14 d. A.). Hiernach sollte der Kl\u00e4ger ab dem 23.05.2015 bis voraussichtlich Februar 2017 an einem berufsbegleitenden Steuerlehrgang mit dem Ziel der Ablegung des Steuerberaterexamens teilnehmen. Hierbei vereinbarten die Parteien, dass die Kosten dieser Ausbildung in H\u00f6he von 4.850,00 EUR grunds\u00e4tzlich vom Arbeitgeber getragen werden, jedoch insofern ein Darlehen gew\u00e4hrt wird, welches nur bei Eintreten der in \u00a7 3 der Vereinbarung geregelten Voraussetzungen durch den Kl\u00e4ger zur R\u00fcckzahlung f\u00e4llig wird. \u00a7 3 dieser Vereinbarung lautet: \u201e(Absatz 1) Das Darlehen gem\u00e4\u00df \u00a7 2 wird zur R\u00fcckzahlung f\u00e4llig, wenn der Arbeitnehmer im Verlaufe des Lehrgangs oder innerhalb der n\u00e4chsten drei Jahre nach Ablegung des Steuerberaterexamens<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>durch sein Verhalten den Arbeitgeber veranlasst, aus wichtigen Grund das Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis aufzul\u00f6sen oder<\/li>\n\n\n\n<li>selbst das Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis aufl\u00f6st aus Gr\u00fcnden, die seinem Verantwortungsbereich zuzurechnen sind.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Absatz 2) Wird das Dienstverh\u00e4ltnis unter einer der Voraussetzungen des Absatzes 1 aufgel\u00f6st, so gelten w\u00e4hrend des Bestehens des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses vom Ausbildungsende bis zur Aufl\u00f6sung des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses je 1\/36 des Gesamtbetrages als getilgt. Der verbleibende Restbetrag wird mit der Beendigung des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses zur sofortigen R\u00fcckzahlung f\u00e4llig und ist ab diesem Zeitpunkt mit 5 % p.a. zu verzinsen. (\u2026)\u201c Auf Veranlassung der Beklagten verst\u00e4ndigten sich die Parteien alsdann darauf, das Arbeitsverh\u00e4ltnis zu beenden. Hierbei schlossen die Parteien unter dem 30.09.2015 eine schriftliche Aufhebungsvereinbarung (Anlage K 3, Bl. 15\/16 d. A.). Diese sieht die Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses \u201eeinvernehmlich zum 31.03.2016\u201c vor. Als Grund wird genannt: \u201eDie Aufhebungsvereinbarung wird abgeschlossen, um einer betriebsbedingten K\u00fcndigung vorzubeugen\u201c. Weiter sieht der Aufhebungsvertrag vor, dass der Kl\u00e4ger unter Fortzahlung der geschuldeten Monatsverg\u00fctung von 3.500,00 EUR weiterhin seine Arbeitsleistung erbringt, der Arbeitgeber jedoch berechtigt ist, den Arbeitnehmer einseitig von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freizustellen und hierbei gem\u00e4\u00df \u00a7 615 Satz 2 BGBanderweitige Bez\u00fcge anzurechnen sind, \u201esoweit nicht w\u00e4hrend der Freistellung Urlaub gew\u00e4hrt wird\u201c. Unter der \u00dcberschrift \u201eWettbewerbsverbot\u201c regelt \u00a7 5 Abs. 1 des Aufhebungsvertrages ausdr\u00fccklich: \u201eBis zum Beendigungstermin bleibt der Arbeitnehmer an das arbeitsvertragliche Wettbewerbsverbot gebunden. In diesem Zeitraum ist jegliche T\u00e4tigkeit f\u00fcr ein Wettbewerbsunternehmen zum Unternehmen des Arbeitgebers verboten\u201c. Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot wurde nicht vereinbart. Der Kl\u00e4ger ist seit dem 24.08.2010 Mitglied im sozialen Netzwerk XING. Dieses wird im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken wie z. b. Facebook nicht \u00fcberwiegend privat, sondern \u00fcberwiegend \u2013 jedoch nicht ausschlie\u00dflich \u2013 beruflich genutzt. Zur Anlegung eines XING-Profils haben die XING-Mitglieder unter der Rubrik \u201eberuflicher Steckbrief\u201c zun\u00e4chst zwingend eine \u2013 frei formulierbare \u2013 \u201eaktuelle T\u00e4tigkeit\u201c anzugeben. Weiter ist unter der Rubrik \u201eberuflicher Status\u201c zwingend eine Angabe vorzunehmen. Hierbei ist keine freie Formulierung m\u00f6glich, sondern es ist zwingend eine der nachfolgenden Rubriken auszuw\u00e4hlen: \u2013 Angestellter \u2013 Arbeit suchend \u2013 Beamter \u2013 Freiberufler \u2013 F\u00fchrungskraft \u2013 im Ruhestand \u2013 Personalvermittler \u2013 Student \u2013 Unternehmer. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen in dem XING-Profil fakultative Angaben unter den Rubriken \u201eIch biete\u201c sowie \u201eIch suche\u201c gemacht werden. In diesen Rubriken ist es auch m\u00f6glich, gar keine Angaben vorzunehmen, die jeweilige Rubrik erscheint dann auch nicht im Profil. Weiter k\u00f6nnen \u2013 quasi in Form eines Lebenslaufs \u2013 unter der Rubrik \u201eBerufserfahrung\u201c berufliche Stationen pr\u00e4sentiert werden, wobei eine monatsgenaue Zeitangabe m\u00f6glich ist und hierbei grunds\u00e4tzlich auch die Angabe von T\u00e4tigkeiten in der Zukunft (bis ca. ein Jahr im Voraus) erm\u00f6glicht wird, jedoch auch die Angabe eines Enddatums f\u00fcr die jeweilige T\u00e4tigkeit vorgesehen ist, wobei es auch eine Ankreuzm\u00f6glichkeit eines Feldes mit \u201ebis heute\u201c gibt. Hinsichtlich der Abrufbarkeit des XING-Profils gibt es zun\u00e4chst eine auf einzelne Angaben reduzierte Version, auf die jeder Internetnutzer zugreifen kann. Dar\u00fcber hinaus gibt es eine ausf\u00fchrlichere Version, auf die jedes eingeloggte XING-Mitglied zugreifen kann. Die Beklagte sah am 09.03.2016 das \u2013 ausf\u00fchrlichere, f\u00fcr XING-Mitglieder zug\u00e4ngliche \u2013 XING-Profil des Kl\u00e4gers ein. Auf den diesbez\u00fcglichen zur Gerichtsakte gereichten Ausdruck wird Bezug genommen (Anlage B 3, Bl. 98 \u2013 100 d. A.). Hier erscheint neben dem Foto des Kl\u00e4gers und dem kleingedruckten Namen sowie der kleingedruckten Angabe der Berufsausbildung (\u201eMaster ofScience in International Business\u201c) alsdann in gr\u00f6\u00dferer Schrift und im Fettdruck die angegebene aktuelle T\u00e4tigkeit \u201eSteuerberatung\u201c. Alsdann ist in der n\u00e4chsten Zeile \u2013 ebenfalls im Fettdruck \u2013 die Beklagte genannt, mit der Bezeichnung \u201eW , A , Deutschland\u201c. Darunter ist alsdann \u2013 nicht mehr im Fettdruck, aber in gleicher Schriftgr\u00f6\u00dfe wie beim vorangegangenen Merkmal \u2013 der aktuelle berufliche Status des Kl\u00e4gers vermerkt. Diesen hat der Kl\u00e4ger jedenfalls zum Zeitpunkt 09.03.2016 mit \u201eFreiberufler\u201c angegeben. Sodann enth\u00e4lt das XING-Profil des Kl\u00e4gers unter der Rubrik \u201eIch biete\u201c folgende Angaben: \u2013 Steuererkl\u00e4rungen \u2013 Buchhaltung \u2013 freie Mitarbeit \u2013 Bilanzbuchhaltung \u2013 Lohnbuchhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Rubrik \u201eIch suche\u201c wurden vom Kl\u00e4ger keinerlei Eintragungen vorgenommen, so dass diese Rubrik im XING-Profil des Kl\u00e4gers auch nicht erscheint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter der Rubrik \u201eBerufserfahrung\u201c hat der Kl\u00e4ger seine T\u00e4tigkeit bei der Beklagten benannt und hierbei nachfolgende Eintragungen vorgenommen: \u2013 01\/2014 \u2013 03\/2016 \u2013 Steuerberatung \u2013 W Es folgt ein Hinweis auf die Website der Beklagten. Dar\u00fcber hinaus ist als weitere berufliche Station die vorangegangene T\u00e4tigkeit bei M als Finanzberater erw\u00e4hnt. Weiter enth\u00e4lt das XING-Profil des Kl\u00e4gers noch einen Hinweis auf die Ausbildung des Kl\u00e4gers an der Universit\u00e4t M sowie die Sprachkenntnisse des Kl\u00e4gers mit unterschiedlichen Abstufungen zu f\u00fcnf Sprachen sowie pers\u00f6nliche Hobbys und Interessen. Der Kl\u00e4ger war seit dem 15.02.2016 unter Anrechnung auf Resturlaubsanspr\u00fcche von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt. Die bestehenden Resturlaubsanspr\u00fcche machten auch ca. einen Zeitraum von sechs Wochen aus. Mit K\u00fcndigungsschreiben vom 09.03.2016 erkl\u00e4rte die Beklagte die au\u00dferordentliche K\u00fcndigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses der Parteien mit der Begr\u00fcndung, dass der Kl\u00e4ger durch die Angaben in seinem XING-Profil, insbesondere dem Hinweis auf eine freiberufliche T\u00e4tigkeit, gegen das Verbot unzul\u00e4ssiger Konkurrenzt\u00e4tigkeit versto\u00dfen habe. Der Kl\u00e4ger hat am 22.03.2016 K\u00fcndigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Aachen erhoben. Er hat die Klage mit Schriftsatz vom 04.04.2016 um einen Zahlungsantrag in H\u00f6he von 1.050,00 EUR hinsichtlich der M\u00e4rz-Verg\u00fctung f\u00fcr den Zeitraum 01. bis 09.03.2016 erweitert. Mit weiterer Klageerweiterung vom 01.06.2016 hat er die Zahlung einer Urlaubsabgeltung in H\u00f6he von 2.907,71 EUR brutto begehrt. Die Beklagte hat mit Schriftsatz vom 31.05.2016 Widerklage erhoben und mit dieser die R\u00fcckzahlung des Darlehens hinsichtlich der Fortbildungskosten in H\u00f6he von 4.850,00 EUR begehrt. Nach Angaben der Parteien im Kammertermin sind beim Arbeitsgericht Aachen derzeit noch zwei weitere Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien anh\u00e4ngig, zum einen hinsichtlich der weiteren Verg\u00fctung f\u00fcr den Zeitraum 10. \u2013 31.03.2016 sowie zum anderen im Hinblick auf eine vom Kl\u00e4ger begehrte Zeugnisberichtigung. Der Kl\u00e4ger behauptet, er habe erst nach seiner Freistellung am 15.02.2016 sein XING-Profil dahingehend ge\u00e4ndert, dass er seinen beruflichen Status von \u201eAngestellter\u201c zu \u201eFreiberufler\u201c ge\u00e4ndert habe. Eine freiberufliche T\u00e4tigkeit habe er jedoch jedenfalls vor dem 01.04.2016 nicht ausge\u00fcbt. Er sei auch nicht hinsichtlich der etwaigen Aufnahme einer freiberuflichen T\u00e4tigkeit vor dem 01.04.2016 durch potentielle Interessenten kontaktiert worden, insbesondere nicht \u00fcber sein XING-Profil. Wenn eine solche Anfrage gekommen w\u00e4re, h\u00e4tte nach eigenen Angaben den Interessenten darauf verwiesen, dass er noch bis einschlie\u00dflich M\u00e4rz 2016 im Arbeitsverh\u00e4ltnis zur Beklagten stehe und ihm insofern bis dahin eine freiberufliche T\u00e4tigkeit im Konkurrenzbereich verwehrt sei.Der Kl\u00e4ger behauptet auch, er h\u00e4tte sein XING-Profil hinsichtlich der Angabe \u201eFreiberufler\u201c sofort wieder ge\u00e4ndert, wenn dies von der Beklagten entsprechend verlangt worden w\u00e4re. W\u00e4hrend des laufenden Rechtsstreits hat sich der Mandant der Beklagten Gl , der zuvor f\u00fcr die Beklagte vom Kl\u00e4ger betreut wurde, mit E-Mails von Ende Mai bzw. Anfang Juni 2016 an die Beklagte wegen fehlender Unterlagen gewandt und hierbei erkl\u00e4rt, aufgrund des XING-Profils des Kl\u00e4gers sei bei ihm der Eindruck entstanden, der Kl\u00e4ger sei m\u00f6glicherweise nicht als Arbeitnehmer, sondern freiberuflich f\u00fcr die Beklagte t\u00e4tig gewesen. Weiter ist w\u00e4hrend des laufenden Rechtsstreits ab September 2016 der langj\u00e4hrige Mandant der Beklagten Gi von der Beklagten zum Vater des Kl\u00e4gers in dessen Steuerberaterkanzlei gewechselt. Der Kl\u00e4ger hat beantragt, 1.festzustellen, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien durch die K\u00fcndigung der Beklagten vom 09.03.2016 nicht aufgel\u00f6st worden ist, 2.die Beklagte zu verurteilen, an den Kl\u00e4ger 1.050,00 EUR brutto zuz\u00fcglich Zinsen in H\u00f6he von 5 Prozentpunkten \u00fcber dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 01.04.2016 zu zahlen, 3.die Beklagte zu verurteilen, an den Kl\u00e4ger 2.907,71 EUR brutto zuz\u00fcglich Zinsen in H\u00f6he von 5 Prozentpunkten \u00fcber dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 25.05.2016 zu zahlen. Die Beklagte hat beantragt, die Klage abzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie hat dar\u00fcber hinaus widerklagend beantragt, den Kl\u00e4ger und Widerbeklagten zu verurteilen, an die Beklagte einen Betrag in H\u00f6he von 4.850,00 EUR netto nebst Zinsen in H\u00f6he von f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 10.03.2016 zu zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger hat beantragt, die Widerklage abzuweisen. Die Beklagte hat die Ansicht vertreten, der Kl\u00e4ger habe bereits durch die Angabe auf seinem XING-Profil, er sei Freiberufler, das vertraglich und gesetzlich bestehende Verbot der Konkurrenzt\u00e4tigkeit im bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnis verletzt. Insofern sei die Grenze zur noch zul\u00e4ssigen Vorbereitungshandlung \u00fcberschritten. Denn bei der Angabe einer freiberuflichen T\u00e4tigkeit auf dem XING-Profil handele es sich bereits um eine nach au\u00dfen tretende Werbet\u00e4tigkeit, die dazu diene, Mandate zu akquirieren. Die Beklagte hat weiter vorbetragen, sie gehe davon aus, dass der Kl\u00e4ger dieses XING-Profil auch bereits vor dem 15.02.2016 genutzt habe und dass er auch tats\u00e4chlich aktiv freiberuflich in Konkurrenz zu ihr t\u00e4tig geworden sei schon vor dem 01.04.2016. Insofern treffe nach Ansicht der Beklagten den Kl\u00e4ger die Darlegungs- und Beweislast daf\u00fcr, dass er keine Konkurrenzt\u00e4tigkeit vor Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses verrichtet habe. Aufgrund der Rechtswirksamkeit der au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung sei der Kl\u00e4ger auch zur R\u00fcckzahlung des Darlehens gem\u00e4\u00df der Fortbildungsvereinbarung verpflichtet. Weiter stehe ihm in H\u00f6he von 348,92 EUR brutto der geltend gemachte Urlaubsabgeltungsanspruch nicht zu, da aufgrund der Rechtswirksamkeit der au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung f\u00fcr den vollen Monat M\u00e4rz 2016 kein Arbeitsverh\u00e4ltnis mehr bestanden habe. Hinsichtlich der im \u00dcbrigen dem Grunde nach bestehenden Zahlungsanspr\u00fcche (Urlaubsabgeltung im rechnerisch unstreitigen Gegenwert bei Bestand des Arbeitsverh\u00e4ltnisses bis einschlie\u00dflich Februar 2016 sowie dar\u00fcber hinaus Arbeitsverg\u00fctung f\u00fcr den Zeitraum 01. bis 09.03.2016) hat die Beklagte vorgetragen, die diesbez\u00fcglichen Anspr\u00fcche seien durch rechtswirksame Aufrechnung mit den Gegenanspr\u00fcchen aus der Darlehensforderung erloschen. Dar\u00fcber hinaus hat sie mit der Widerklage den R\u00fcckzahlungsanspruch hinsichtlich des Darlehens vollumf\u00e4nglich geltend gemacht. Das Arbeitsgericht Aachen hat mit Urteil vom 07.07.2016 der Klage vollumf\u00e4nglich stattgegeben und die Widerklage abgewiesen. Es hat zur Begr\u00fcndung ausgef\u00fchrt, ein wichtiger Grund zur au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung gem\u00e4\u07e7 626 BGB sei nicht gegeben. Die \u00c4nderung des XING-Profils stelle noch keine Wettbewerbshandlung dar. Das soziale Netzwerk XING diene nicht ausschlie\u00dflich dem Zweck, neue Mandate zu akquirieren Es diene vielmehr auch der Selbstdarstellung auf dem Markt, um ggf. von Headhuntern angesprochen zu werden. Zweck des sozialen Netzwerkes sei es auch, den Mitgliedern die M\u00f6glichkeit zu geben, untereinander in Kontakt zu bleiben. Das XING-Profil erwecke auch nicht den Eindruck, dass der Kl\u00e4ger als Selbst\u00e4ndiger Steuerberatungsleistungen in Konkurrenz zur Beklagten anbiete. Vielmehr sei \u2013 insofern auch best\u00e4tigt durch die beklagtenseitig vorgelegten Mails des Mandanten \u2013 eher der Eindruck naheliegend, dass der Kl\u00e4ger freiberuflich f\u00fcr die Beklagte t\u00e4tig sei. Es habe auch ein berechtigtes Interesse des Kl\u00e4gers daran bestanden, eine neue T\u00e4tigkeit ab dem 01.04.2016 zu finden. Gerade hierf\u00fcr sei das soziale Netzwerk XING geeignet. Unter der Rubrik der Berufserfahrung habe der Kl\u00e4ger zutreffend angegeben, dass er noch bis einschlie\u00dflich Ende M\u00e4rz 2016 bei der Beklagten besch\u00e4ftigt sei. Von einer tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten freiberuflichen Wettbewerbst\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses k\u00f6nne nicht ausgegangen werden. Die insofern darlegungs- und beweispflichtige Beklagte lege neben der \u00c4nderung des XING-Profils keine weiteren Umst\u00e4nde hierf\u00fcr dar. Jedenfalls sei die ausgesprochene au\u00dferordentliche K\u00fcndigung unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Die Beklagte h\u00e4tte den Kl\u00e4ger vorher abmahnen m\u00fcssen. Es sei nicht ersichtlich, dass der Kl\u00e4ger nicht auf eine entsprechende Abmahnung sein XING-Profil ge\u00e4ndert h\u00e4tte. Mangels Rechtswirksamkeit der au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung best\u00fcnde auch keine Gegenforderung der Beklagten, so dass jedenfalls aus diesem Grund die erkl\u00e4rten Aufrechnungen ins Leere gingen und die Widerklage erfolglos bleiben musste. Gegen das ihr am 28.07.2016 zugestellte Urteil vom 07.07.2016 hat die Beklagte am 12.08.2016 Berufung eingelegt und diese \u2013 nach Verl\u00e4ngerung der Berufungsbegr\u00fcndungsfrist bis zum 19.10.2016 \u2013 am 19.10.2016 begr\u00fcndet. Die Beklagte beschr\u00e4nkt die Berufung auf ihr Unterliegen mit dem K\u00fcndigungsschutzantrag und der Widerklage sowie der Verurteilung mit dem Zahlungsantrag bez\u00fcglich eines Teils der der Urlaubsabgeltung in H\u00f6he von 348,92 EUR (= Wert der Urlaubsabgeltung f\u00fcr M\u00e4rz 2016 in unstreitiger H\u00f6he). Sie ist der Ansicht, schon die Kontaktaufnahme zu potentiellen Kunden im noch bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnis stelle keine zul\u00e4ssige Vorbereitungshandlung, sondern eine unzul\u00e4ssige Wettbewerbshandlung dar. Wenn man die Abgrenzung zwischen der noch zul\u00e4ssigen Vorbereitungshandlung und der unzul\u00e4ssigen Konkurrenzt\u00e4tigkeit entsprechend der Rechtsprechung des BAG dahingehend vornehme, dass lediglich interne, nicht nach au\u00dfen tretende Ma\u00dfnahmen zul\u00e4ssig seien, bereits nach au\u00dfen tretende Ma\u00dfnahmen jedoch unzul\u00e4ssig seien, sei die \u00c4nderung des XING-Profils hiernach unzul\u00e4ssig, da sie nach au\u00dfen trete. Mit der offensiven Verwendung der Worte \u201eIch biete\u201c habe der Kl\u00e4ger \u00f6ffentlich eine Dienstleistung angeboten und diese beworben. Aus dem am 09.03.2016 abgerufenen XING-Profil ergebe sich der Eindruck, dass der Kl\u00e4ger sofort f\u00fcr eine Dienstleistung als Freiberufler im Bereich der Steuerberatung zur Verf\u00fcgung stehe, nicht erst ab 01.04.2016. Der Kl\u00e4ger habe es vers\u00e4umt, einen entsprechenden Hinweis der Verf\u00fcgbarkeit erst ab dem 01.04. in seinem XING-Profil zu erw\u00e4hnen. Auch der Umstand, dass der langj\u00e4hrige Mandant Gi zum Vater des Kl\u00e4gers gewechselt sei, sei k\u00fcndigungsrelevant zu ber\u00fccksichtigen. Die Beklagte und Berufungskl\u00e4gerin beantragt,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1.auf die Berufung der Beklagten das Urteil des Arbeitsgerichts Aachen vom 07.07.2016, Az. 6 Ca 995\/16, teilweise abzu\u00e4ndern und a) die auf Feststellung gerichtete Klage, dass das Arbeitsverh\u00e4ltnis durch die K\u00fcndigung der Beklagten vom 09.03.2016 nicht aufgel\u00f6st worden ist, abzuweisen, b) die Klage in H\u00f6he eines Betrages in H\u00f6he von 348,92 EUR brutto abzuweisen, c) im Rahmen der Widerklage den Kl\u00e4ger und Widerbeklagten zu verurteilen, an die Beklagte einen Betrag in H\u00f6he von 4.850,00 EUR nebst Zinsen in H\u00f6he von f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem Basiszinssatz seit dem 10.03.2016 zu zahlen,<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens den Parteien je zur H\u00e4lfte und die Kosten des Berufungsverfahrens dem Kl\u00e4ger aufzuerlegen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger und Berufungsbeklagte beantragt, die Berufung zur\u00fcckzuweisen. Er verteidigt das erstinstanzliche Urteil. Hierbei weist er darauf hin, dass seine Zugeh\u00f6rigkeit zur Beklagten bis einschlie\u00dflich 3\/2016 aus dem XING-Profil klar ersichtlich ist. Weiter behauptet er, eine Kontaktaufnahme \u00fcber XING durch potentielle Mandanten sei von der Beklagten ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht gewesen. Eine unzul\u00e4ssige Wettbewerbshandlung h\u00e4tte man erst dann annehmen k\u00f6nnen, wenn er w\u00e4hrend des noch bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses ein Mandat auf eigene Rechnung angenommen h\u00e4tte; dies sei jedoch nicht erfolgt. Jedenfalls sei eine vorherige Abmahnung erforderlich gewesen, der Kl\u00e4ger h\u00e4tte dann sofort sein XING-Profil ge\u00e4ndert. Wegen der Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf den Akteninhalt und insbesondere die wechselseitigen Schrifts\u00e4tze der Parteien und deren Anlagen sowie das erstinstanzliche Urteil Bezug genommen. Gr\u00fcnde<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zul\u00e4ssige Berufung hat in der Sache keinen Erfolg. A. Die Berufung ist zul\u00e4ssig. Sie ist insbesondere gem\u00e4\u00df \u00a7 64 Abs. 1 und Abs. 2 ArbGG statthaft, da der Beschwerdewert \u00fcber 600,00 EUR liegt. Sie wurde auch frist- sowie formgerecht gem\u00e4\u00df \u00a7 66 Abs. 1 ArbGG i. V. m. den \u00a7\u00a7 519, 520 ZPO eingelegt und begr\u00fcndet. B. Die Berufung ist jedoch unbegr\u00fcndet. Soweit in der Berufungsinstanz noch streitgegenst\u00e4ndlich, war die Klage begr\u00fcndet und die Widerklage unbegr\u00fcndet. I. Die Klage war begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1.) Der K\u00fcndigungsschutzantrag war begr\u00fcndet. Die streitgegenst\u00e4ndliche K\u00fcndigung vom 09.03.2015 hat das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien nicht als au\u00dferordentliche K\u00fcndigung rechtswirksam aufgel\u00f6st. Das Arbeitsverh\u00e4ltnis der Parteien endete erst aufgrund des Aufhebungsvertrages zum 31.03.2016. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung gem\u00e4\u00df \u00a7 626 BGB liegen nicht vor. Gem\u00e4\u00df \u00a7 626 BGB kann ein Arbeitsverh\u00e4ltnis auf wichtigem Grund ohne Einhaltung einer K\u00fcndigungsfrist au\u00dferordentlich gek\u00fcndigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer dem K\u00fcndigenden unter Ber\u00fccksichtigung aller Umst\u00e4nde des Einzelfalls und unter Abw\u00e4gung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses bis zum Ablauf der K\u00fcndigungsfrist oder der vereinbarten Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses nicht zuzumuten ist. Hierbei ist zun\u00e4chst zu pr\u00fcfen, ob ein wichtiger Grund f\u00fcr den Ausspruch einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung vorliegt. Alsdann bedarf es der weiteren Pr\u00fcfung, ob dem K\u00fcndigenden aufgrund einer vorzunehmenden umfassenden Interessenabw\u00e4gung ggf. trotz Vorliegen eines an sich zum Ausspruch einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung geeigneten wichtigen Grundes die Fortsetzung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zuzumuten ist. Hiervon ausgehend waren die Voraussetzungen f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung im Streitfall nicht gegeben. Es fehlt bereits am erforderlichen wichtigen Grund. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re entsprechend den zutreffenden Ausf\u00fchrungen des Arbeitsgerichts die K\u00fcndigung auch jedenfalls unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, da sie nicht ohne vorherige Abmahnung h\u00e4tte ausgesprochen werden d\u00fcrfen. a) Es fehlt bereits am erforderlichen wichtigen Grund. Zwar ist ein Versto\u00df gegen das auch bereits ohne ausdr\u00fcckliche vertragliche Regelung gem\u00e4\u00df \u00a7 60 HGB gesetzlich bestehende Verbot, w\u00e4hrend eines bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses eine Konkurrenzt\u00e4tigkeit zu entfalten, \u201ean sich\u201c geeignet, einen wichtigen Grund f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung im Sinne des \u00a7 626 Abs. 1 BGB zu begr\u00fcnden (z. B. BAG, Urteil vom 23.10.2014, 2 AZR 644\/13, juris, Rn. 27 ff m.w.N.; BAG, Urteil vom 26.06.2008, 2 AZR 190\/07, juris). W\u00e4hrend des Zeitraums des rechtlichen Bestandes des Arbeitsverh\u00e4ltnisses soll der Arbeitgeber vor Wettbewerbshandlungen seines Arbeitnehmers gesch\u00fctzt werden. Der Arbeitnehmer darf in Marktbereichen seines Arbeitgebers Dienste und Leistungen nicht Dritten anbieten. Dem Arbeitgeber soll dieser Bereich uneingeschr\u00e4nkt und ohne die Gefahr einer nachteiligen Beeinflussung durch den Arbeitnehmer offen stehen (BAG, Urteil vom 13.04.2014, 2 AZR 644\/13, juris, Rn. 28; BAG, Urteil vom 28.01.2010, 2 AZR 1008\/08, juris, Rn. 22). Allerdings gilt dieses gesetzliche Wettbewerbsverbot des \u00a7 60 HGB nur exakt bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses. F\u00fcr den Zeitraum nach Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses besteht demgegen\u00fcber kein gesetzliches Verbot der Konkurrenzt\u00e4tigkeit. Ein solches kann allenfalls vertraglich unter den Voraussetzungen der \u00a7\u00a7 74 ff. HGB vereinbart werden.Sofern ein \u2013 f\u00fcr den Arbeitgeber durch die gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung einer Karenzentsch\u00e4digung kostenpflichtiges \u2013 nachvertragliches Wettbewerbsverbot nach \u00a7 74 HGB nicht vereinbart ist, ist ein Arbeitnehmer grunds\u00e4tzlich berechtigt, bereits unmittelbar ab dem Zeitpunkt seines Ausscheidens aus dem Arbeitsverh\u00e4ltnis Konkurrenz zum bisherigen Arbeitgeber zu betreiben. Da es dem Arbeitnehmer insofern regelm\u00e4\u00dfig ohne finanzielle Gegenleistung auch nicht zuzumuten ist, erst mit dem Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses die neue T\u00e4tigkeit vorzubereiten und dann gegebenenfalls einen gewissen Zeitraum ohne Entgeltanspr\u00fcche \u00fcberbr\u00fccken zu m\u00fcssen, ist es dem Arbeitnehmer regelm\u00e4\u00dfig bereits innerhalb des Arbeitsverh\u00e4ltnisses ohne Versto\u00df gegen das gesetzliche Wettbewerbsverbot des \u00a7 60 HGB erlaubt, sogenannte Vorbereitungshandlungen vorzunehmen, um gegebenenfalls unmittelbar nach seinem Ausscheiden zu einem Konkurrenzunternehmen zu wechseln oder die T\u00e4tigkeit in einem Konkurrenzunternehmen aufzunehmen (BAG, Urteil vom 23.10.2014, 2 AZR 644\/13, juris, Rn. 28; BAG, Urteil vom 26.06.2008, 2 AZR 190\/07, juris, Rn. 15). Verboten ist dem Arbeitnehmer insofern lediglich die Aufnahme einer aktiv werbenden T\u00e4tigkeit, etwa durch Vermittlung von Konkurrenzgesch\u00e4ften oder aktives Abwerben von Kunden. Blo\u00dfe Vorbereitungshandlungen erf\u00fcllen diese Voraussetzungen regelm\u00e4\u00dfig nicht (BAG 23.10.2014, a. a. O.; BAG 26.06.2008, a. a. O.). aa) Hiervon ausgehend stellt die Angabe des beruflichen Status als \u201eFreiberufler\u201c im XING-Profil noch w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses ohne Hinzutreten weiterer Umst\u00e4nde noch keine unzul\u00e4ssige Wettbewerbshandlung dar, die einen Versto\u00df gegen \u00a7 60 HGB darstellen w\u00fcrde. Zwar war die Angabe des beruflichen Status des Kl\u00e4gers in dem am 09.03.2016 beklagtenseitig abgerufenen XING-Profil des Kl\u00e4gers unstreitig fehlerhaft. Der Kl\u00e4ger stand zu diesem Zeitpunkt noch in einem Arbeitsverh\u00e4ltnis mit der Beklagten. Dar\u00fcber hinaus hatte er sich nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt bereits Arbeit suchend f\u00fcr die Zeit ab dem 01.04.2016 gemeldet. Zutreffend w\u00e4re insofern der aktuelle berufliche Status \u201eAngestellter\u201c bzw. \u201eArbeit suchen\u201c gewesen. Der berufliche Status \u201eFreiberufler\u201c war demgegen\u00fcber unzutreffend, da der Kl\u00e4ger nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt keine freiberufliche T\u00e4tigkeit ausge\u00fcbt hat. Allerdings stellt allein diese fehlerhafte Angabe im privaten XING-Profil des Kl\u00e4gers noch keinen Arbeitspflichtenversto\u00df in Form einer unzul\u00e4ssigen Konkurrenzt\u00e4tigkeit und keinen Versto\u00df gegen \u00a7 60 HGB dar. Eine solche unzul\u00e4ssige Konkurrenzt\u00e4tigkeit h\u00e4tte man erst dann annehmen k\u00f6nnen, wenn der Kl\u00e4ger \u00fcber sein XING-Profil aktiv eine konkurrierende T\u00e4tigkeit beworben und insofern gegebenenfalls sogar versucht h\u00e4tte, Mandate der Beklagten noch w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses abzuwerben. Ein derartiger Eindruck einer aktiven Abwerbet\u00e4tigkeit entsteht nach der Verkehrsanschauung eines verst\u00e4ndigen Betrachters aus dem unter dem 09.03.2016 abgerufenen XING-Profil des Kl\u00e4gers jedoch nicht. Vielmehr erweckt dieses XING-Profil eher \u2013 wie das Arbeitsgericht zutreffend ausgef\u00fchrt hat \u2013 beim objektiven verst\u00e4ndigen Betrachter den Eindruck, dass der Kl\u00e4ger seinerzeit, jedenfalls bis einschlie\u00dflich M\u00e4rz 2016, als Freiberufler bei der Beklagten besch\u00e4ftigt sei. Die T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Beklagte wird unter der Rubrik Berufserfahrung ausdr\u00fccklich und zutreffend angegeben als derzeit aktuelle T\u00e4tigkeit. Eine selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit f\u00fcr andere Auftraggeber ist insofern gerade nicht genannt. Auch verweist das XING-Profil des Kl\u00e4gers weiterhin auf die Website der Beklagten. Insofern wird eher Werbung f\u00fcr die Steuerberatungskanzlei der Beklagten gemacht als f\u00fcr eine eigene freiberufliche Steuerberatungst\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers, f\u00fcr die kein entsprechender Web-Auftritt verlinkt ist. Weiter ist zu ber\u00fccksichtigen, dass eine aktive Werbet\u00e4tigkeit f\u00fcr eine Konkurrenzt\u00e4tigkeit gegebenenfalls darin h\u00e4tte gesehen werden k\u00f6nnen, wenn der Kl\u00e4ger unter der Rubrik \u201eIch suche\u201c entsprechende Angaben gemacht h\u00e4tte, beispielsweise dahingehend, dass er neue Mandate f\u00fcr freiberufliche Steuerberatungen sucht. Derartige Angaben hat der Kl\u00e4ger jedoch vorliegend gerade nicht gemacht. Er hat vielmehr unter der Rubrik \u201eIch suche\u201c \u00fcberhaupt keine Angaben gemacht, so dass diese Rubrik in seinem Profil \u00fcberhaupt nicht erscheint. Eine aktive Akquise freiberuflicher Mandate \u00fcber die XING-Rubrik \u201eIch suche\u201c, die ggf. als hinzutretender weiterer Umstand bei der gebotenen Gesamtschau geeignet sein k\u00f6nnte, im noch bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnis eine unzul\u00e4ssige Konkurrenzt\u00e4tigkeit und damit einen wichtigen Grund zur au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zu begr\u00fcnden, war insofern vorliegend gerade nicht gegeben (vgl. hierzu LG Kassel, Urteil vom 24.08.2011, 9 O 983\/11, juris; im dortigen Sachverhalt wurde bei erfolgten Angaben unter der Rubrik \u201eIch suche\u201c im XING-Profil eines freien Handelsvertreters ein zur Begr\u00fcndung eines Unterlassungsanspruchs geeigneter Versto\u00df gegen \u00a7 60 HGB angenommen). Dass der Kl\u00e4ger seine beruflichen T\u00e4tigkeiten und F\u00e4higkeiten unter der Rubrik \u201eIch biete\u201c angegeben hat, hat entgegen der Rechtsansicht der Beklagten auch keinen herangehobenen plakativen und werbenden Charakter, da diese Rubrik lediglich mit der von den Betreibern des Netzwerks XING vorgegebenen Wortwahl \u201eIch biete\u201c und nicht anders zur Verf\u00fcgung gestellt wird. Auf die Wortwahl \u201eIch biete\u201c hat der Kl\u00e4ger mithin keinen Einfluss gehabt, er h\u00e4tte einzig die Alternative in Betracht ziehen k\u00f6nnen, hier gar keine Angaben zu machen, was allerdings nach der Zweckrichtung des sozialen Netzwerks XING un\u00fcblich w\u00e4re. Vorzuhalten ist dem Kl\u00e4ger in diesem Zusammenhang lediglich, dass er unter der Rubrik \u201eIch biete\u201c auch die \u201efreie Mitarbeit\u201c angegeben hat, obwohl er eine solche fr\u00fchestens f\u00fcr den Zeitraum ab April 2016 im Konkurrenzbereich der Beklagten anbieten durfte. Bei der vorzunehmenden Gesamtschau ergibt sich hieraus jedoch insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung des Umstandes, dass unter der Rubrik \u201eBerufserfahrung\u201c die T\u00e4tigkeit f\u00fcr die Beklagte zutreffend bis einschlie\u00dflich 03\/2016 angegeben wurde, bei einem Abruf des XING-Profils des Kl\u00e4gers im M\u00e4rz 2016 noch nicht zwingend der Eindruck, dass der Kl\u00e4ger auch \u201esofort\u201c, d. h. noch vor April 2016, f\u00fcr eine freie Mitarbeit in Konkurrenz zur Beklagten zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Weiter kann dem Kl\u00e4ger vorgehalten werden, dass er nicht von der M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht hat, eine freiberufliche T\u00e4tigkeit als weitere sp\u00e4tere T\u00e4tigkeit erst mit einem T\u00e4tigkeitsbeginn \u201e4\/2016\u201c in seinem XING-Profil zu kennzeichnen. Die technische M\u00f6glichkeit hierzu h\u00e4tte zwar grunds\u00e4tzlich bestanden, allerdings erscheint dieser sp\u00e4tere T\u00e4tigkeitsbeginn nach den technischen Vorgaben des Betreibers der Plattform XING dann auch nicht zwingend deutlich an hervorgehobener Stelle im XING-Profil, so dass die grunds\u00e4tzliche Gefahr eines irref\u00fchrenden Eindrucks, der Kl\u00e4ger sei bereits derzeit als Freiberufler t\u00e4tig, jedenfalls bei unvollst\u00e4ndiger Betrachtung des XING-Profils auch dann weiterhin bestanden h\u00e4tte. Dass dem Kl\u00e4ger dar\u00fcber hinaus ggf. vorgehalten werden kann, dass auch f\u00fcr die Zeit ab April 2016 die berufsrechtliche Zul\u00e4ssigkeit einer selbst\u00e4ndige Erbringung von Steuerberater-Dienstleistungen vor Ablegung des Steuerberaterexamens und ohne Zulassung bei der Steuerberater-Kammer zu problematisieren w\u00e4re, ist jedenfalls nicht zur Begr\u00fcndung eines wichtigen Grundes zur K\u00fcndigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses geeignet. Denn bei dem \u2013 ggf. standesrechtlich unzul\u00e4ssigen \u2013 Anbieten selbst\u00e4ndiger Steuerberater-Dienstleistungen ab April 2016 w\u00fcrde es sich jedenfalls um ein Fehlverhalten des Kl\u00e4gers erst nach Beendigung des hiesigen Arbeitsverh\u00e4ltnisses am 31.03.2016 handeln, das damit nicht mehr geeignet ist, k\u00fcndigungsrelevant herangezogen zu werden. Insgesamt reichte die fehlerhafte Angabe im XING-Profil des Kl\u00e4gers vorliegend nicht aus, einen zum Ausspruch einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung geeigneten wichtigen Grund zu begr\u00fcnden. Hierbei ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass das soziale Netzwerk XING zwar regelm\u00e4\u00dfig durchaus gerade f\u00fcr die Aufnahme beruflicher Kontakte verwendet wird, dies jedoch nicht sein einziger Zweck ist, wie das Arbeitsgericht ebenfalls zutreffend herausgestellt hat. Zweck des sozialen Netzwerkes XING ist es, wie bei grunds\u00e4tzlich jedem sozialen Netzwerk, u. a. auch Kontakte zu pflegen. Diese k\u00f6nnen auch im Netzwerk XING rein privater Natur sein, auch wenn die \u00fcbliche Verwendung im Schwerpunkt beruflicher Kontakte liegt. Zweck eines XING-Profils ist es insbesondere, den eigenen beruflichen Werdegang darzustellen. Dies hat der Kl\u00e4ger im M\u00e4rz 2016 fehlerhaft getan, indem er sich zu fr\u00fch als Freiberufler dargestellt hat in Vorwegnahme einer Entwicklung, die er erst ab dem darauffolgenden Monat vornehmen konnte. Allein diese fehlerhafte Angabe auf dem privaten XING-Profil stellt ohne das Hinzutreten weiterer Umst\u00e4nde jedoch noch keinen wichtigen Grund zum Ausspruch einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung dar. Ob die Beklagte w\u00e4hrend des Bestandes des Arbeitsverh\u00e4ltnisses gegebenenfalls einen Berichtigungsanspruch hinsichtlich der fehlerhaften Angabe im XING-Profil des Kl\u00e4gers diesem gegen\u00fcber gehabt h\u00e4tte, kann mangels Entscheidungserheblichkeit im hiesigen K\u00fcndigungsschutzverfahren ausdr\u00fccklich dahinstehen. bb) Einen an sich zur au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung gem\u00e4\u00df \u00a7 626 BGB geeigneten wichtigen Grund h\u00e4tte es dargestellt, wenn der Kl\u00e4ger noch w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses im M\u00e4rz 2016 auf eigene Rechnung Steuerberatungen freiberuflich in Konkurrenz zur Beklagten vorgenommen h\u00e4tte. Von einer solchen Konkurrenzt\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers kann jedoch nicht ausgegangen werden. Der Kl\u00e4ger bestreitet die diesbez\u00fcgliche \u2013 pauschale \u2013 Behauptung der Beklagten und die insofern hinsichtlich des K\u00fcndigungsgrundes vollumf\u00e4nglich darlegungs- und beweispflichtige Beklagte tr\u00e4gt hierzu nichts Substantiiertes vor. Hinsichtlich der beiden namentlich benannten Mandanten Gl und Gi tr\u00e4gt die Beklagte gerade nicht vor, dass der Kl\u00e4ger f\u00fcr diese freiberufliche Steuerberatungsdienstleistungen in Konkurrenz zur Beklagten bereits w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses vor Ausspruch der streitgegenst\u00e4ndlichen K\u00fcndigung erbracht h\u00e4tte. Der beklagtenseitig benannte Mandant Gl hat ausweislich der diesbez\u00fcglich beklagtenseitig vorgelegten E-Mails lediglich das XING-Profil des Kl\u00e4gers offenbar dahingehend interpretiert \u2013 wie auch das Arbeitsgericht und die hiesige Berufungskammer -, dass hieraus der Eindruck erweckt wird, dass der Kl\u00e4ger als Freiberufler f\u00fcr die Beklagte (aber nicht in Konkurrenz zur Beklagten) t\u00e4tig geworden sein k\u00f6nnte. Abgesehen davon ergibt sich aus dem Vortrag der Beklagten nicht, zu welchem Zeitpunkt Herr Gl das XING-Profil des Kl\u00e4gers eingesehen haben soll, insbesondere nicht, ob dies noch w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses oder erst danach war. Anzumerken ist allerdings, dass entgegen dem Vortrag des Kl\u00e4gers allein der Umstand, dass Herr Gl erst Ende Mai 2016 zu den Kontakten des Kl\u00e4gers hinzugef\u00fcgt wurde, auch kein Indiz oder gar Beleg daf\u00fcr ist, dass das Einsehen des kl\u00e4gerischen XING-Profils durch Herrn Gl zwingend erst nach dem 31.03.2016 erfolgt sein muss. Denn das Einsehen eines XING-Profils eines XING-Mitglieds ist grunds\u00e4tzlich f\u00fcr alle registrierten Mitglieder technisch m\u00f6glich, auch ohne dass diese vorher zueinander in Kontakt treten m\u00fcsse; die verk\u00fcrzte Version des XING-Profils kann grunds\u00e4tzlich sogar ohne XING-Mitgliedschaft eingesehen werden. Soweit die Beklagte vortr\u00e4gt, ihr langj\u00e4hriger Mandant Gi sei ab September 2016 \u2013 mithin deutlich nach Beendigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses der hiesigen Parteien \u2013 zum Steuerberaterb\u00fcro des Vaters des Kl\u00e4gers gewechselt, erschlie\u00dft sich hieraus in keiner Weise, worin in diesem Zusammenhang einarbeitsvertragswidriges Verhalten des Kl\u00e4gers liegen soll. b) Abgesehen davon, dass die streitgegenst\u00e4ndliche K\u00fcndigung bereits am fehlenden wichtigen Grund scheitert, erweist sich die ausgesprochene au\u00dferordentliche K\u00fcndigung \u2013 wie ebenfalls zutreffend vom Arbeitsgericht ausge-f\u00fchrt \u2013 auch bei der im K\u00fcndigungsschutzverfahren stets vorzunehmenden Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitspr\u00fcfung als unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Ein Dauerschuldverh\u00e4ltnis kann ohne Pflichtverletzung regelm\u00e4\u00dfig nur dann aus wichtigem Grund gek\u00fcndigt werden, wenn vorher eine erfolglose Abmahnung ausgesprochen wurde (\u00a7 314Abs. 2 Satz 1 BGB). Nur ausnahmsweise ist eine Abmahnung entbehrlich, wenn besondere Umst\u00e4nde vorliegen, die unter Abw\u00e4gung der beiderseitigen Interessen die sofortige K\u00fcndigung rechtfertigen (\u00a7 314 Abs. 2 Satz 3 BGB). Derartige besondere Umst\u00e4nde f\u00fcr die Entbehrlichkeit einer Abmahnung sind vorliegend nicht ersichtlich. Wenn der Beklagten am 09.03.2016, mithin 22 Tage vor dem Zeitpunkt, zu dem das bereits hinsichtlich der Hauptleistungspflicht der Erbringung der Arbeitsleistung suspendierte Arbeitsverh\u00e4ltnis ohnehin sein Ende gefunden h\u00e4tte, irref\u00fchrende Angaben im XING-Profil des Kl\u00e4gers auffallen, h\u00e4tte es nahegelegen, den Kl\u00e4ger diesbez\u00fcglich anzusprechen und ihn zur unverz\u00fcglichen Abhilfe und \u00c4nderung des XING-Profils aufzufordern. Dass eine derartige Aufforderung von vornherein aussichtslos gewesen w\u00e4re, ist nicht ersichtlich. Anlass f\u00fcr den Ausspruch einer au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung ohne vorherige Abmahnung hat der Kl\u00e4ger in keinem Fall gegeben. Gerade weil die Abgrenzung zwischen erlaubter Vorbereitung einer sp\u00e4teren Selbst\u00e4ndigkeit und unerlaubter Konkurrenzt\u00e4tigkeit w\u00e4hrend des Arbeitsverh\u00e4ltnisses flie\u00dfend ist, kann bei derartigen Sachverhalten, in denen die Abgrenzung zwischen noch erlaubter Vorbereitung und unerlaubter Konkurrenzt\u00e4tigkeit unklar ist, regelm\u00e4\u00dfig nicht von der Entbehrlichkeit einer Abmahnung ausgegangen werden (so ausdr\u00fccklich BAG, Urteil vom 26.06.2008, 2 AZR 190\/07, juris, Rn. 19). 2.) Ausgehend von der Rechtsunwirksamkeit der au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung vom 09.03.2016 und dem Fortbestand des Arbeitsverh\u00e4ltnisses noch bis einschlie\u00dflich 31.03.2016 stand dem Kl\u00e4ger auch der Anspruch auf Urlaubsabgeltung gem\u00e4\u00df \u00a7 7 Abs. 4 BUrlG in der vollen erstinstanzlich titulierten H\u00f6he zu. Die kl\u00e4gerseitig vorgenommene Berechnung des Urlaubsabgeltungsanspruchs ist zwischen den Parteien nicht streitig. Die Berufung richtet sich hinsichtlich des Zahlungsanspruchs lediglich dagegen, dass nach Rechtsansicht der Beklagten das Arbeitsverh\u00e4ltnis bereits zum 09.03.2016 und nicht erst zum 31.03.2016 sein Ende gefunden habe und insofern im Jahr 2016 das Arbeitsverh\u00e4ltnis nur zwei und nicht drei volle Kalendermonate bestanden habe. Aufgrund des festgestellten Fortbestehens des Arbeitsverh\u00e4ltnisses noch bis einschlie\u00dflich 31.03.2016 greift dieser Einwand jedoch nicht durch. II. Auch die Widerklage war unbegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Voraussetzungen der vertraglich vereinbarten R\u00fcckzahlungsvereinbarung gem\u00e4\u00df \u00a7 3 der Vereinbarung vom 31.03.2015 liegen jedenfalls deswegen nicht vor, weil das Arbeitsverh\u00e4ltnis nicht durch rechtswirksame au\u00dferordentliche K\u00fcndigung der Beklagten beendet wurde. C. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 97 ZPO. Die unterlegene Beklagte hat die Kosten ihres erfolglosen Rechtsmittels zu tragen. Gr\u00fcnde, die Revision gem\u00e4\u00df \u00a7 72 Abs. 2 ArbGG zuzulassen, waren nicht gegeben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-panePOSTID_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Darf ein Arbeitnehmer kurz vor dem Ausscheiden sein XING-Profil \u00e4ndern?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, Vorbereitungshandlungen f\u00fcr die Zeit nach Ende des Arbeitsverh\u00e4ltnisses sind grunds\u00e4tzlich erlaubt. Unzul\u00e4ssig wird es erst, wenn der Arbeitnehmer w\u00e4hrend des bestehenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses aktiv Konkurrenzgesch\u00e4fte betreibt oder Kunden abwirbt. Eine blo\u00df fehlerhafte Statusangabe reicht daf\u00fcr nicht automatisch aus.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-panePOSTID_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Ist die Angabe \u201eFreiberufler\u201c im XING-Profil ein K\u00fcndigungsgrund?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dieser Entscheidung nicht ohne weitere Umst\u00e4nde. Die Angabe war zwar falsch, weil der Kl\u00e4ger noch Arbeitnehmer war. Sie zeigte aber f\u00fcr sich genommen noch keine aktive Werbung um Mandate und keine tats\u00e4chlich ausge\u00fcbte Konkurrenzt\u00e4tigkeit.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-panePOSTID_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Wann liegt verbotene Konkurrenzt\u00e4tigkeit vor?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verboten ist es, w\u00e4hrend des laufenden Arbeitsverh\u00e4ltnisses im Marktbereich des Arbeitgebers eigene Leistungen anzubieten, Konkurrenzgesch\u00e4fte zu vermitteln oder Kunden aktiv abzuwerben. Reine Vorbereitung f\u00fcr die Zeit nach dem Ausscheiden ist dagegen regelm\u00e4\u00dfig erlaubt. Entscheidend ist die konkrete Au\u00dfenwirkung des Verhaltens.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-panePOSTID_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum h\u00e4tte die Arbeitgeberin zuerst abmahnen m\u00fcssen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht sah keine besonderen Umst\u00e4nde, die eine sofortige fristlose K\u00fcndigung rechtfertigten. Die Arbeitgeberin h\u00e4tte den Kl\u00e4ger auffordern k\u00f6nnen, das Profil unverz\u00fcglich zu \u00e4ndern. Es war nicht ersichtlich, dass eine solche Abmahnung oder Aufforderung erfolglos geblieben w\u00e4re.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-panePOSTID_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was bedeutet das Urteil f\u00fcr Arbeitgeber?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitgeber sollten bei Social-Media-Profilen genau pr\u00fcfen, ob wirklich aktive Konkurrenz oder nur eine missverst\u00e4ndliche Darstellung vorliegt. F\u00fcr eine fristlose K\u00fcndigung braucht es belastbare Tatsachen, nicht nur Vermutungen. H\u00e4ufig ist zun\u00e4chst eine Abmahnung oder Aufforderung zur Korrektur des Profils erforderlich.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image294_b7e6c1-83 .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid var(--theme-palette-color-8, 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Dort war er als Sachbearbeiter im Bereich der Steuerberatung t\u00e4tig. Kurz vor Beendigung des Anstellungsverh\u00e4ltnisses, welches die Parteien in einem Aufhebungsvertrag vereinbart hatten, stellte die beklagte Arbeitgeberin fest, dass der Kl\u00e4ger in seinem XING-Profil angab, als \u201eFreiberufler\u201c t\u00e4tig zu sein. 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