{"id":27330,"date":"2026-07-10T07:11:40","date_gmt":"2026-07-10T07:11:40","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27330"},"modified":"2026-07-07T07:15:21","modified_gmt":"2026-07-07T07:15:21","slug":"wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27330","title":{"rendered":"Wertermittlungsanspruch nach Ver\u00e4u\u00dferung des Nachlassgegenstandes"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-bgh-urteil-vom-29-09-2021-az-iv-zr-328-20-wertermittlung-bleibt-trotz-verkauf-moglich\" class=\"wp-block-heading\">BGH \u2013 Urteil vom 29.09.2021 \u2013 Az. IV ZR 328\/20: Wertermittlung bleibt trotz Verkauf m\u00f6glich<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image221_f6a9c3-57 size-full advgb-dyn-82af307f\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes-urteil-des-bgh-vom-29.09.2021.jpg-1440px.jpg\" alt=\"Wertermittlungsanspruch nach Ver\u00e4u\u00dferung des Nachlassgegenstandes | Urteil des BGH vom 29.09.2021 | Aktenzeichen: IV ZR 328\/20\" width=\"1440\" height=\"810\" class=\"kb-img wp-image-27333 \" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes-urteil-des-bgh-vom-29.09.2021.jpg-1440px.jpg 1440w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes-urteil-des-bgh-vom-29.09.2021.jpg-1440px-300x169.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes-urteil-des-bgh-vom-29.09.2021.jpg-1440px-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wertermittlungsanspruch-nach-veraeusserung-des-nachlassgegenstandes-urteil-des-bgh-vom-29.09.2021.jpg-1440px-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pflichtteilsberechtigte k\u00f6nnen auch nach dem Verkauf eines Nachlassgrundst\u00fccks noch ein Gutachten zur Wertermittlung verlangen, wenn der tats\u00e4chliche Wert unklar bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Der Bundesgerichtshof st\u00e4rkt den Wertermittlungsanspruch des Pflichtteilsberechtigten nach \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 BGB. Der Verkauf eines Nachlassgegenstandes durch den Erben beseitigt diesen Anspruch nicht automatisch, insbesondere wenn Gutachten und Verkaufspreis stark voneinander abweichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin war die einzige Tochter des verstorbenen Erblassers und machte gegen den testamentarischen Erben Pflichtteilsanspr\u00fcche geltend. Zum Nachlass geh\u00f6rte kein Alleineigentum an einem Grundst\u00fcck, sondern ein h\u00e4lftiger Anteil des Erblassers an einer Erbengemeinschaft, die wiederum Eigent\u00fcmerin eines Mehrfamilienhausgrundst\u00fccks war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beklagte und die weiteren Miterben verkauften das Grundst\u00fcck nach dem Erbfall f\u00fcr 65.000 \u20ac. Gleichzeitig lagen unterschiedliche Bewertungen vor, die den Grundst\u00fcckswert deutlich h\u00f6her oder niedriger einsch\u00e4tzten, unter anderem mit 245.000 \u20ac, 58.000 \u20ac und 120.000 \u20ac bis 175.000 \u20ac. Das Oberlandesgericht Dresden verneinte den Wertermittlungsanspruch und stellte im Wesentlichen auf den Verkaufspreis ab; dagegen wandte sich die Kl\u00e4gerin mit der Revision zum Bundesgerichtshof.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-urteilsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Urteilsgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Kl\u00e4gerin weiterhin einen Anspruch auf Wertermittlung hat. Der Anspruch soll nicht endg\u00fcltig und verbindlich den Pflichtteil berechnen, sondern dem Pflichtteilsberechtigten erm\u00f6glichen, das Prozessrisiko einzusch\u00e4tzen und zu pr\u00fcfen, ob der vom Erben angesetzte Wert zutrifft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ver\u00e4u\u00dferung des Grundst\u00fccks steht dem Anspruch nicht entgegen. Ma\u00dfgeblich war insbesondere, dass die vorhandenen Bewertungen und der erzielte Kaufpreis stark voneinander abwichen; dadurch bestand ein berechtigtes Interesse an einem weiteren Wertgutachten. Allerdings musste nicht zwingend ein \u00f6ffentlich bestellter und vereidigter Sachverst\u00e4ndiger beauftragt werden, sondern nur ein unparteiischer Sachverst\u00e4ndiger.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-urteil-bgh-urteil-vom-29-09-2021-az-iv-zr-328-20\" class=\"wp-block-heading\">Urteil: BGH \u2013 Urteil vom 29.09.2021 \u2013 Az.: IV ZR 328\/20<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Auf die Revision der Kl\u00e4gerin wird das Urteil des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 17. November 2020 aufgehoben sowie auf die Berufung des Beklagten unter Zur\u00fcckweisung seines weitergehenden Rechtsmittels das am 2. Juli 2020 verk\u00fcndete Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Zwickau teilweise abge\u00e4ndert und wie folgt neu gefasst:<\/li>\n\n\n\n<li>Der Beklagte wird verurteilt, den Wert des Anteils des Erblassers Kurt Gerhard V., geboren am 28. Oktober 1933, verstorben am 11. Januar 2017, an der im Eigentum der Erbengemeinschaft nach Gisela Rosemarie V. stehenden Immobilie, Grundst\u00fcck von B., Blatt 722, Flurst\u00fcck 77\/1, Hauptstra\u00dfe 71, B., Mehrfamilienhaus, durch Vorlage eines Wertgutachtens zu ermitteln. Der weitergehende Klagantrag zu 1 wird abgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Im \u00dcbrigen wird die Sache zur weiteren Verhandlung und Entscheidung, auch \u00fcber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Landgericht zur\u00fcckverwiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Streitwert wird auf bis zu 22.000 \u20ac festgesetzt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin als Pflichtteilsberechtigte nimmt den Beklagten als Erben \u2013 soweit f\u00fcr das Revisionsverfahren noch von Bedeutung \u2013 im Wege der Stufenklage auf Wertermittlung (Klagantrag zu 1) sowie auf Zahlung eines Betrages in nach erfolgter Wertermittlung noch zu bestimmender H\u00f6he (Klagantrag zu 2) in Anspruch. Der Beklagte ist der testamentarische Erbe des am 11. Januar 2017 verstorbenen Erblassers Kurt Gerhard V. , die Kl\u00e4gerin dessen einzige Tochter. Die am 5. Dezember 2014 verstorbene Gisela Rosemarie V. war Eigent\u00fcmerin des Hausgrundst\u00fccks Hauptstra\u00dfe 71 in B. . Sie wurde beerbt von dem Erblasser zu 1\/2 sowie drei weiteren Miterben zu je 1\/6. Der Beklagte und die weiteren Miterben ver\u00e4u\u00dferten das Grundst\u00fcck mit Kaufvertrag vom 14. November 2017 f\u00fcr 65.000 \u20ac. In einem Gutachten f\u00fcr eine \u2013 im Ergebnis erfolglos verlaufene \u2013 Teilungsversteigerung vom 7. M\u00e4rz 2016 wurde der Grundst\u00fcckswert mit 245.000 \u20ac ermittelt. In einer Bewertung seitens der Volksbank f\u00fcr den Beklagten vom 24. Juli 2017 wurde der Grundst\u00fcckswert mit 58.000 \u20ac bemessen. Ein weiteres im Auftrag der Kl\u00e4gerin erstattetes Gutachten vom 24. Juli 2018 gab den Wert des Grundst\u00fccks mit 120.000 \u20ac bis 175.000 \u20ac an. Der Beklagte zahlte an die Kl\u00e4gerin insgesamt 33.364,63 \u20ac auf den Pflichtteil . Die Kl\u00e4gerin ist der Auffassung, ihr stehe unabh\u00e4ngig von der Ver\u00e4u\u00dferung des Grundst\u00fccks ein Anspruch auf Ermittlung des Wertes zum Zeitpunkt des Erbfalles zu. Das Landgericht hat den Beklagten antragsgem\u00e4\u00df verurteilt, den Wert der im Miteigentum des Erblassers stehenden Immobilie durch Vorlage eines Wertgutachtens eines \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Sachverst\u00e4ndigen zu ermitteln. Ferner hat es den Beklagten verurteilt, nach erfolgter Wertermittlung an die Kl\u00e4gerin einen Betrag in noch zu bestimmender H\u00f6he nebst Zinsen in H\u00f6he von f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 16. August 2018 sowie vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten zu zahlen. Im Berufungsverfahren hat die Kl\u00e4gerin f\u00fcr den Fall, dass das Berufungsgericht den Wertermittlungsanspruch verneint, beantragt, den Beklagten zur Zahlung von 19.284,75 \u20ac nebst Zinsen zu verurteilen. Das Oberlandesgericht hat das landgerichtliche Urteil abge\u00e4ndert und den Beklagten unter Abweisung der Klage im \u00dcbrigen verurteilt, der Kl\u00e4gerin 270,25 \u20ac nebst Zinsen in H\u00f6he von f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem jeweiligen Basiszinssatz ab 16. August 2018 zu zahlen. Mit ihrer vom Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Kl\u00e4gerin ihr bisheriges Begehren mit Ausnahme der au\u00dfergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten weiter. Gr\u00fcnde Die Revision ist im Wesentlichen begr\u00fcndet. I. Das Berufungsgericht hat ausgef\u00fchrt, der Kl\u00e4gerin stehe gegen den Beklagten kein Anspruch auf Wertermittlung gem\u00e4\u00df \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 BGB zu. Es fehle an einem schutzw\u00fcrdigen Interesse an der Wertermittlung. Dies m\u00f6ge schon aus dem Verkauf der Immobilie folgen, der zeitnah zum Erbfall erfolgt sei. Hierauf komme es aber nicht einmal an. Es l\u00e4gen bereits drei Bewertungen vor. Diese k\u00e4men zwar zu h\u00f6chst unterschiedlichen Ergebnissen. An diesem Befund verm\u00f6ge aber eine vierte Bewertung nichts zu \u00e4ndern; sie w\u00fcrde die Unsicherheiten zum Verkaufswert der Immobilie nur steigern. Es sei nicht sicher, dass der Erwerber die Immobilie besichtigen lasse. Bei der Pflichtteilsberechnung sei daher lediglich auf den Kaufpreis von 65.000 \u20ac abzustellen, von dem wegen des Anteils des Erblassers 32.500 \u20ac in den Nachlass fielen. Ein h\u00f6herer Wert sei nicht anzusetzen. Zu ber\u00fccksichtigen sei dar\u00fcber hinaus, dass es um den Verkehrswert eines blo\u00dfen Eigentumsanteils gehe. Abzuziehen sei bei der Berechnung des Pflichtteils ein vom Beklagten dem Erblasser 2012 gew\u00e4hrtes Darlehen in H\u00f6he von 10.000 \u20ac. Die Kl\u00e4gerin habe die Richtigkeit dieses Vortrages nicht widerlegt. Der Pflichtteil belaufe sich daher auf 33.634,88 \u20ac, so dass sich abz\u00fcglich der erfolgten Zahlung ein Restanspruch der Kl\u00e4gerin von 270,25 \u20ac ergebe. II. Das h\u00e4lt rechtlicher Nachpr\u00fcfung im Wesentlichen nicht stand.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Revision ist zul\u00e4ssig, insbesondere gem\u00e4\u00df \u00a7 543 Abs. 1 Nr. 1 ZPO aufgrund der Zulassung durch das Berufungsgericht insgesamt statthaft. Eine Beschr\u00e4nkung der Revisionszulassung l\u00e4sst sich dem Berufungsurteil entgegen der Revisionserwiderung nicht entnehmen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit das Berufungsgericht in den Entscheidungsgr\u00fcnden ausgef\u00fchrt hat, es lasse die Revision f\u00fcr die Kl\u00e4gerin zu, weil die abgelehnte Einholung eines gerichtlichen Gutachtens der Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu IV ZR 150\/14 widersprechen k\u00f6nne, liegt darin lediglich eine Begr\u00fcndung f\u00fcr die Zulassung der Revision (vgl. Senatsurteile vom 31. M\u00e4rz 2021 \u2013 IV ZR 221\/19, VersR 2021, 696 Rn. 19; vom 26. September 2018 \u2013 IV ZR 304\/15, VersR 2018, 1367 [juris Rn. 16]; Senatsbeschluss vom 28. Oktober 2020 \u2013 IV ZR 53\/20, juris Rn. 10).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Kl\u00e4gerin steht gegen den Beklagten ein Anspruch auf Wertermittlung des Miterbenanteils des Erblassers an dem streitgegenst\u00e4ndlichen Grundst\u00fcck zu. Gem\u00e4\u00df \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB kann der Pflichtteilsberechtigte verlangen, dass der Wert der Nachlassgegenst\u00e4nde ermittelt wird.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anspruch dient nicht dazu, f\u00fcr den Pflichtteilsberechtigten und den Erben verbindlich den Wert des Nachlassgegenstandes im Zeitpunkt des Erbfalles gem\u00e4\u00df \u00a7 2311 BGB festzulegen, sondern soll dem Pflichtteilsberechtigten die Beurteilung des Risikos eines Rechtsstreits \u00fcber den Pflichtteil erleichtern (vgl. Senatsurteil vom 19. April 1989 \u2013 IVa ZR 85\/88, BGHZ 107, 200, 204 [juris Rn. 14]; OLG Frankfurt am Main ZEV 2011, 379 Rn. 5 m. Anm. Schneider). Der Pflichtteilsberechtigte hat jedenfalls dann ein schutzw\u00fcrdiges Interesse an einer derartigen Wertermittlung, wenn die vom Erben vorgelegten Unterlagen und Ausk\u00fcnfte nicht ausreichen, sich ein Bild \u00fcber den Wert des Nachlassgegenstandes zu machen (Senatsurteil vom 30. Oktober 1974 \u2013 IV ZR 41\/73, NJW 1975, 258 [juris Rn. 38]; Palandt\/Weidlich, BGB 80. Aufl. \u00a7 2314 Rn. 14). Ob \u2013 wie die Revision in Erw\u00e4gung zieht \u2013 ein derartiger nach dem Wortlaut von \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB einschr\u00e4nkungsloser Anspruch in Ausnahmef\u00e4llen nach Treu und Glauben gem\u00e4\u00df \u00a7 242 BGB oder wegen Versto\u00dfes gegen das Schikaneverbot gem\u00e4\u00df \u00a7 226 BGB ausscheidet, wenn bereits mehrere Sachverst\u00e4ndigengutachten zu dem Wert des Nachlassgegenstandes eingeholt wurden und zu demselben Ergebnis kamen, kann offenbleiben. Ein derartiger Fall liegt hier jedenfalls nicht vor. Die eingeholten Sachverst\u00e4ndigengutachten variieren in ihren Werten zwischen 58.000 \u20ac und 245.000 \u20ac. Die Ver\u00e4u\u00dferung des Grundst\u00fccks erfolgte f\u00fcr 65.000 \u20ac. Angesichts dieser stark differierenden Angaben kann der Kl\u00e4gerin ein schutzw\u00fcrdiges Interesse an der Geltendmachung des Wertermittlungsanspruchs nicht abgesprochen werden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Dem Anspruch des Pflichtteilsberechtigten auf Wertermittlung steht auch nicht der Umstand entgegen, dass der Nachlassgegenstand vom Erben \u2013 wie hier seitens des Beklagten hinsichtlich des Grundst\u00fccks geschehen \u2013 nach dem Erbfall ver\u00e4u\u00dfert wurde (OLG Frankfurt am Main ZEV 2011, 379 Rn. 5 m. Anm. Schneider; OLG D\u00fcsseldorf FamRZ 1995, 1236, 1238; Staudinger\/Herzog, BGB (2015) \u00a7 2314 Rn. 144; Palandt\/Weidlich, BGB 80. Aufl. \u00a7 2314 Rn. 14; BeckOGK\/Blum\/Heuser, BGB \u00a7 2314 Rn. 134.1 [Stand: 15.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Juni 2021]; im Ergebnis auch Blum in Schlitt\/M\u00fcller, Handbuch Pflichtteilsrecht 2. Aufl. \u00a7 2 Rn. 104 a.E.). Dies rechtfertigt sich daraus, dass dem Pflichtteilsberechtigten anderenfalls der Nachweis verwehrt bzw. zumindest erschwert w\u00fcrde, dass der Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s nicht dem tats\u00e4chlichen Verkehrswert entspricht. Gegen eine Versagung des Wertermittlungsanspruchs in F\u00e4llen der nachtr\u00e4glichen Ver\u00e4u\u00dferung eines Nachlassgegenstandes spricht ferner, dass ausweislich der Regelung in \u00a7 2314 Abs. 2 BGB die Kosten f\u00fcr die Auskunftserteilung und Wertermittlung nach Absatz 1 dem Nachlass zur Last fallen, w\u00e4hrend der Pflichtteilsberechtigte, der im Rahmen von \u00a7 2311 Abs. 1 Satz 1 BGB einen anderen Verkehrswert als den tats\u00e4chlichen Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s behauptet, insoweit darlegungs- und beweispflichtig ist und damit auch die entsprechenden f\u00fcr die Wertermittlung erforderlichen Kosten zu tragen hat. Nichts anderes ergibt sich im Streitfall, wenn man der vereinzelt im Schrifttum vertretenen Auffassung folgt, nach Ver\u00e4u\u00dferung eines Nachlassgegenstandes komme grunds\u00e4tzlich kein Wertermittlungsanspruch mehr in Betracht, es sei denn, es l\u00e4gen au\u00dfergew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde vor, zu denen konkrete Anhaltspunkte daf\u00fcr z\u00e4hlen sollen, dass der erzielte Verkaufserl\u00f6s nicht dem tats\u00e4chlichen Wert entspricht (so Fleischer, ErbR 2013, 242, 244). Derartige Umst\u00e4nde liegen hier \u2013 anders als das Berufungsgericht meint \u2013 angesichts der unterschiedlichen Wertangaben in den Gutachten und dem davon abweichenden erzielten Kaufpreis sowie der von der Kl\u00e4gerin ge\u00e4u\u00dferten Vermutung einer unter dem Verkehrswert erfolgten Ver\u00e4u\u00dferung des Grundst\u00fccks vor. Dem steht auch nicht die Rechtsprechung des Senats zur Wertbemessung gem\u00e4\u00df \u00a7 2311 Abs. 1 Satz 1 BGB entgegen. Hiernach werden bei der Berechnung des Pflichtteils der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalles zugrunde gelegt. Der Pflichtteilsberechtigte ist wirtschaftlich so zu stellen, als sei der Nachlass beim Tod des Erblassers in Geld umgesetzt worden. Abzustellen ist auf den so genannten gemeinen Wert, der dem Verkaufswert im Zeitpunkt des Erbfalles entspricht. Da derartige Sch\u00e4tzungen mit Unsicherheiten verbunden sind, entspricht es st\u00e4ndiger Rechtsprechung des Senats, dass sich die Bewertung von Nachlassgegenst\u00e4nden, die bald nach dem Erbfall ver\u00e4u\u00dfert worden sind, von au\u00dfergew\u00f6hnlichen Verh\u00e4ltnissen abgesehen, grunds\u00e4tzlich an dem tats\u00e4chlich erzielten Verkaufspreis orientieren muss (Senatsbeschl\u00fcsse vom 8. April 2015 \u2013 IV ZR 150\/14, ZEV 2015, 349 Rn. 4; vom 25. November 2010 \u2013 IV ZR 124\/09, ZEV 2011, 29 Rn. 5). Diese Rechtsprechung bezieht sich indessen nicht auf die erste Stufe der Pflichtteilsklage hinsichtlich Auskunft und Wertermittlung gem\u00e4\u00df \u00a7 2314 Abs. 1 BGB, sondern auf die konkrete Berechnung des Pflichtteilsanspruchs auf der dritten Stufe im Rahmen von \u00a7 2311 Abs. 1 Satz 1 BGB (so auch zutreffend OLG Frankfurt am Main ZEV 2011, 379 Rn. 5 m. Anm. Schneider). Der Wertermittlungsanspruch gem\u00e4\u00df \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 BGB dient dagegen \u2013 wie oben dargelegt \u2013 gerade nicht der verbindlichen Festlegung des Wertes des Nachlassgegenstandes im Rahmen von \u00a7 2311 BGB, sondern der vorl\u00e4ufigen Unterrichtung des Pflichtteilsberechtigten zur Berechnung seines Anspruchs und der Beurteilung des Risikos eines Rechtsstreits. Im \u00dcbrigen ist in der Senatsrechtsprechung auch im Rahmen von \u00a7 2311 Abs. 1 Satz 1 BGB anerkannt, dass eine Bindung an den tats\u00e4chlich erzielten Verkaufspreis dann nicht mehr in Betracht kommt, wenn der darlegungs- und beweispflichtige Pflichtteilsberechtigte Tatsachen vortr\u00e4gt und unter Beweis stellt, nach welchen der Verkaufserl\u00f6s nicht dem tats\u00e4chlichen Verkehrswert im Zeitpunkt des Erbfalles entspricht (Senatsbeschl\u00fcsse vom 8. April 2015 \u2013 IV ZR 150\/14, ZEV 2015, 349 Rn. 6; vom 25. November 2010 \u2013 IV ZR 124\/09, ZEV 2011, 29 Rn. 7). Derartige Umst\u00e4nde hat die Kl\u00e4gerin hier im Hinblick auf die vorgelegten Sachverst\u00e4ndigengutachten, die erheblich vom Ver\u00e4u\u00dferungserl\u00f6s abweichen, vorgetragen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Kl\u00e4gerin steht allerdings nicht der von ihr geltend gemachte und vom Landgericht tenorierte Anspruch auf Ermittlung des Wertes der Immobilie durch Vorlage eines Wertgutachtens eines \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Sachverst\u00e4ndigen zu. Die Qualifikation des Sachverst\u00e4ndigen ist in \u00a7 2314 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 BGB nicht geregelt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ma\u00dfgebend ist alleine, dass der Wert des Nachlassgegenstandes durch einen unparteiischen Sachverst\u00e4ndigen ermittelt wird, unabh\u00e4ngig davon, ob er \u00f6ffentlich bestellt und vereidigt ist oder nicht (vgl. Senatsurteil vom 30. Oktober 1974 \u2013 IV ZR 41\/73, NJW 1975, 258 [juris Rn. 38]; OLG K\u00f6ln FamRZ 2012, 483, 484 [juris Rn. 19]; OLG D\u00fcsseldorf FamRZ 1997, 58; M\u00fcnchKomm-BGB\/Lange, 8. Aufl. \u00a7 2314 Rn. 21). Ferner hat die Kl\u00e4gerin keinen Anspruch auf Ermittlung des Wertes des Grundst\u00fccks als solchem. Dieses stand im Eigentum einer Erbengemeinschaft, an der der Erblasser mit einem Anteil von 1\/2 beteiligt war. Nur dieser Anteil des Erblassers an der Erbengemeinschaft f\u00e4llt in den Anlass, so dass sich auch der Wertermittlungsanspruch nur hierauf erstrecken kann. Insoweit hat die Berufung des Beklagten Erfolg und war der weitergehende Klagantrag zu 1 abzuweisen. Entgegen der Auffassung der Revision besteht insoweit auch keine Veranlassung, der Kl\u00e4gerin nach Zur\u00fcckverweisung der Sache (dazu nachfolgend unter III.) Gelegenheit zu einer Anpassung ihres Antrags zu geben.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Nicht zu entscheiden ist, ob das Berufungsgericht rechtsfehlerfrei entschieden hat, dass bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs das vom Beklagten behauptete Darlehen an den Erblasser zu ber\u00fccksichtigen ist und der Kl\u00e4gerin lediglich ein restlicher Pflichtteil von 270,25 \u20ac zusteht.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin hat im Berufungsverfahren neben der Zur\u00fcckweisung der Berufung lediglich f\u00fcr den Fall, dass das Berufungsgericht anders als das Landgericht den Wertermittlungsanspruch verneinen sollte, beantragt, den Beklagten zur Zahlung von 19.284,75 \u20ac nebst Zinsen zu verurteilen. Lediglich in diesem Zusammenhang erfolgten die Ausf\u00fchrungen des Berufungsgerichts, welches einen Wertermittlungsanspruch verneint hatte, im Rahmen der Pflichtteilsberechnung. Darauf kommt es f\u00fcr das Revisionsverfahren nicht an, da die innerprozessuale Bedingung der Abweisung des Wertermittlungsanspruchs nicht eingetreten ist. III. Der Rechtsstreit ist in dem aus dem Tenor ersichtlichen Umfang unter Aufhebung des angefochtenen Berufungsurteils an das Landgericht zur\u00fcckzuverweisen (vgl. zu dieser M\u00f6glichkeit BGH, Urteil vom 24. September 1998 \u2013 IX ZR 371\/97, BGHZ 139, 325, 333; Z\u00f6ller\/He\u00dfler, ZPO 33. Aufl. \u00a7 563 Rn. 1). Dieses hat im Rahmen der Stufenklage zu Unrecht nicht nur dem Wertermittlungsanspruch stattgegeben, sondern den Beklagten bereits auf der zweiten Stufe zur Zahlung verurteilt. Eine derartige Verurteilung kommt indessen erst nach Einholung des Wertermittlungsgutachtens in Betracht. Da das Berufungsgericht aus diesem Grund bei richtiger Sachbehandlung das Urteil des Landgerichts insoweit h\u00e4tte aufheben und die Sache an das Landgericht zur\u00fcckverweisen m\u00fcssen, ist dies vom Senat nachzuholen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-panePOSTID_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Kann ich als Pflichtteilsberechtigter nach einem Verkauf noch ein Gutachten verlangen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Der Verkauf eines Nachlassgegenstandes durch den Erben schlie\u00dft den Wertermittlungsanspruch nicht automatisch aus. Bestehen Zweifel, ob der Verkaufspreis dem tats\u00e4chlichen Wert entspricht, kann weiterhin ein Gutachten verlangt werden.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-panePOSTID_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum reicht der erzielte Verkaufspreis nicht immer aus?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verkaufspreis kann ein wichtiger Anhaltspunkt sein, muss aber nicht zwingend dem Verkehrswert entsprechen. Wenn Gutachten und Kaufpreis stark voneinander abweichen, darf der Pflichtteilsberechtigte pr\u00fcfen lassen, ob der Nachlasswert h\u00f6her war. Genau daf\u00fcr dient der Wertermittlungsanspruch.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-panePOSTID_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Muss das Gutachten von einem \u00f6ffentlich bestellten Sachverst\u00e4ndigen stammen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Der Bundesgerichtshof stellte klar, dass \u00a7 2314 BGB keine \u00f6ffentliche Bestellung und Vereidigung des Sachverst\u00e4ndigen verlangt. Entscheidend ist, dass der Wert durch einen unparteiischen Sachverst\u00e4ndigen ermittelt wird.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-panePOSTID_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was bringt die Wertermittlung dem Pflichtteilsberechtigten?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wertermittlung legt den Pflichtteil noch nicht endg\u00fcltig fest. Sie hilft aber dabei, den m\u00f6glichen Anspruch besser einzusch\u00e4tzen und das Risiko eines Rechtsstreits zu bewerten. Ohne belastbare Bewertung w\u00e4re der Pflichtteilsberechtigte h\u00e4ufig auf Angaben des Erben angewiesen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-panePOSTID_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Auf welchen Gegenstand bezog sich der Wertermittlungsanspruch hier genau?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Anspruch bezog sich nicht auf das Grundst\u00fcck als Ganzes. Zum Nachlass geh\u00f6rte nur der Anteil des Erblassers an der Erbengemeinschaft, die Eigent\u00fcmerin der Immobilie war. Deshalb musste auch nur dieser Anteil bewertet werden.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image221_f6a9c3-57 .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-bottom:5px solid var(--theme-palette-color-8, 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