{"id":27554,"date":"2026-07-14T07:25:08","date_gmt":"2026-07-14T07:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27554"},"modified":"2026-07-07T07:28:37","modified_gmt":"2026-07-07T07:28:37","slug":"beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26-09-2024-aktenzeichen-14-w-95-23-wx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27554","title":{"rendered":"Beschluss des OLG Karlsruhe vom 26.09.2024 \u2013 Aktenzeichen 14 W 95\/23 (Wx)"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-olg-karlsruhe-beschluss-vom-26-09-2024-az-14-w-95-23-wx-unklare-todesreihenfolge-verhindert-ehegattenerbrecht\" class=\"wp-block-heading\">OLG Karlsruhe \u2013 Beschluss vom 26.09.2024 \u2013 Az. 14 W 95\/23 (Wx): Unklare Todesreihenfolge verhindert Ehegattenerbrecht<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image27554_5d2d4c-af size-full advgb-dyn-d32335b4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26.09.2024---aktenzeichen-14-w-95-23-wx.jpg-1440px.jpg\" alt=\"Beschluss des OLG Karlsruhe vom 26.09.2024 \u2013 Aktenzeichen 14 W 95-23 (Wx)\" width=\"1440\" height=\"810\" class=\"kb-img wp-image-27557 \" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26.09.2024---aktenzeichen-14-w-95-23-wx.jpg-1440px.jpg 1440w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26.09.2024---aktenzeichen-14-w-95-23-wx.jpg-1440px-300x169.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26.09.2024---aktenzeichen-14-w-95-23-wx.jpg-1440px-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/beschluss-des-olg-karlsruhe-vom-26.09.2024---aktenzeichen-14-w-95-23-wx.jpg-1440px-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann bei kurz nacheinander verstorbenen Ehegatten nicht sicher bewiesen werden, wer wen \u00fcberlebt hat, gilt nach \u00a7 11 VerschG die Vermutung des gleichzeitigen Todes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das OLG Karlsruhe stellt klar, dass f\u00fcr den erbrechtlichen Nachweis des \u00dcberlebens strenge Anforderungen gelten. Reichen rechtsmedizinische Gutachten und sonstige Indizien nicht f\u00fcr eine sichere Feststellung der Todesreihenfolge aus, kann der \u00fcberlebende Ehegatte nicht als Erbe behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser und seine Ehefrau hatten sich in einem notariellen gemeinschaftlichen Testament gegenseitig zu alleinigen und unbeschr\u00e4nkten Vollerben eingesetzt. Beide verstarben innerhalb weniger Tage; die Ehefrau wurde am 09.01.2023 erh\u00e4ngt in einem Schuppen aufgefunden, der Erblasser kurz danach tot im Schlafzimmer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Streitig war, ob der Erblasser vor seiner Ehefrau verstorben war und deshalb von ihr beerbt wurde. Das Nachlassgericht Offenburg hatte dies angenommen und den Erbscheinsantrag der Geschwister und weiteren Verwandten des Erblassers zur\u00fcckgewiesen. Gegen diese Entscheidung legten mehrere Beteiligte Beschwerde ein; das OLG Karlsruhe holte ein rechtsmedizinisches Gutachten ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-beschlussgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Beschlussgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das OLG Karlsruhe kam zu dem Ergebnis, dass nicht mit der erforderlichen Sicherheit festgestellt werden konnte, dass der Erblasser vor seiner Ehefrau verstorben war. Zwar sprachen einzelne Umst\u00e4nde f\u00fcr eine l\u00e4ngere Leichenliegezeit des Erblassers, die rechtsmedizinischen Feststellungen lie\u00dfen aber nicht ausschlie\u00dfen, dass er zum Zeitpunkt des Todes seiner Ehefrau noch lebte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtlich entscheidend waren \u00a7 1923 BGB und \u00a7 11 VerschG. Da nur erben kann, wer den Erblasser \u00fcberlebt, musste das \u00dcberleben der Ehefrau sicher festgestellt werden; blo\u00dfe Wahrscheinlichkeit gen\u00fcgte nicht. Weil dieser Nachweis nicht gelang, wurde vermutet, dass beide gleichzeitig verstorben sind, sodass die Ehefrau den Erblasser nicht beerben konnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-beschluss-olg-karlsruhe-beschluss-vom-26-09-2024-az-14-w-95-23-wx\" class=\"wp-block-heading\">Beschluss: OLG Karlsruhe \u2013 Beschluss vom 26.09.2024 \u2013 Az.: 14 W 95\/23 (Wx)<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Auf die Beschwerden der Beteiligten Ziffer 4, Ziffer 5, Ziffer 7, Ziffer 8 und Ziffer 9 wird der Beschluss des Amtsgerichts \u2013 Nachlassgericht \u2013 Offenburg vom 27.09.2023, Az. 906 VI 85\/23, aufgehoben.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zur Erteilung des Erbscheins gem\u00e4\u00df Antrag vom 06.04.2023 erforderlichen Tatsachen werden f\u00fcr festgestellt erachtet, wonach der am 16.10.1937 geborene und zwischen dem 30.12.2022 und dem 09.01.2023 verstorbene E wie folgt beerbt wurde:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u2026\u2026\u2026..<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Antrag des Beteiligten Ziffer 1 vom 30.10.2023 wird zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens tr\u00e4gt der Beteiligte Ziffer 1; au\u00dfergerichtliche Kosten der Beteiligten werden nicht erstattet.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zwischen dem 30.12.2022 und dem 09.01.2023 verstorbene Erblasser war mit M E verheiratet, die ihrerseits zwischen dem 07.01.2023 und dem 09.01.2023 verstorben ist. Die Ehe blieb kinderlos, beide Erblasser verstarben ohne leibliche oder angenommene Abk\u00f6mmlinge. Die Eltern des Erblassers sind vorverstorben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 09.01.2023 gegen 15:00 Uhr bemerkte der Zeuge R beim Vorbeigehen an dem Anwesen der Eheleute E, \u2026, \u2026, dass sich in dem von der Stra\u00dfe aus (teilweise) einsehbaren Schuppen mutma\u00dflich eine erh\u00e4ngte Person befindet. Er alarmierte den Zeugen K, der mit ihm zu dem Anwesen ging. Es wurde festgestellt, dass sich M E erh\u00e4ngt in dem Schuppen befand. Daraufhin bet\u00e4tigte der Zeuge K den Notruf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem der Tod der M E am 09.01.2023 gegen 15:35 Uhr von dem Notarzt Dr. P festgestellt worden war, wurde der Erblasser unmittelbar darauf tot im Schlafzimmer aufgefunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 09.01.2023 gegen 16:30 Uhr traf die Kriminalpolizei auf dem Anwesen ein und es wurden Feststellungen hinsichtlich des Zustands des Leichnams des Erblassers getroffen, der in R\u00fcckenlage im Ehebett, mit zwei Bettdecken zugedeckt und bekleidet mit einem wei\u00dfen T-Shirt, einer schwarzen Unterhose sowie grauen Socken, aufgefunden wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kriminaltechniker stellten starke f\u00e4ulnisbedingte Ver\u00e4nderungen an dem Leichnam fest, wobei wegen der Einzelheiten auf die \u201eLeichenmeldung 02 \u2013 Objektiver Tatbefund\u201c (bez\u00fcglich E) Bezug genommen wird (Ermittlungsakte StA Offenburg 303 UJs \u2026, AS 52 ff.). Die Zimmert\u00fcre des Schlafzimmers sei ge\u00f6ffnet gewesen, die Fenster gekippt und\/oder geschlossen (Ermittlungsakte StA Offenburg 303 UJs \u2026, AS 53). Feststellungen zu den Temperaturen in dem Schlafzimmer sind nicht getroffen worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kriminalpolizei stellte am 09.01.2023 eine Au\u00dfentemperatur von ca. 6,6\u00b0 C fest, die Innentemperatur des Schopfes betrug um 17:30 Uhr ca. 8,0\u00b0 C. Die K\u00f6rpertemperatur von M E betrug um 17:50 Uhr ca. 12,2\u00b0 C. Der Leichnam wies eine \u00fcberwiegend ausgepr\u00e4gte Leichenstarre, aber keine F\u00e4ulniserscheinungen auf; weggedr\u00fcckte Leichenflecken bildeten sich nicht zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die \u201eLeichenmeldung 02 \u2013 Objektiver Tatbefund\u201c (bez\u00fcglich M E, Ermittlungsakte StA Offenburg 303 UJs \u2026, AS 87 ff.) Bezug genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zeuge R hatte M E am 07.01.2023 gegen 14:00 Uhr lebend gesehen. Er habe mit ihr zuletzt am 02.\/03.01.2023 gesprochen, wobei sie ihm berichtet habe, ihr Mann sei seit ein bis zwei Wochen bettl\u00e4gerig krank und habe stark abgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser war am 30.12.2022 in einen Parkplatzunfall verwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser und seine Ehefrau hatten sich gegenseitig, also der Erstversterbende den \u00dcberlebenden, mit notariell beurkundetem, gemeinschaftlichem Testament vom 02.05.2007 (Notariat 1 A, 1 UR \u2026) zu alleinigen und unbeschr\u00e4nkten Vollerben eingesetzt. Weitere Verf\u00fcgungen sind in dem gemeinschaftlichen Testament nicht getroffen worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beschluss des Amtsgerichts Offenburg vom 24.01.2023 ist f\u00fcr die unbekannten Erben des Erblassers Nachlasspflegschaft angeordnet und E zum Nachlasspfleger bestellt worden. Der Wirkungskreis umfasste die Sicherung und Verwaltung des Nachlasses sowie die Ermittlung der Erben. Mit weiterem Beschluss vom 06.04.2023 ist die Nachlasspflegschaft aufgehoben worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beteiligten Ziffer 4 und Ziffer 5 sind die Geschwister des Erblassers, die Beteiligten Ziffer 6 und Ziffer 7 sind die Abk\u00f6mmlinge und (gesetzlichen) Erben des am 10.10.2004 vorverstorbenen Bruders des Erblassers, E E. Die Beteiligten Ziffer 8 und Ziffer 9 sind die Abk\u00f6mmlinge und (gesetzlichen) Erben der am 31.01.2021 vorverstorbenen Schwester des Erblassers, G geb. E. Weitere Erben des Erblassers der zweiten Ordnung sind nicht vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beteiligte Ziffer 1 ist der Bruder der M E, die Beteiligte Ziffer 2 deren Nichte und der Beteiligte Ziffer 3 deren Neffe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 06.04.2023 beantragte die Beteiligte Ziffer 9 die Erteilung eines Erbscheins, wonach der Erblasser qua gesetzlicher Erbfolge von den Beteiligten Ziffer 4 und Ziffer 5 zu je 1\/4 und von den Beteiligten Ziffer 6, Ziffer 7, Ziffer 8 und Ziffer 9 zu je 1\/8 beerbt worden sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beteiligte Ziffer 1 ist der Erteilung des beantragten Erbscheins entgegen getreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beschluss vom 27.09.2023 hat das Amtsgericht \u2013 Nachlassgericht \u2013 Offenburg nach Vernehmung der Zeugen Dr. S und Dr. P den Antrag vom 06.04.2023 im Wesentlichen mit der Begr\u00fcndung zur\u00fcckgewiesen, dass der Erblasser vor M E verstorben und von dieser beerbt worden sei. Wegen der Einzelheiten wird auf den genannten Beschluss Bezug genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hiergegen richten sich die Beschwerden des Beteiligten Ziffer 4 vom 04.10.2023 und der Beteiligten Ziffer 9 vom 05.10.2023, die jeweils am selben Tag beim Amtsgericht eingegangen sind, der Beteiligten Ziffer 7 vom 07.10.2023, beim Amtsgericht eingegangen am 09.10.2023, des Beteiligten Ziffer 8 vom 08.10.2023, beim Amtsgericht eingegangen am 09.10.2023 und der Beteiligten Ziffer 5 vom 05.10.2023, beim Amtsgericht eingegangen am 17.10.2023.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Begr\u00fcndung wird in den Beschwerden im Wesentlichen vorgetragen, es sei unklar, ob der Erblasser vor seiner Ehefrau verstorben sei, zumindest seien weitere Ermittlungen veranlasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter dem 30.10.2023 beantragte der Beteiligte Ziffer 1 die Erteilung eines Erbscheins, wonach der Erblasser von seiner Ehefrau M E beerbt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beschluss vom 23.11.2023 hat das Amtsgericht \u2013 Nachlassgericht \u2013 den Beschwerden nicht abgeholfen und die Sache dem Senat zur Entscheidung vorgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beschluss vom 04.12.2023 hat der Senat die Einholung eines Sachverst\u00e4ndigengutachtens zu der Frage, ob der Erblasser vor seiner Ehefrau M E verstorben ist, angeordnet, wobei wegen der Ausf\u00fchrungen der Sachverst\u00e4ndigen auf das schriftliche Gutachten vom 11.03.2024 nebst Erg\u00e4nzung vom 29.07.2024 Bezug genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen des weiteren Sachstandes wird erg\u00e4nzend auf den Akteninhalt Bezug genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">II.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zul\u00e4ssigen, insbesondere form- und fristgerecht eingegangenen Beschwerden der Beteiligten Ziffer 4, Ziffer 5, Ziffer 7, Ziffer 8 und Ziffer 9 sind begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 1925 Abs. 3 Satz 1, 1924 Abs. 3 BGB gem\u00e4\u00df dem Antrag der Beteiligten Ziffer 9 vom 06.04.2023 von den Beteiligten Ziffer 4 und Ziffer 5 zu je 1\/4 und von den Beteiligten Ziffer 6, Ziffer 7, Ziffer 8 und Ziffer 9 zu je 1\/8 beerbt worden, denn nach dem Ergebnis der durchgef\u00fchrten Beweisaufnahme kann nicht mit der notwendigen Sicherheit festgestellt werden, dass der Erblasser von seiner Ehefrau \u00fcberlebt worden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit wird gem\u00e4\u00df \u00a7 11 VerschG vermutet, dass beide gleichzeitig verstorben sind, so dass M E nicht Erbin des Erblassers geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Nach \u00a7 1923 Abs. 1 BGB kann Erbe nur werden, wer zur Zeit des Erbfalls lebt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kann nicht bewiesen werden, dass von mehreren gestorbenen oder f\u00fcr tot erkl\u00e4rten Menschen der eine den anderen \u00fcberlebt hat, so wird vermutet, dass sie gleichzeitig gestorben sind, \u00a7 11 VerschG. Soweit die Vermutung des \u00a7 11 VerschG eingreift, kann keine der beteiligten Personen die andere beerben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a7 11 VerschG ist sowohl anzuwenden, wenn der Todeszeitpunkt mehrerer Personen nicht bewiesen werden kann, als auch dann, wenn die genaue Todeszeit zwar bei einer Person feststeht, aber bei einem anderen Beteiligten nicht aufgekl\u00e4rt werden kann. Erforderlich ist nur, dass die genaue Reihenfolge mehrerer Todesf\u00e4lle nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann (M\u00fcKoBGB\/Leipold, 9. Aufl. 2022, \u00a7 1923 Rn. 12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An den Beweis des \u00dcberlebens im Rahmen des \u00a7 1923 BGB sind nach allgemeiner Auffassung strenge Anforderungen zu stellen (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 12.06.1995 \u2013 15 W 120\/95, Rn. 25, juris mwN).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Erbscheinsverfahren gilt nach \u00a7 26 FamFG der Grundsatz der Amtsermittlung. Kann im Wege der Amtsermittlung nicht mit der erforderlichen Sicherheit gekl\u00e4rt werden, dass der Erblasser von seiner Ehefrau \u00fcberlebt worden ist, greift die Vermutung des \u00a7 11 VerschG (vgl. OLG Bamberg, Beschluss vom 28.12.2022 \u2013 7 W 39\/22, Rn. 18, juris). Das Gericht entscheidet gem\u00e4\u00df \u00a7 37 Abs. 1 FamFG nach seiner freien, aus dem gesamten Inhalt des Verfahrens gewonnenen \u00dcberzeugung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch unter der Geltung des Amtsermittlungsgrundsatzes ist f\u00fcr die \u00dcberzeugung des Gerichts ein f\u00fcr das praktische Leben brauchbarer Grad an Gewissheit ausreichend, der Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie v\u00f6llig auszuschlie\u00dfen (vgl. nur BeckOK FamFG\/Perleberg-K\u00f6lbel, 49. Ed. 01.02.2024, \u00a7 37 Rn. 10).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Gemessen an diesen Grunds\u00e4tzen steht nach dem Ergebnis der durch den Senat durchgef\u00fchrten Beweisaufnahme nicht mit der gem\u00e4\u00df \u00a7 37 Abs. 1 FamFG erforderlichen Sicherheit fest, dass der Erblasser vor seiner Ehefrau verstorben ist. Es verbleiben Restzweifel, die nicht ausger\u00e4umt werden k\u00f6nnen. Es ist m\u00f6glich, dass der Erblasser noch gelebt hat, als sich seine Ehefrau umgebracht hat.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) M E ist letztmals lebend von dem Zeugen R am 07.01.2023 gegen 14:00 Uhr gesehen worden. Aufgrund des Zustandes ihrer Leiche zum Zeitpunkt ihres Auffindens am 09.01.2023 gegen 15:30 Uhr ist ausweislich des vom Senat eingeholten rechtsmedizinischen Gutachtens nicht sicher feststellbar, wann genau zwischen den beiden Zeitpunkten der Tod eingetreten ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit in dem Sachverst\u00e4ndigengutachten vom 11.03.2024 die Rede davon ist, die Wegdr\u00fcckbarkeit der Leichenflecken spreche f\u00fcr einen Tod maximal 20 Stunden davor, die weitgehend abgeschlossene Ausk\u00fchlphase dagegen f\u00fcr einen (statistisch nicht validen) Todeszeitpunkt ca.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">35 Stunden vorher, lassen sich hieraus keine zwingenden R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen, denn in dem schriftlichen Sachverst\u00e4ndigengutachten findet sich ausdr\u00fccklich der Hinweis, dass in der Obduktionst\u00e4tigkeit am Institut der Sachverst\u00e4ndigen gr\u00f6\u00dfere Abweichungen zu den in der Literatur genannten Zeitangaben beobachtet worden seien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist ein Versterben der M E unmittelbar nach dem 07.01.2023 gegen 14:00 Uhr m\u00f6glich, auszugehen ist von einer (maximalen) Zeitspanne von 49 Stunden und 30 Minuten zwischen dem Versterben der M E und der Todesfeststellung. b) Da der Erblasser gegen 16:30 Uhr \u2013 mithin ca. eine Stunde sp\u00e4ter \u2013 gefunden worden ist, liegt zwischen dem fr\u00fchestm\u00f6glichen Tod der M E und dem Auffinden der Leiche des Erblassers eine Zeitspanne von (ca.) 50 Stunden und 30 Minuten, innerhalb derer die Verwesungserscheinungen aufgetreten sein m\u00fcssten, wenn von einem (nicht ausgeschlossenen) \u00fcberlappenden Zeitraum f\u00fcr beide Tode auszugehen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Ausweislich des schriftlichen Sachverst\u00e4ndigengutachtens vom 11.03.2024 ist es nach den \u00fcberzeugenden Ausf\u00fchrungen der Sachverst\u00e4ndigen aus rechtsmedizinischer Sicht nicht m\u00f6glich, einen exakten Todeszeitpunkt des Erblassers mit der erforderlichen Sicherheit und Gewissheit festzustellen. Es sei aus rechtsmedizinischer Sicht zu betonen, dass zahlreiche Unw\u00e4gbarkeiten der F\u00e4ulnis- und Verwesungsvorg\u00e4nge zu erheblichen Beschleunigungen oder Verz\u00f6gerungen f\u00fchren k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem Hintergrund des berichteten Gesundheitszustands des Erblassers vor dem Ableben (mit fraglichem Infekt) k\u00f6nne beispielsweise eine Blutstrominfektion (Sepsis) das Einsetzen der F\u00e4ulnis beschleunigen. Zum gr\u00f6\u00dften Einflussfaktor Temperatur seien zudem den \u00fcbersandten Unterlagen bez\u00fcglich des Auffindens des Erblassers keine Informationen zu entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter hat die Sachverst\u00e4ndige in dem Erg\u00e4nzungsgutachten vom 29.07.2024 ausgef\u00fchrt, die schematische zeitliche Zuordnung einzelner F\u00e4ulniszeichen aus der wissenschaftlichen Literatur sei auf den Einzelfall grunds\u00e4tzlich nur eingeschr\u00e4nkt anwendbar, da die jeweiligen Umgebungsbedingungen oft gerade nicht jenen entspr\u00e4chen, auf welchen die zugrundeliegenden Beobachtungen basierten. Auch im vorliegenden Fall gebe es relevante Abweichungen von den Referenzbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihre Auswirkungen auf den F\u00e4ulnisprozess seien schwer absch\u00e4tzbar. Die konkreten Gegebenheiten mit Lage im Innenraum, Zugedeckt-Sein mit zwei Bettdecken und leichter Bekleidung wirkten sich im Verh\u00e4ltnis beschleunigend aus; ein etwaiger Infekt des Erblassers im Vorfeld potentiell ebenso.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Temperaturen von durchschnittlich unter 20\u00b0 C h\u00e4tten einen verlangsamenden Effekt gehabt, wobei die von den Beteiligten geschilderten Heizverh\u00e4ltnisse aus rechtsmedizinischer Sicht keine sicheren R\u00fcckschl\u00fcsse auf die genauen Temperaturverh\u00e4ltnisse zulie\u00dfen. Ferner fehlten f\u00fcr eine genaue Einsch\u00e4tzung der Temperaturauswirkungen auf den gegenst\u00e4ndlichen Fall die n\u00f6tigen wissenschaftlichen Daten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammengefasst k\u00f6nnten die durch die Kriminaltechnik dokumentierten K\u00f6rperver\u00e4nderungen bei dem Erblasser nicht ausschlie\u00dfbar innerhalb von 50 Stunden und 30 Minuten entstanden sein. Unwahrscheinlich erscheine ein solches Szenario, wenn die durchschnittliche Raumtemperatur deutlich unter 20\u00b0 C gelegen habe. In der Gesamtschau erscheine eine Leichenliegezeit des Erblassers \u00fcber 50 Stunden und 30 Minuten am wahrscheinlichsten. d) Retrospektiv lassen sich die genauen Temperaturverh\u00e4ltnisse in dem Schlafzimmer des Erblassers nicht mehr mit der notwendigen Genauigkeit kl\u00e4ren, weitere Ermittlungen sind nicht veranlasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Damit verbleiben unter Anlegung der oben dargestellten strengen Anforderungen an den Nachweis eines \u00dcberlebens der Ehefrau des Erblassers Restzweifel, die nicht \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen. Es ist durchaus m\u00f6glich und nicht mit der notwendigen Sicherheit ausgeschlossen, dass der Erblasser zum (fr\u00fchest m\u00f6glichen) Zeitpunkt der Selbstt\u00f6tung seiner Ehefrau noch gelebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Senat verkennt nicht, dass der gesamte Ablauf eher daf\u00fcr spricht, dass sich die Ehefrau des Erblassers als Reaktion auf dessen Tod aus Trauer und\/oder Einsamkeit selbst get\u00f6tet hat. Zwingend ist dieser Schluss indes nicht. Es erscheint beispielsweise auch m\u00f6glich, dass der schwer kranke Erblasser (etwa im Zuge des Sterbeprozesses) das Bewusstsein verloren hat und von seiner Ehefrau irrt\u00fcmlich bereits f\u00fcr tot gehalten worden ist, obwohl er es noch nicht war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kl\u00e4ren l\u00e4sst sich dies nicht mehr, die blo\u00dfe (h\u00f6here) Wahrscheinlichkeit eines Vorversterbens des Erblassers ist wie dargelegt zum Nachweis des \u00dcberlebens der Ehefrau nicht ausreichend.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Da der Erblasser nach all dem nicht von seiner Ehefrau beerbt worden ist, da beide gem\u00e4\u00df der Vermutung des \u00a7 11 VerschG gleichzeitig verstorben sind, ist der Erblasser nach \u00a7\u00a7 1925 Abs. 2, 1924 Abs. 3 BGB von seinem Bruder, dem Beteiligten Ziffer 4, und seiner Schwester, der beteiligten Ziffer 5, je zu 1\/4 sowie von den Beteiligten Ziffer 6 bis Ziffer 9 als jeweilige Rechtsnachfolger der vorverstorbenen weiteren Geschwister des Erblassers zu je 1\/8 beerbt worden, was antragsgem\u00e4\u00df festzustellen ist.<\/li>\n\n\n\n<li>Aus der Begr\u00fcndetheit des Antrags vom 06.04.2023 folgt die Unbegr\u00fcndetheit des Antrags vom 30.10.2023.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">III.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung \u00fcber die Kosten beruht auf \u00a7 81 Abs. 1 Satz 1 FamFG.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gr\u00fcnde, die Rechtsbeschwerde zuzulassen, sind nicht ersichtlich.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-id27554_533704-0f kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane27554_e9bcdc-6c\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was passiert, wenn Ehegatten kurz nacheinander sterben?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann kommt es erbrechtlich darauf an, ob sicher festgestellt werden kann, wer wen \u00fcberlebt hat. Nur wer beim Tod des anderen noch lebt, kann dessen Erbe werden. Bleibt die Reihenfolge ungekl\u00e4rt, greift die Vermutung des gleichzeitigen Todes nach \u00a7 11 VerschG.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane27554_009069-08\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Reicht eine hohe Wahrscheinlichkeit f\u00fcr die Todesreihenfolge aus?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Das OLG Karlsruhe betont, dass an den Nachweis des \u00dcberlebens strenge Anforderungen zu stellen sind. Eine blo\u00df h\u00f6here Wahrscheinlichkeit gen\u00fcgt nicht, wenn noch ernsthafte Restzweifel bleiben.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-pane27554_be9aa0-25\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum wurde die Ehefrau nicht Erbin des Erblassers?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es konnte nicht sicher festgestellt werden, dass die Ehefrau den Erblasser \u00fcberlebt hatte. Deshalb wurde nach \u00a7 11 VerschG vermutet, dass beide gleichzeitig verstorben sind. In diesem Fall kann keiner der Verstorbenen den anderen beerben.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-pane27554_dfb678-09\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Welche Rolle spielte das rechtsmedizinische Gutachten?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gutachten sollte kl\u00e4ren, ob der Erblasser vor seiner Ehefrau verstorben war. Die Sachverst\u00e4ndige konnte einen fr\u00fcheren Tod zwar als wahrscheinlicher ansehen, aber nicht sicher belegen. Gerade diese verbleibende Unsicherheit war f\u00fcr die Entscheidung ausschlaggebend.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-pane27554_0780e9-8c\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Welche Erben kamen dadurch zum Zuge?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Ehefrau den Erblasser nicht beerben konnte, richtete sich die Erbfolge nach den gesetzlichen Regeln. Erben wurden die Geschwister des Erblassers und die Abk\u00f6mmlinge bereits vorverstorbener Geschwister. Das zeigt, wie wichtig klare testamentarische Ersatzregelungen f\u00fcr solche F\u00e4lle sind.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image27554_5d2d4c-af .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-id27554_533704-0f .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-id27554_533704-0f .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-id27554_533704-0f > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid var(--theme-palette-color-8, 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