{"id":27791,"date":"2026-07-17T08:25:56","date_gmt":"2026-07-17T08:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27791"},"modified":"2026-07-08T08:29:32","modified_gmt":"2026-07-08T08:29:32","slug":"oberlandesgericht-schleswig-holstein-3x-w-65-24-17-03-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27791","title":{"rendered":"Oberlandesgericht Schleswig-Holstein &#8211; 3x W 65-24 &#8211; 17-03-2025"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-olg-schleswig-holstein-beschluss-vom-17-03-2025-az-3x-w-65-24-hospiz-kann-gewohnlichen-aufenthalt-begrunden\" class=\"wp-block-heading\">OLG Schleswig-Holstein \u2013 Beschluss vom 17.03.2025 \u2013 Az. 3x W 65\/24: Hospiz kann gew\u00f6hnlichen Aufenthalt begr\u00fcnden<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image341_b2e7c9-65 size-full advgb-dyn-a1c67ff5\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-schleswig-17-03-2025-az-3x-w-65-24-1440px.jpg\" alt=\"OLG Schleswig - Beschluss vom: 17-03-2025 - Az.: 3x W 65-24\" width=\"1440\" height=\"810\" class=\"kb-img wp-image-27790 \" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-schleswig-17-03-2025-az-3x-w-65-24-1440px.jpg 1440w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-schleswig-17-03-2025-az-3x-w-65-24-1440px-300x169.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-schleswig-17-03-2025-az-3x-w-65-24-1440px-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-schleswig-17-03-2025-az-3x-w-65-24-1440px-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufenthalt in einem Hospiz kann f\u00fcr die Zust\u00e4ndigkeit des Nachlassgerichts ma\u00dfgeblich sein, wenn dort der letzte soziale Lebensmittelpunkt des Erblassers lag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das OLG Schleswig-Holstein stellt klar, dass ein Hospizaufenthalt nicht automatisch einen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt begr\u00fcndet. Entscheidend ist eine Gesamtbetrachtung aller Umst\u00e4nde, insbesondere ob der Erblasser bewusst an diesen Ort gewechselt ist, weil dort seine wichtigsten sozialen Bindungen bestanden.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser wohnte seit 2012 in Y. und wurde nach schwerer Erkrankung zun\u00e4chst dort in Krankenh\u00e4usern behandelt. Am 20.04.2022 wurde er auf eigenen Wunsch in ein Hospiz nach X. verlegt, wo seine Eltern lebten und ihn psychosozial begleiten sollten; dort verstarb er am 22.06.2022.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In X. hatte der Erblasser zuvor ein notarielles Testament errichtet, in dem er mehrere Personen zu gleichen Teilen als Erben einsetzte. Der Erbscheinsantrag wurde zun\u00e4chst beim Nachlassgericht Y. eingereicht und anschlie\u00dfend an das Nachlassgericht X. abgegeben. Der Beteiligte zu 6 bestritt die \u00f6rtliche Zust\u00e4ndigkeit des Nachlassgerichts X. und legte gegen dessen Feststellungsbeschluss Beschwerde ein.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-beschlussgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Beschlussgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das OLG Schleswig-Holstein best\u00e4tigte die Zust\u00e4ndigkeit des Nachlassgerichts X. Ma\u00dfgeblich sei nach \u00a7 343 Abs. 1 FamFG der gew\u00f6hnliche Aufenthalt des Erblassers im Zeitpunkt seines Todes; dieser sei anhand einer Gesamtbewertung der Lebensumst\u00e4nde und der sozialen Bindungen zu bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Senat betonte, dass der blo\u00dfe Wechsel in ein Hospiz grunds\u00e4tzlich nicht gen\u00fcgt, um dort den gew\u00f6hnlichen Aufenthalt zu begr\u00fcnden. Im konkreten Fall kamen aber besondere Umst\u00e4nde hinzu: Der Erblasser wollte gerade nach X., weil dort seine Eltern lebten und die erforderliche psychosoziale Betreuung \u00fcbernehmen konnten; die nicht aufgel\u00f6ste Wohnung in Y. stand dem nicht entgegen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-beschluss-olg-schleswig-holstein-beschluss-vom-17-03-2025-az-3x-w-65-24\" class=\"wp-block-heading\">Beschluss: OLG Schleswig-Holstein \u2013 Beschluss vom 17.03.2025 \u2013 Az.: 3x W 65\/24<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Beschwerde des Beteiligten zu 6 vom 30.09.2024 gegen den Beschluss des Amtsgerichts \u2013 Nachlassgericht \u2013 X. vom 13.08.2024 wird zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Beteiligte zu 6 hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Gesch\u00e4ftswert f\u00fcr das Beschwerdeverfahren betr\u00e4gt 100.000,00 \u20ac.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I. Die Beteiligten streiten sich darum, ob das Nachlassgericht des Amtsgerichts X. f\u00fcr die Erteilung eines Erbscheins nach \u00a7 343 FamFG zust\u00e4ndig ist, nachdem der zuletzt in Y. wohnhaft gewesene Erblasser in einem Hospiz in X. verstorben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser wohnte seit 2012 in Y. Die Wohnung wurde in Y. erst nach dem Tod des Erblassers aufgel\u00f6st. Der Erblasser war nicht verheiratet und kinderlos. Seine Eltern (die Beteiligten zu 7 und 8) leben in X. Als er schwer erkrankte wurde er zun\u00e4chst in Krankenh\u00e4usern in Y. behandelt und dann am 20.04.2022 in das Hospiz in X. verlegt, wo er am 22.06.2022 verstarb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verlegung erfolgte laut \u201eErstantrag Hospizpflegebed\u00fcrftigkeit\u201c auf Wunsch des Erblassers, da \u201esowohl seine Eltern auch seine Lebensgef\u00e4hrtin\u201c in X. lebten. In dem Fragebogen zur station\u00e4ren Hospizpflegebed\u00fcrftigkeit hei\u00dft es unter dem Punkt \u201ePsychosoziale Betreuung\u201c: Vater [..]. Sodann weiter unter: \u201efamili\u00e4re Situation\u201c: Eltern unterst\u00fctzen, leben in X. und schlie\u00dflich \u201edringend psychosoziale Begleitung erforderlich\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erblasser hatte am 06.05.2022 vor dem Notar Dr. W. in X. ein notarielles Testament errichtet, in dem er die Beteiligten zu 1 bis 6 als Erben zu gleichen Teilen einsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 06.02.2024 beantragte die Beteiligte zu 1 mit notariellem Antrag einen Erbschein, der die Beteiligten zu 1 bis 6 als Miterben zu je 1\/6 ausweist. Die Notarin reichte den Antrag beim Amtsgericht \u2013 Nachlassgericht \u2013 Y. ein, das den Erbscheinsantrag mit formloser Verf\u00fcgung an das Amtsgericht \u2013 Nachlassgericht \u2013 X. mit der Bitte um \u00dcbernahme abgab. Das Erbscheinsverfahren wurde am 05.03.2024 vom Nachlassgericht X. \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Folgenden stritten sich die Beteiligten dar\u00fcber, welches der beiden Nachlassgerichte f\u00fcr die Erteilung des Erbscheins zust\u00e4ndig ist. Der Beteiligte zu 6 f\u00fchrte dazu aus, dass der Erblasser keine Lebensgef\u00e4hrtin gehabt habe. Die beiden Freundinnen, zu denen er seit dem Umzug nach Y. den engsten Kontakt gehabt habe, lebten beide in Y.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufenthalt im Hospiz sei nichts weiter als ein durch die Krankheit erzwungener Krankenhausaufenthalt zur Schmerzlinderung gewesen, eine palliativmedizinische Notwendigkeit, aber kein freiwilliger Wohnsitzwechsel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Nachlassgericht hat mit Beschluss vom 13.08.2024 die zur Begr\u00fcndung des Antrags vom 06.02.2024 auf Erteilung eines Erbscheins erforderlichen Tatsachen f\u00fcr festgestellt erachtet. Zugleich hat es die Erteilung des Erbscheins bis zur Rechtskraft des Beschlusses zur\u00fcckgestellt. Zur Begr\u00fcndung hei\u00dft es in dem Beschluss: Das Amtsgericht X. sei zust\u00e4ndig. Der letzte gew\u00f6hnliche Aufenthalt einer Person sei dort, wo der Schwerpunkt ihrer Bindungen sei und der Daseinsmittelpunkt liege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Aufenthaltsort habe der Erblasser mit dem Wunsch der Verlegung in das Hospiz in X. begr\u00fcndet. Zwar habe der Erblasser zuvor in Y. gelebt und seine dortige Wohnung sei f\u00fcr ihn weiter vorgehalten worden. Allerdings habe er immerhin fast 2 Monate in X. gelebt. Es sei sein Wunsch und Wille gewesen, w\u00e4hrend seiner letzten Lebenszeit von seinen Eltern unterst\u00fctzt zu werden und nicht von seinen Freunden in Y.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In seiner letzten Zeit im Hospiz sei die von den Eltern durchgef\u00fchrte psychosoziale Betreuung f\u00fcr den Erblasser dringend erforderlich gewesen. Zu dieser Zeit habe der Schwerpunkt seiner Bindung bei den Eltern in X. gelegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen diesen Beschluss wendet sich der Beteiligte zu 6 mit seiner form- und fristgem\u00e4\u00df eingelegten Beschwerde, \u201esoweit die Zust\u00e4ndigkeit des Amtsgerichts X. angenommen wurde\u201c. Der Beteiligte zu 6 ist unter Wiederholung der von ihm bereits zuvor vorgebrachten Ausf\u00fchrungen weiterhin der Auffassung, dass der letzte gew\u00f6hnliche Aufenthalt des Erblassers in Y. gelegen habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Nachlassgericht hat der Beschwerde nicht abgeholfen und sie zur Entscheidung dem Oberlandesgericht vorgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">II. Die Beschwerde ist zul\u00e4ssig, bleibt aber in der Sache ohne Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Zul\u00e4ssigkeit der Beschwerde steht nicht entgegen, dass der Beteiligte zu 6 sich im Rahmen der Beschwerde nicht inhaltlich gegen den Erbscheinsantrag wendet, sondern lediglich die \u00f6rtliche Zust\u00e4ndigkeit des Amtsgerichts X. r\u00fcgt. Zwar kann eine Beschwerde gem\u00e4\u00df \u00a7 65 Abs. 4 FamFG grunds\u00e4tzlich nicht darauf gest\u00fctzt werden, dass das Gericht des ersten Rechtszugs seine Zust\u00e4ndigkeit zu Unrecht angenommen hat. \u00a7 65 Abs. 4 FamFG muss im Erbscheinsverfahren indes einschr\u00e4nkend ausgelegt werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andernfalls k\u00e4me es zu einem Wertungswiderspruch zu \u00a7 2361 BGB, wonach unrichtige Erbscheine einzuziehen sind. Von Rechtsprechung und Literatur wird angenommen, dass ein Erbschein auch dann unrichtig ist, wenn er von einem \u00f6rtlich unzust\u00e4ndigen Gericht erlassen wird (OLG Hamm, Beschluss vom 22. Juni 2017 \u2013 15 W 111\/17 \u2013, juris; OLG Frankfurt, Beschluss vom 21. Mai 2013 \u2013 20 W 170\/10 \u2013, juris; M\u00fcther in: Dutta\/Jacoby\/Schwab, FamFG, Kommentar, 4. Auflage 2021, \u00a7 65 FamFG Rn. 6.3 jeweils zur Frage der Anwendbarkeit des \u00a7 65 im Rahmen des Erbscheinsverfahrens; Herzog in Staudinger zum BGB, Aufl. 2023, \u00a7 2361 Rn. 30; Kroi\u00df\/Horn, Erbrecht, \u00a7 2361 Rn. 6 und 7; Grziwotz in M\u00fcKO, 9. Aufl. 2022, \u00a7 2361 Rn. 15 zur Frage der Unrichtigkeit des Erbscheins, der durch ein unzust\u00e4ndiges Gericht erlassen wurde).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>\u00dcber die Beschwerde kann der Senat ohne m\u00fcndliche Verhandlung entscheiden, weil kein weiterer Aufkl\u00e4rungs- und Er\u00f6rterungsbedarf mehr besteht. Die Durchf\u00fchrung eines Termins durch das Beschwerdegericht ist dann nicht erforderlich. Das gilt auch dann, wenn \u2013 wie hier \u2013 auch im ersten Rechtszug nicht m\u00fcndlich verhandelt wurde (Senat, B. v. 14.01.2010 \u2013 3 Wx 92\/09, FamRZ 2010, 1178; KG v. 29.06.2010 \u2013 1 W 161\/10, ZEV 2010, 524; OLG D\u00fcsseldorf v. 29.03.2011 \u2013 3 Wx 263\/10, FamRZ 2011, 1980 ff.; Sternal in Sternal, FamFG, 21. Aufl. 2023, \u00a7 68 Rn. 73 f. mwN.; Joachim in: Bahrenfuss, FamFG, 3. Aufl. 2017, \u00a7 68 FamFG, Rn. 17).<\/li>\n\n\n\n<li>Die Beschwerde hat in der Sache keinen Erfolg. Zu Recht hat das Nachlassgericht X. seine \u00f6rtliche Zust\u00e4ndigkeit angenommen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Diese ergibt sich nicht bereits aus der Abgabe des Erbscheinsverfahrens an das Nachlassgericht X., das das Verfahren \u00fcbernommen hat. Der formlosen Abgabe\/\u00dcbernahme kommt \u2013 anders als der Verweisung gem. \u00a7 3 FamFG \u2013 keine Bindungswirkung zu (vgl. Feskorn in: Z\u00f6ller, Zivilprozessordnung, 35. Auflage 2024, \u00a7 4 FamFG Rn. 7). b) Nach \u00a7 343 Abs. 1 FamFG ist das Gericht (f\u00fcr die Erteilung eines Erbscheins) zust\u00e4ndig, in dessen Bezirk der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes seinen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt hatte. Eine Definition des Begriffs bzw. Kriterien f\u00fcr die Bestimmung des gew\u00f6hnlichen Aufenthalts enth\u00e4lt die Vorschrift nicht. Der gew\u00f6hnliche Aufenthalt ist von einem \u201eschlichten\u201c Aufenthalt abzugrenzen, der jegliche tats\u00e4chliche Anwesenheit an einem Ort umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein solcher \u201eschlichter\u201c Aufenthalt reicht nicht aus, das Kriterium des gew\u00f6hnlichen Aufenthalts zu erf\u00fcllen. aa) Bis zum 16.08.2015 richtete sich die Zust\u00e4ndigkeit nach dem Wohnort des Erblassers. Im Rahmen des Inkrafttretens des IntErbRVG wurde die Zust\u00e4ndigkeitsregelung angepasst. Die \u00c4nderung diente dem Ziel, eine weitgehende einheitliche \u00f6rtliche Zust\u00e4ndigkeit der Gerichte f\u00fcr die Erteilung eines Erbscheins und f\u00fcr die Ausstellung eines Europ\u00e4ischen Nachlasszeugnisses nach Kapitel VI der EuErbVO zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff des gew\u00f6hnlichen Aufenthaltes ist daher im Lichte der EuErbVO (einheitlich) auszulegen (OLG M\u00fcnchen Beschl. v. 22. 3. 2017 \u2013 31 AR 47\/17, RNotZ 2017, FGPrax 2017, 134). Insoweit sind die Erw\u00e4gungsgr\u00fcnde 23, 24 der EuErbVO auch im Rahmen der \u00a7\u00a7 343, 344 FamFG zur Bestimmung des \u201egew\u00f6hnlichen Aufenthalts\u201c heranzuziehen (OLG M\u00fcnchen Beschluss v. 22. 3. 2017 \u2013 31 AR 47\/17, a.a.O.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insoweit ist bei der Bestimmung des gew\u00f6hnlichen Aufenthalts eine Gesamtbeurteilung der Lebensumst\u00e4nde des Erblassers in den Jahren vor seinem Tod und im Zeitpunkt seines Todes vorzunehmen. Dabei sind alle relevanten Tatsachen zu ber\u00fccksichtigen, insbesondere die Dauer und die Regelm\u00e4\u00dfigkeit des Aufenthalts des Erblassers sowie die damit zusammenh\u00e4ngenden Umst\u00e4nde und Gr\u00fcnde. Ma\u00dfgeblich ist, wo der Lebensmittelpunkt des Erblassers in famili\u00e4rer und sozialer Hinsicht liegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den objektiven Kriterien sind nach der ganz \u00fcberwiegenden Auffassung auch subjektive Kriterien heranzuziehen. Dabei soll ein nach au\u00dfen manifestierter (nat\u00fcrlicher) freiwilliger Bleibewillen reichen (vgl. Gierl in Burandt\/Rojahn, Erbrecht, 4. Aufl. 2022, \u00a7 343 FamFG, Rn. 9 mit zahlreichen Nachweisen aus der Rechtsprechung), da andernfalls Fragen des erzwungenen oder willenlosen Aufenthalts nicht zufriedenstellend gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnten und die Gefahr der Manipulation des materiellen Erbrechts best\u00fcnde (OLG M\u00fcnchen, Beschluss vom 22.06.2022, 31 AR 73\/22, FGPrax 2022, 231, Rn. 5 nach juris). bb) Nach der \u00fcberwiegenden Auffassung in Rechtsprechung und Literatur ist dabei keine bestimmte Mindestdauer notwendig, damit aus einem schlichten ein gew\u00f6hnlicher Aufenthalt wird (vgl. OLG Celle, Beschluss vom 12.09.2019, 6 AR 1\/19; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.03.2021, 1 AR 4\/21; Zimmermann, Erbschein- Erbscheinsverfahren \u2013 Europ\u00e4isches Nachlasszeugnis \u2013 D. Zust\u00e4ndiges Gericht Rn. 132, aA KG, Beschluss vom 06.10.2020, 1 AR 1020\/20 nach juris, das, zumindest wenn der alte Aufenthaltsort nicht aufgegeben wird, den Aufenthalt von einiger Dauer \u2013 z.B. 6 Monate \u2013 fordert).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">cc) Einigkeit besteht, dass der Aufenthalt in einem Krankenhaus, der in der Regel vor\u00fcbergehender Natur ist, keinen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt begr\u00fcndet. In Rechtsprechung und Literatur ist indes streitig, unter welchen genauen Voraussetzungen die Aufnahme in einem (Sterbe)Hospiz oder ein Pflegeheim einen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies wird teilweise bereits dann bejaht, wenn der Wechsel dem Willen des Betroffenen entspricht und mit einem Wechsel an den bisherigen Aufenthaltsort nicht gerechnet werden kann (OLG Celle a.a.O; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 09.11.2020, 1 AR 31\/20 (SA Z); Sternal in Sternal, FamFG (vormals Keidel) 21. Auflage 2023, \u00a7 3 Rn. 10; Rellermeyer in: Dutta\/Jacoby\/Schwab, FamFG, Kommentar, 4. Auflage 2021, \u00a7 343 FamFG Rn. 5).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach anderer Auffassung wird allein durch die auch willentliche Aufnahme in einem Hospiz kein gew\u00f6hnlicher Aufenthalt begr\u00fcndet, auch wenn eine R\u00fcckkehr an den bisherigen Aufenthaltsort regelm\u00e4\u00dfig ausgeschlossen sein wird (Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 16.03.2021, 1 AR 4\/21 (SA Z); OLG Braunschweig, Beschluss vom 07.02.2022, 9 W 3\/ 22, BeckRS 2022, 34523, Rn. 12; Gierl in Burandt\/Rojahn, Erbrecht, 4. Aufl. 2022, \u00a7 343 FamFG, Rn. 12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufenthalt im Hospiz, der \u2013 entsprechend einer \u00e4rztlichen Behandlung in einem Krankenhaus zum Zwecke der Heilung \u2013 lediglich dazu dient, bis zum Tod die dort vorhandenen Pflege- und Linderungsm\u00f6glichkeiten zu nutzen, reicht danach f\u00fcr die Annahme eines gew\u00f6hnlichen Aufenthaltsortes nicht aus, da ein solcher Aufenthalt nicht darauf angelegt ist, soziale Bindungen zu begr\u00fcnden. Der Aufenthalt im Hospiz wird nach dieser Auffassung erst zum gew\u00f6hnlichen Aufenthalt, wenn weitere Umst\u00e4nde hinzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von ma\u00dfgeblicher Bedeutung k\u00f6nnen dabei der Aufenthaltswille, die Dauer des Aufenthalts, damit einhergehende oder vorhandene soziale Kontakte und soziale Einbindungen oder die Frage sein, ob die alte Wohnung aufgel\u00f6st werden soll. Dabei wird den Umst\u00e4nden im Einzelnen unterschiedliches Gewicht beigemessen. Insbesondere kommt der Frage, ob die Wohnung beibehalten wird, teilweise ma\u00dfgebliche Bedeutung zu (vgl. Zimmermann, a.a.O. Rn. 135). dd) Der Senat folgt der Auffassung, dass allein der Wechsel in ein Hospiz nicht geeignet ist, dort den gew\u00f6hnlichen Aufenthalt des Betroffenen zu begr\u00fcnden, da der Aufenthalt dort \u2013 auch wenn er willentlich geschieht und mit einer R\u00fcckkehr nicht gerechnet werden kann \u2013 in der Regel auf der (palliativ)medizinischen Notwendigkeit beruht, durchschnittlich nur f\u00fcr einen kurzen Zeitraum erfolgt und damit nicht geeignet ist, die erforderliche soziale Einbindung in das Umfeld zu begr\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann ein gew\u00f6hnlicher Aufenthalt in einem Hospiz begr\u00fcndet wird, ist immer eine Frage des Einzelfalls. Hier liegen besondere Umst\u00e4nde vor, die diese Annahme rechtfertigen. Der Erblasser hat sich ausweislich des vorgelegten Antrages zur station\u00e4ren Hospizaufnahme bewusst f\u00fcr die Aufnahme in einem Hospiz in X. entschieden, da sowohl \u201eseine Eltern als auch seine Lebenspartnerin in X. leben\u201c und die dringend erforderliche psychosoziale Begleitung durch den Vater (bzw. die Eltern) erfolgen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus kann \u2013 unabh\u00e4ngig von der Frage, ob es diese Lebenspartnerin \u00fcberhaupt gab \u2013 abgeleitet werden, dass der Wechsel nicht nur den \u00e4u\u00dferen Zw\u00e4ngen der Krankheit geschuldet war, sondern der Erblasser den Ortswechsel nach X. gerade auch im Hinblick auf die sozialen Bindungen (zumindest) zu seinen Eltern und deren Betreuungsleistungen w\u00fcnschte (vgl. zu einer vergleichbaren Konstellation: Beschluss des OLG M\u00fcnchen vom 22.06.2022, 31 AR 73\/22, Rn. 7 ff. nach juris).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insoweit ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass es sich bei X. f\u00fcr den Erblasser nicht um eine g\u00e4nzlich fremde Stadt, sondern um seinen Geburtsort und den Wohnort seiner Eltern handelt. Dass er zuvor rund 10 Jahre in Y. lebte und seine Wohnung in Y. zu seinen Lebzeiten nicht aufgel\u00f6st wurde, steht der Annahme eines gew\u00f6hnlichen Aufenthaltes in X. nicht entgegen. Insoweit teilt der Senat die Auffassung, dass dem Beibehalt der Wohnung (allein) ma\u00dfgebliche Bedeutung zukommt, nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es bestehen keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass der Erblasser davon ausgegangen ist, noch einmal in sein Umfeld in Y. zur\u00fcckzukehren und deshalb die Wohnung in Y. f\u00fcr ihn weiter vorgehalten wurde. Entscheidend ist immer eine Wertung aller Umst\u00e4nde. c) Auch die \u00fcbrigen Voraussetzungen f\u00fcr den Erlass des beantragten Erbscheins liegen vor.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 84 FamFG. Nach \u00a7 84 FamFG soll das Gericht die Kosten eines ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels dem Beteiligten auferlegen, der es eingelegt hat.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Gesch\u00e4ftswert f\u00fcr das Beschwerdeverfahren richtet sich nach \u00a7\u00a7 61, 40 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 GNotKG. Er richtet sich nach dem Wert des Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls. Vom Erblasser herr\u00fchrende Verbindlichkeiten werden abgezogen. Der Senat orientiert sich bei der Wertfestsetzung an der Angabe des Erblassers in dem notariellen Testament vom 06.05.2022, das er rund 6 Wochen vor seinem Tod errichtet hat.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist nicht deshalb von einem anderen Gesch\u00e4ftswert auszugehen, weil sich der Beteiligte zu 6 \u201enur\u201c gegen die Zust\u00e4ndigkeit des Nachlassgerichts gewendet hat. Auch durch diese Einwendung stand der Erlass des Erbscheins insgesamt zur \u00dcberpr\u00fcfung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-panePOSTID_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Welches Nachlassgericht ist f\u00fcr den Erbschein zust\u00e4ndig?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zust\u00e4ndig ist grunds\u00e4tzlich das Nachlassgericht, in dessen Bezirk der Erblasser bei seinem Tod seinen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt hatte. Entscheidend ist nicht nur der gemeldete Wohnort, sondern der tats\u00e4chliche Lebensmittelpunkt. Dieser wird anhand aller Umst\u00e4nde des Einzelfalls bestimmt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-panePOSTID_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Begr\u00fcndet ein Hospizaufenthalt automatisch einen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Der blo\u00dfe Wechsel in ein Hospiz gen\u00fcgt nach Auffassung des Gerichts nicht automatisch. Ein Hospizaufenthalt kann aber dann ma\u00dfgeblich werden, wenn besondere Umst\u00e4nde hinzukommen, etwa wichtige famili\u00e4re Bindungen und eine bewusst gew\u00e4hlte psychosoziale Betreuung am Hospizort.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-panePOSTID_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Spielt die alte Wohnung des Erblassers noch eine Rolle?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, aber sie ist nicht allein entscheidend. Dass die fr\u00fchere Wohnung in Y. zu Lebzeiten des Erblassers nicht aufgel\u00f6st wurde, verhinderte hier nicht den gew\u00f6hnlichen Aufenthalt in X. Ma\u00dfgeblich war, dass keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine R\u00fcckkehr nach Y. bestanden.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-panePOSTID_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Kann man im Erbscheinsverfahren nur die Zust\u00e4ndigkeit angreifen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Erbscheinsverfahren kann die \u00f6rtliche Zust\u00e4ndigkeit nach dieser Entscheidung \u00fcberpr\u00fcft werden. Das Gericht begr\u00fcndet dies damit, dass ein von einem unzust\u00e4ndigen Gericht erteilter Erbschein unrichtig sein kann. Deshalb wurde die Beschwerde trotz der Zust\u00e4ndigkeitsr\u00fcge als zul\u00e4ssig behandelt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-panePOSTID_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Ist eine formlose Abgabe an ein anderes Nachlassgericht bindend?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Die formlose Abgabe und \u00dcbernahme eines Erbscheinsverfahrens hat keine Bindungswirkung wie eine f\u00f6rmliche Verweisung nach \u00a7 3 FamFG. Das \u00fcbernehmende Gericht muss deshalb weiterhin pr\u00fcfen, ob es tats\u00e4chlich \u00f6rtlich zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image341_b2e7c9-65 .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid 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