{"id":27803,"date":"2025-06-02T10:04:00","date_gmt":"2025-06-02T10:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27803"},"modified":"2025-05-29T10:28:50","modified_gmt":"2025-05-29T10:28:50","slug":"olg-brandenburg-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27803","title":{"rendered":"OLG Brandenburg &#8211; Beschluss vom 12-12-2024 &#8211; Az 3 W 64-24"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"kt-adv-heading27803_d9b912-ce wp-block-kadence-advancedheading\" data-kb-block=\"kb-adv-heading27803_d9b912-ce\">OLG Brandenburg &#8211; Beschluss vom 12-12-2024 &#8211; Az 3 W 64-24<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image27803_aceae2-ea size-full advgb-dyn-157681dd\"><a href=\"https:\/\/ra-balg.de\/rechtsanwalt-erbrecht-koeln\/\" class=\"kb-advanced-image-link\" aria-label=\"Rechtsanwalt und Fachanwalt in K\u00f6ln f\u00fcr Erbrecht\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1440\" height=\"810\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-brandenburg-.-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24-1440px.jpg\" alt=\"OLG Brandenburg . Beschluss vom 12-12-2024 - Az 3 W 64-24\" class=\"kb-img wp-image-27800\" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-brandenburg-.-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24-1440px.jpg 1440w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-brandenburg-.-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24-1440px-300x169.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-brandenburg-.-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24-1440px-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/olg-brandenburg-.-beschluss-vom-12-12-2024-az-3-w-64-24-1440px-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n<h2>Gericht: Oberlandesgericht Brandenburg, 3. Zivilsenat<\/h2>\n<h2>Aktenzeichen: 3 W 64\/24<\/h2>\n<h2>Entscheidung: 13.12.2024<\/h2>\n<h2>Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n<p>Im vorliegenden Fall streiten die Beteiligten um die Wirksamkeit eines handschriftlichen Testaments und die daraus resultierende Erbenstellung. Der Erblasser hatte zwei T\u00f6chter (Beteiligte zu 3 und 4) und einen Enkel (Beschwerdef\u00fchrer), der Sohn der Beteiligten zu 3 ist. Zun\u00e4chst wurde auf Antrag der Beteiligten zu 4 ein Erbschein aufgrund gesetzlicher Erbfolge erteilt, der die beiden T\u00f6chter zu Miterbinnen zu je 1\/2 auswies. Der Enkel war im Erbscheinsantrag nicht genannt worden.<\/p>\n<p>Am 27.06.2022 wurde beim Amtsgericht ein handschriftliches Testament eingereicht, das den Enkel als Alleinerben einsetzt. Der Enkel gab an, das Testament eingereicht zu haben, und beantragte die Einziehung des Erbscheins zugunsten der T\u00f6chter. Nach Einziehung des Erbscheins beantragte der Enkel die Ausstellung eines Erbscheins, der ihn als Alleinerben ausweist.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht h\u00f6rte die Beteiligten an und holte ein Schriftsachverst\u00e4ndigengutachten ein. Die Sachverst\u00e4ndige kam zu dem Ergebnis, dass das Testament mit hoher Wahrscheinlichkeit (95 %) nicht vom Erblasser stammt, sondern gef\u00e4lscht ist. Insbesondere wurde eine \u00fcberproportionale Deckungsgleichheit zwischen der Unterschrift auf dem Testament und einer Kontovollmacht festgestellt, was auf eine Pausf\u00e4lschung hindeutet. Zudem wurde der Name des Erblassers im Testament mehrfach falsch geschrieben, was angesichts der geistigen Gesundheit des Erblassers als weiteres Indiz f\u00fcr eine F\u00e4lschung gewertet wurde. Der Enkel machte widerspr\u00fcchliche Angaben zur Entstehung des Testaments und konnte keine \u00fcberzeugenden Beweise f\u00fcr dessen Echtheit vorlegen.<\/p>\n<p>Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts legte der Enkel Beschwerde ein. Er argumentierte, er habe den Erblasser in den letzten Jahren gepflegt und das Testament sei in seiner Gegenwart errichtet worden. Die Sachverst\u00e4ndige habe die Auswirkungen der Sehbehinderung und des schlechten Gesundheitszustands des Erblassers nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt. Au\u00dferdem sei das Vergleichsmaterial ungeeignet gewesen. Er beantragte die Vernehmung von Zeugen, die den Testierwillen des Erblassers best\u00e4tigen sollten.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht half der Beschwerde nicht ab und legte die Sache dem OLG Brandenburg vor.<\/p>\n<h2>Zusammenfassung der Urteilsgr\u00fcnde:<\/h2>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/ordentliche-gerichtsbarkeit.brandenburg.de\/ogb\/de\/oberlandesgericht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">OLG Brandenburg<\/a> wies die Beschwerde des Enkels zur\u00fcck. Das Gericht best\u00e4tigte die Feststellungen des Amtsgerichts und des Sachverst\u00e4ndigengutachtens, wonach das eingereichte Testament mit hoher Wahrscheinlichkeit gef\u00e4lscht ist. Die Feststellungslast f\u00fcr die Echtheit des Testaments liegt beim Beschwerdef\u00fchrer, der diese nicht erf\u00fcllen konnte. Die Sachverst\u00e4ndige hatte \u00fcberzeugend dargelegt, dass die Unterschrift auf dem Testament und auf einer Kontovollmacht nahezu identisch sind, was f\u00fcr eine Pausf\u00e4lschung spricht. Die krankheits- und altersbedingten Einschr\u00e4nkungen des Erblassers sprechen gerade gegen die M\u00f6glichkeit, dass er selbst eine solche F\u00e4lschung h\u00e4tte anfertigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Gericht stellte zudem fest, dass der Enkel widerspr\u00fcchliche Angaben zur Entstehung des Testaments gemacht hatte, was seine Glaubw\u00fcrdigkeit weiter beeintr\u00e4chtigte. Die angebotenen Zeugen konnten nur den angeblichen Testierwillen des Erblassers best\u00e4tigen, nicht aber die Echtheit oder formgerechte Errichtung des Testaments. Zeugen vom H\u00f6rensagen sind f\u00fcr die Feststellung der Echtheit eines Testaments nicht ausreichend.<\/p>\n<p>Das OLG sah keinen Anlass, die Sachverst\u00e4ndige erneut zu h\u00f6ren, da deren Gutachten schl\u00fcssig und nachvollziehbar war. Auch die Vernehmung der angebotenen Zeugen wurde abgelehnt, da sie keine relevanten Angaben zur formgerechten Errichtung des Testaments machen konnten.<\/p>\n<p>Die Kostenentscheidung und die Festsetzung des Beschwerdewerts erfolgten nach den gesetzlichen Vorschriften. Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zulassung der Rechtsbeschwerde lagen nicht vor.<\/p>\n<h2>Tenor:<\/h2>\n<ol>\n<li>Die Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Amtsgerichts Potsdam vom 29.02.2024, Az. 52 VI 201\/22, wird zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n<li>Der Beschwerdef\u00fchrer tr\u00e4gt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.<\/li>\n<li>Der Beschwerdewert wird auf 80.000 \u20ac festgesetzt.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Begr\u00fcndung der Entscheidung:<\/h2>\n<p>Der Beschwerdef\u00fchrer ist ein Enkel des Erblassers und ein Sohn der Beteiligten zu 3. Die Beteiligten zu 3 und 4 sind die T\u00f6chter und einzigen Abk\u00f6mmlinge des Erblassers. Den Beteiligten zu 2 hat der Erblasser mit Wirkung vom 03.12.1962 an Kindes statt angenommen.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht hat zun\u00e4chst auf Antrag der Beteiligten zu 4 vom 28.01.2022 am 09.02.2022 einen Erbschein aufgrund gesetzlicher Erbfolge erteilt, der die Beteiligten zu 3 und 4 zu Miterbinnen zu je 1\/2 ausweist (ihren Bruder hatte die Beteiligte zu 4 in dem zu Protokoll des Amtsgerichts gestellten Erbscheinsantrag nicht angegeben).<\/p>\n<p>Am 27.06.2022 ging ohne Begleitschreiben und Absender ein handschriftlich verfasstes und unterschriebenes \u201eTestament&#8220; mit Datum vom 23.06.2021 beim Amtsgericht mit folgendem Inhalt ein:<\/p>\n<p>.d (Name 01)<\/p>\n<p>(Stra\u00dfe, Hausnummer)<\/p>\n<p>(PLZ, Ort)<\/p>\n<p>Mein Testament<br \/>Ich.d (Name 01) geboren am XX.XX.1932 setze hiermit meinen Enkelsohn. (Name 02) geboren am XX.XX.1980, wohnhaft im. (Stra\u00dfe, Hausnummer), (PLZ, Ort) als Alleinerben ein.<\/p>\n<p>.d (Name 01)<\/p>\n<p>Mit Schreiben vom 07.07.2022 bekannte der Beteiligte zu 1, das Testament eingereicht zu haben, und beantragte die Einziehung des zugunsten der Beteiligten zu 3 und 4 erteilten Erbscheins. Die Einziehung erfolgte mit Beschluss des Amtsgerichts vom 15.07.2022. Der Beschwerdef\u00fchrer hat am 16.08.2022 zu Protokoll der Gesch\u00e4ftsstelle des Amtsgerichts unter Berufung auf das vorgenannte Testament die Erteilung eines Erbscheins beantragt, der ihn als Alleinerben ausweist.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht hat nach pers\u00f6nlicher Anh\u00f6rung der Beteiligten zu 1 und 3 und 4 sowie Einholung eines Schriftsachverst\u00e4ndigengutachtens den Antrag des Beschwerdef\u00fchrers mit Beschluss vom 29.02.2024 (BI. 249 f.) zur\u00fcckgewiesen. Zur Begr\u00fcndung hat es ausgef\u00fchrt, der Antragsteller habe nicht nachgewiesen, dass das Testament vom Erblasser eigenh\u00e4ndig verfasst und unterschrieben worden sei. Vielmehr handele es sich um eine F\u00e4lschung. Die Schriftsachverst\u00e4ndige habe in ihrem Gutachten vom 18.10.2023 (Bl. 205 f.) \u00fcberzeugend festgestellt, dass das Testament mit hoher Wahrscheinlichkeit, n\u00e4mlich zu 95 % nicht vom Erblasser stamme. Die physikalisch-technische Untersuchung habe ergeben, dass sowohl in der Textschrift als auch in der Unterschrift Unsicherheiten, Verbiegungen und Unterbrechungen in der Schriftf\u00fchrung und im Bewegungsfluss vorl\u00e4gen, wobei die Unterbrechungen durch Anflickungen kaschiert worden seien. Au\u00dferdem bestehe eine \u00fcberproportionale Deckungsgleichheit zwischen der Testamentsunterschrift und der Unterschrift des Erblassers auf der in Fotokopie vorliegenden Kontovollmacht vom 18.05.2021 (Bl. 66-R). Diese Deckungsgleichheit sei ein Indikator f\u00fcr eine direkte Pausf\u00e4lschung, da die identische Positionierung der einzelnen Elemente und die fast identischen Ausdehnungsdimensionen der einzelnen Striche nicht mit der anhand des Vergleichsmaterials sichtbaren Variabilit\u00e4t einzelner Merkmale in der Schrift des Erblassers in Einklang zu bringen seien. Das Vergleichsmaterial sei auch entgegen der Ansicht des Antragstellers &#8211; jedenfalls hinsichtlich der Vergleichsunterschriften &#8211; in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Datum des Testaments erstellt worden. Aufgrund der unstreitigen krankheitsbedingten Einschr\u00e4nkungen des Erblassers, die auch im Rahmen der Begutachtung Ber\u00fccksichtigung gefunden habe, sei auszuschlie\u00dfen, dass dieser selbst seine Unterschrift durchgepaust habe. Die Einwendungen des Antragstellers gegen die Eignung des Vergleichsmaterials hinsichtlich des unklaren Alters der Textschriften wirke sich im Ergebnis nicht aus. Denn da die Unterschrift nicht echt sei, komme es auf die Textschrift des Testaments nicht mehr an, wenngleich auch diesbez\u00fcglich fast durchgehend signifikante Abweichungen im Bereich der Strichbeschaffenheit, des Bewegungsflusses sowie in Details der Bewegungsf\u00fchrung, Formgebung und den Ausdehnungsdimensionen von der Sachverst\u00e4ndigen festgestellt worden seien, die auch unter Ber\u00fccksichtigung der eingeschr\u00e4nkten Sehf\u00e4higkeit des Erblassers weder mit M\u00e4ngeln des Vergleichsmaterials noch mit Zufall erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnten. Einen vern\u00fcnftigen Zweifel daran, dass auch die Textschrift des Testaments gef\u00e4lscht sei, habe das Gericht nicht. Denn daf\u00fcr spreche schon, dass der Name des Erblassers dreimal am Ende f\u00e4lschlicherweise mit \u201ed&#8220; und nicht mit \u201et&#8220; geschrieben worden sei. Es gebe keine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass der Erblasser seinen Namen falsch geschrieben haben soll, sei er doch sowohl nach den Ausf\u00fchrungen des Antragstellers im Anh\u00f6rungstermin als auch ausweislich der \u00e4rztlichen Stellungnahme seines Hausarztes vom 02.12.2022 im ma\u00dfgeblichen Zeitraum geistig in allen Qualit\u00e4tsmerkmalen orientiert gewesen. Demgegen\u00fcber sei der Name des Erblassers in der vom Antragsteller unterzeichneten Prozessvollmacht vom 14.04.2022 wie im Testament f\u00e4lschlich mit einem \u201ed&#8220; geschrieben worden, was zus\u00e4tzlich zu den widerspr\u00fcchlichen Angaben des Antragstellers zur angeblichen Errichtung des Testaments den Schluss nahelege, dass dieser das allein ihn beg\u00fcnstigende Testament gef\u00e4lscht habe. Denn er habe bei der Antragstellung am 16.08.2022 gegen\u00fcber der Rechtspflegerin zu Protokoll an Eides statt erkl\u00e4rt, er sei bei der Errichtung des Testaments nicht zugegen gewesen, w\u00e4hrend er im Anh\u00f6rungstermin am 05.12.2022 sowie durch anwaltlichen Schriftsatz vom 19.12.2023 vorgetragen habe, das Testament sei vom Erblasser in seinem Beisein verfasst worden. Die von dem Antragsteller angebotene Zeugin. (Name 03) sei nicht zu vernehmen, da sie keine Angaben zur Errichtung und damit zur Echtheit des Testaments machen k\u00f6nne, sondern nach dem Vortrag des Antragstellers nur bekunden k\u00f6nne, dass der Erblasser den Antragsteller aus Dankbarkeit als seinen Erben habe einsetzen wollen.<\/p>\n<p>Hiergegen richtet sich die Beschwerde des Antragstellers, der geltend macht, er sei die engste Bezugsperson des Erblassers gewesen und habe diesen in dessen letzten Lebensjahren im Gegensatz zu den \u00fcbrigen Beteiligten aufopferungsvoll gepflegt, habe dessen Vertrauen genossen und dessen pers\u00f6nliche Besorgungen erledigt. Der Erblasser habe das verfahrensgegenst\u00e4ndliche Testament ebenso wie die Vorsorgevollmacht in seiner (des Antragstellers) Gegenwart &#8211; teilweise unter Zuhilfenahme einer gro\u00dfen beleuchteten Lupe wegen seiner starken Sehbehinderung &#8211; errichtet. Die Sachverst\u00e4ndige habe verkannt, dass das von ihr herangezogene, um Jahre \u00e4ltere Vergleichsmaterial aufgrund der nachfolgend eingetretenen Sehschw\u00e4che des Erblassers untauglich zur Beurteilung gewesen sei. Auch wenn die Sachverst\u00e4ndige Befundl\u00fccken in der Wahrscheinlichkeit der Urheberschaft des Erblassers aufgezeigt habe, sei mit einem f\u00fcr das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit die Echtheit des Testaments anzunehmen. Denn die Sachverst\u00e4ndige habe mangels medizinischer Kompetenz nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt, dass der Erblasser bei Abfassung des Testaments fast keine Lese- und Schreibf\u00e4higkeit mehr gehabt habe und sein Gesundheitszustand in der letzten Lebensphase extrem schlecht gewesen sei, dies einhergehend mit Agonie, verminderter physischer und psychischer Leistungsf\u00e4higkeit und der Einnahme von Medikamenten. Schon unter gleich bleibenden Bedingungen weise jede Unterschrift eine mehr oder minder gro\u00dfe Variationsbreite auf, dies gelte erst recht bei einem \u00e4lteren Menschen mit fast nicht mehr vorhandener Sehf\u00e4higkeit. Daf\u00fcr habe die Sachverst\u00e4ndige den Blick verloren, indem sie sich von vornherein auf eine Nachahmungsf\u00e4lschung fixiert habe. Wegen der schwindenden Sehf\u00e4higkeit sei kein einziges der von der Gutachterin herangezogenen Dokumente zu Vergleichszwecken ausreichend valide. Auch gehe die Sachverst\u00e4ndige f\u00e4lschlich nur von einer eingeschr\u00e4nkten Sehbehinderung des Erblassers aus und nicht von der tats\u00e4chlich fast nicht mehr vorhandenen Sehf\u00e4higkeit, bei der Unterbrechungen und ein erneutes Ansetzen lebensnah seien. Der Erblasser habe nur unter erheblicher Anstrengung und Zuhilfenahme einer gro\u00dfen beleuchteten Lupe lesen k\u00f6nnen, was er als Schicksalsschlag empfunden habe und zu psychischen und psychosozialen Beeintr\u00e4chtigungen gef\u00fchrt habe, n\u00e4mlich ausgepr\u00e4gten Minderwertigkeitsgef\u00fchlen, Hilflosigkeits- und Ohnmachtserleben, Trauer, Schock und Wut bis hin zu depressiven St\u00f6rungen und Lebens\u00fcberdrussgedanken, wie er der Antragsteller &#8211; habe wahrnehmen k\u00f6nnen. Erblindung und Erkrankung f\u00fchrten in starkem Ma\u00df zur Ver\u00e4nderung der Handschrift. Das Amtsgericht habe diesen Umstand nicht aufgekl\u00e4rt und die Sachverst\u00e4ndige unter \u00dcbergehung seines Antrags nicht zur m\u00fcndlichen Erl\u00e4uterung ihres Gutachtens geladen, was in der Beschwerdeinstanz nachzuholen sei. Die Sachverst\u00e4ndige sei dazu zu befragen, ob sie eine gesicherte medizinische Indikation gehabt habe, um die Erstellung des Testaments durch den Erblasser ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Dem stehe nicht entgegen, dass der Hausarzt ex post am 02.12.2022 eine Orientierungsf\u00e4higkeit des Erblassers bescheinigt habe. Auch sei es nicht unwahrscheinlich, dass Buchstaben fehlerhaft geschrieben w\u00fcrden. Im \u00dcbrigen sei eine seri\u00f6se und aussagekr\u00e4ftige graphologische Beurteilung der Handschrift des Erblassers nur m\u00f6glich, wenn Schriften aus einer l\u00e4ngeren Periode zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.<\/p>\n<p>Auch sei das Amtsgericht verfahrensfehlerhaft seinen Beweisangeboten auf Vernehmung der Zeugin. (Name 03) und einer Mitarbeiterin der. (Kreditinstitut) nicht nachgegangen. Die Zeugin. (Name 03) k\u00f6nne bekunden, dass der Erblasser am Karsamstag 2021 in der Kaffeerunde ge\u00e4u\u00dfert habe, nicht seine leiblichen Kinder (die auch nicht zu seiner Beerdigung h\u00e4tten eingeladen werden sollen), sondern er &#8211; der Beschwerdef\u00fchrer &#8211; solle im Hinblick auf die jahrelangen aufopferungsvollen Pflegeleistungen testamentarischer Erbe sein. Diesen gefestigten Willen habe der Erblasser auch gegen\u00fcber einem Mitarbeiter der. (Kreditinstitut) ge\u00e4u\u00dfert, der ihn darauf hingewiesen habe, dass er ein Testament aufsetzen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Gegen ihn den Beschwerdef\u00fchrer &#8211; spreche auch nicht, dass er zun\u00e4chst zur Unterstreichung der Authentizit\u00e4t des Testaments gegen\u00fcber der Rechtspflegerin nicht erkl\u00e4rt habe, dass er bei Errichtung des Testaments anwesend gewesen sei, obwohl er dabei gewesen sei und die Schwierigkeiten bei Abfassung des Testaments selbst habe wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Beschwerdef\u00fchrer beantragt,<br \/>seinem Antrag auf Erteilung eines Erbscheins vom 16.08.2022 unter Ab\u00e4nderung des Beschlusses des Amtsgerichts Potsdam vom 29.02.2024-52 VI 201\/22-stattzugeben.<\/p>\n<p>Das Amtsgericht hat der Beschwerde nicht abgeholfen und die Sache mit Beschluss vom 23.05.2024 dem Senat zur Entscheidung vorgelegt. Zur Begr\u00fcndung hat es auf den angefochtenen Beschluss Bezug genommen und erg\u00e4nzend ausgef\u00fchrt, der Beschwerdef\u00fchrer wiederhole im Wesentlichen seine schon zuvor erhobenen Einw\u00e4nde gegen das Gutachten und die unterbliebene Vernehmung der Zeugin. (Name 03). Soweit der Beschwerdef\u00fchrer ma\u00dfgeblich darauf abhebe, dass eine vom Normalen abweichende Variationsbreite der Schreibleistungen des Erblassers angesichts dessen krankheitsbedingter Einschr\u00e4nkungen zu erwarten gewesen sei, verkenne er, dass gerade nicht die Variationsbreite, sondern vielmehr die \u00fcberproportionale Deckungsgleichheit zwischen den Unterschriften auf dem Testament und der Kontovollmacht das ausschlaggebende Indiz f\u00fcr eine direkte Pausf\u00e4lschung seien. Diese k\u00f6nne wegen der unstreitigen Einschr\u00e4nkung der Schreib- und Lesef\u00e4higkeit des Erblassers nicht von diesem selbst herr\u00fchren. Da der Beschwerdef\u00fchrer seinen Antrag auf Anh\u00f6rung der Sachverst\u00e4ndigen auf die aus seiner Sicht nicht ausreichende W\u00fcrdigung der Variationsbreite der Schriften alter und sehbehinderter Menschen gest\u00fctzt habe, es darauf aber nicht ankomme, sei dem Antrag nicht nachzugehen.<\/p>\n<p><span>II. <\/span><span> Die gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 58 ff FamFG zul\u00e4ssige Beschwerde ist aus den zutreffenden Gr\u00fcnden des angefochtenen Beschlusses und des Nichtabhilfebeschlusses unbegr\u00fcndet.<\/span><\/p>\n<p><span>Der Senat ist ebenso wie das Amtsgericht davon \u00fcberzeugt, dass der Beschwerdef\u00fchrer das von ihm eingereichte Testament gef\u00e4lscht hat. Weitere Beweiserhebungen sind nicht erforderlich.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>1.<\/span><\/span> <span> Nach \u00a7 2247 Abs. 1 BGB kann der Erblasser ein Testament durch eine eigenh\u00e4ndig geschriebene und unterschriebene Erkl\u00e4rung errichten. Ist die Echtheit eines Testaments zweifelhaft, trifft die sog. (OLG Frankfurt, NJW-RR 2019, 781 Rn. 37; OLG K\u00f6ln NJW-RR 2004, 1015 f; Staudinger\/Herzog (2023) BGB \u00a7 2353, Rn. 242; Gr\u00fcneberg\/Weidlich, BGB, 83. Aufl. \u00a7 2247 Rz. 17), hier auch den Beschwerdef\u00fchrer.<\/span><\/p>\n<p><span>Der Beschwerdef\u00fchrer hat den Beweis f\u00fcr die Echtheit des Testaments nicht erbracht, sondern die Sachverst\u00e4ndigen. (Name 04) in ihrem Gutachten vom 18.10.2023 (Bl. 205 f.) nachvollziehbar festgestellt, dass die Unterschriften auf dem strittigen Testament und auf der Vergleichsunterschrift V 3 (der dem Beschwerdef\u00fchrer vom Erblasser am 18.05.2021 erteilten Kontovollmacht) nach ihrer Art und ihrem Ausma\u00df \u00fcberproportionale Deckungsgleichheiten aufweisen, die sie als Indikatoren f\u00fcr eine direkte Pausf\u00e4lschung wertet (S. 7 f des Gutachtens, Bl. 211 f.). Die auch vorhandenen Abweichungen in der Bewegungsf\u00fchrung und Formgebung der beiden Unterschriften sprechen nicht etwa gegen diesen Befund, sondern sind nachweislich der gutachterlichen Feststellungen typisch f\u00fcr direkte Pausf\u00e4lschungen, bei denen die nachgezogene Schreibspur schlecht sichtbar ist oder die \u00fcbereinanderliegenden Schriftst\u00fccke w\u00e4hrend der Erstellung der Unterschrift verschoben werden. Ausschlaggebend f\u00fcr die Bewertung als Pausf\u00e4lschung sind die identische Positionierung der einzelnen Elemente und die fast identischen Ausdehnungsdimensionen der einzelnen Striche (S. 9 des Gutachtens Bl. 212), was auch augenscheinlich beim Vergleich der Unterschriften gut erkennbar ist. Trotz der M\u00e4ngel im Vergleichsmaterial (die Kontovollmacht V3 lag nur in Kopie vor) lassen sich die Deckungsgleichheiten nicht mit der in der Schrift des Erblassers festgestellten Variabilit\u00e4t von Merkmalen &#8211; insbesondere im Vergleich mit den Unterschriften V4 und V5 vom selben Tag &#8211; in Einklang bringen (S. 9 des Gutachtens Bl. 212). Diese \u00fcberzeugenden Feststellungen der Sachverst\u00e4ndigen greift der Beschwerdef\u00fchrer nicht an. Es w\u00e4re auch unerkl\u00e4rlich, wie und warum der Erblasser angesichts seiner krankheits- und altersbedingten Einschr\u00e4nkungen seine Unterschrift durchpausen h\u00e4tte durchpausen sollen, zumal der Beschwerdef\u00fchrer, der bei der Testamentserrichtung dabei gewesen sein will, dies auch nicht vortr\u00e4gt. Im Ergebnis h\u00e4lt die Sachverst\u00e4ndige die Unterschrift unter dem strittigen Testament \u00fcberzeugend mit hoher Wahrscheinlichkeit (zu 95 %) f\u00fcr gef\u00e4lscht, der Wahrscheinlichkeitsgrad ist nur im Hinblick auf den Mangel der Vergleichsunterschrift zur\u00fcckzuf\u00fchren (siehe S. 18 des Gutachtens, Bl. 222), die nicht im Original, sondern lediglich in Kopie vorliegt.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>2.<\/span><\/span> <span> Die Feststellungen der Sachverst\u00e4ndigen in Gesamtschau mit dem Verhalten des Beschwerdef\u00fchrers begr\u00fcnden die \u00dcberzeugung des Senats, dass der Beschwerdef\u00fchrer einen ihn beg\u00fcnstigenden Testamentstext mit einer gef\u00e4lschten Unterschrift dem Nachlassgericht abgeliefert hat und ihm die F\u00e4llschung bewusst war. Denn der Beschwerdef\u00fchrer lie\u00df zun\u00e4chst mit Schriftsatz vom 15.08.2022 (Bl. 64) durch seinen Verfahrensbevollm\u00e4chtigten erkl\u00e4ren, das Testament sei ihm durch eine Information des Erblassers zur Kenntnis gelangt, der ihn am 08.07.2021 &#8211; dem Vorabend seines Todes &#8211; darauf hingewiesen habe, dass sich dieses in der blauen Dokumententasche im Wohnzimmer befinde. Dort habe er es dann auch gefunden. Dies hat der Beschwerdef\u00fchrer au\u00dferdem eidesstattlich versichert (Bl. 65). Auch bei Stellung seines Erbscheinsantrags am 16.08.2022 hat er zu Protokoll des Amtsgerichts (Bl. 61 f.) erkl\u00e4rt, er sei bei der Errichtung des Testaments nicht entgegen gewesen. Der Erblasser habe ihm vor seinem Tod im Krankenhaus gesagt, dass er alle relevanten Unterlagen in der blauen Dokumentenmappe im Wohnzimmer finde. Weitere Umst\u00e4nde, die zur Errichtung des Testaments gef\u00fchrt h\u00e4tten, seien ihm nicht bekannt. Im Gegensatz dazu hat er in seiner pers\u00f6nlichen Anh\u00f6rung vor dem Amtsgericht am 05.12.2022 erkl\u00e4rt, er habe daneben gesessen, als der Erblasser das Testament am 23.06.2021 unter Zuhilfenahme einer gro\u00dfen beleuchteten Lupe errichtet habe (Bl. 151). In seiner Beschwerdebegr\u00fcndung wird er diese widerspr\u00fcchlichen Angaben damit erl\u00e4utern, er habe zur Unterstreichung der Authentizit\u00e4t des Testaments zun\u00e4chst gegen\u00fcber der Rechtspflegerin nicht erkl\u00e4rt, dass er bei Errichtung des Testaments anwesend gewesen sei, obwohl er dabei gewesen sei und die Schwierigkeiten bei der Abfassung des Testaments selbst wahrnehmen k\u00f6nnen. Unterstellt man dies als wahr, r\u00e4umt der Beschwerdef\u00fchrer ein, in seiner eidesstattlichen Versicherung vom 15.08.2022 und gegen\u00fcber der Rechtspflegerin am 16.06.2022 wurden absichtlich wahrheitswidrige Angaben gemacht, um seinen Vortrag glaubhafter erscheinen zu lassen. Es trifft nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme auch zu, dass der Beschwerdef\u00fchrer im vorliegenden falschen Verfahren Angaben zur Errichtung des Testaments durch den Erblasser macht. Dass der Beschwerdef\u00fchrer ein als Pausf\u00e4lschung identifiziertes Testament im Bewusstsein seiner F\u00e4lschung beim Nachlassgericht eingereicht hatte, wird durch den Umstand gest\u00fctzt, dass nur er \u00fcber die privatschriftliche Kontovollmacht verf\u00fcgte, von der die Unterschrift abgepaust wurde, und dieser Testamentstext der Staatsanwaltschaft zun\u00e4chst am 18.05.2022, nachdem er Kenntnis von den Ermittlungen wegen der von ihm vorgenommenen, fast vollst\u00e4ndigen Abhebungen vom Konto des Erblassers unmittelbar nach dessen Tod erhalten hatte, und erst einen Monat sp\u00e4ter beim Nachlassgericht und ein Jahr nach dem Tod des Erblassers \u00fcbermittelte.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>3.<\/span><\/span> <span> Soweit der Beschwerdef\u00fchrer erstinstanzlich die m\u00fcndliche Erl\u00e4uterung des Gutachtens durch den Sachverst\u00e4ndigen beantragt hat und das Amtsgericht dem nicht nachgekommen ist, liegt kein Verfahrensfehler vor. Dem Beweisantrag ist auch zweitinstanzlich nicht nachzugehen. Denn der Antrag des Beschwerdef\u00fchrers basiert allein auf seinen Einw\u00e4nden gegen die Feststellung der Sachverst\u00e4ndigen, wonach der Testamentstext mit \u00fcberwiegender Wahrscheinlichkeit ebenfalls gef\u00e4lscht ist (wof\u00fcr im \u00dcbrigen unabh\u00e4ngig von den Feststellungen der Sachverst\u00e4ndigen bereits der dreifach auftretende Rechtschreibfehler im Nachnamen des Erblassers im Testamentstext spricht). Es kann aber dahingestellt bleiben, ob der Testamentstext vom Erblasser herr\u00fchrt, denn dies f\u00fchrt nicht zur Feststellung der Echtheit des Testaments. Die von der Sachverst\u00e4ndigen im Testamentstext ermittelten F\u00e4lschungsmerkmale in Form von Unsicherheiten, Verbiegungen und Unterbrechungen in der Schriftf\u00fchrung und im Bewegungsfluss, wobei diese Unterbrechungen durch Anflickungen kaschiert worden sind, werden der Beschwerdef\u00fchrer mit krankheitsbedingten Einschr\u00e4nkungen des Erblassers erkl\u00e4ren und zu Zweck die Sachverst\u00e4ndigen dazu befragen, ob sie eine gesicherte medizinische Indikation gehabt haben, um die Erstellung des Testaments durch den Erblasser ausschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die krankheitsbedingten Einschr\u00e4nkungen des Erblassers und deren etwaige Auswirkungen auf dessen Schrift spielen aber f\u00fcr die Beurteilung der Echtheit der Unterschrift auf dem Testament keinerlei Rolle. Vielmehr sprechen diese \u2013 wie bereits ausgef\u00fchrt \u2013 gerade dagegen, dass der Erblasser die Unterschrift auf dem strittigen Testament selbst geleistet hat. <\/span> <span> Ohne eine vom Erblasser herr\u00fchrende Unterschrift kann der Testamentstext so er denn vom Erblasser geschrieben ist \u2013 f\u00fcr sich genommen nur als formunwirksamer Entwurf bewertet werden, der mit der gef\u00e4lschten Unterschrift versehen allerdings ein gef\u00e4lschtes Testament darstellt.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>4.<\/span><\/span> <span> Das Amtsgericht hat auch zu Recht von der Vernehmung der angebotenen Zeugen abgesehen. Soweit die Testamentserrichtung mit der Vernehmung von Zeugen gef\u00fchrt werden soll, wird verlangt, dass diese das Original gesehen und gelesen haben m\u00fcssen. Zeugen, die best\u00e4tigen, dass der Erblasser ihnen gesagt habe, er habe eine bestimmte Person als Erben eingesetzt, also Zeugen vom H\u00f6rensagen, gen\u00fcgen nicht (Sternal\/Zimmermann, 21. Aufl. FamFG, \u00a7 352 Rn. 66; Staudinger\/Herzog, aa O. Rn. 244 mw N.). Denn es kann schon nicht hinreichend sicher davon ausgegangen werden, dass die \u00c4u\u00dferungen eines Erblassers gegen\u00fcber einer angeblich von ihm bedachten Person den Tatsachen entsprochen haben. Es gibt keinen Erfahrungssatz des Inhalts, dass Testatoren stets wahrheitsgem\u00e4\u00dfe Angaben dazu machen, ob, in welcher Weise und mit welchem \u200b\u200bInhalt sie eine letztwillige Verf\u00fcgung errichtet haben. Auch sind verschiedenste Motive denkbar, weshalb Testierende gegen\u00fcber Dritten oder gegen\u00fcber den angeblich Bedachten Aussagen \u00fcber die Regelung der Erbfolge t\u00e4tigen, die nicht mit den tats\u00e4chlich getroffenen Bestimmungen \u00fcbereinstimmen (OLG M\u00fcnchen, Beschluss vom 13.09.2011 &#8211; 31 WX 298\/11, ZEV 2012, 43, 45). Au\u00dferdem k\u00f6nnen Zeugen vom H\u00f6rensagen auch keine Angaben zur formgerechten Errichtung machen. Erst recht gilt dies f\u00fcr die von dem Beschwerdef\u00fchrer angebotenen Zeugen, die lediglich den vom Erblasser angeblich verlautbarten Testierwillen vor Testamentserrichtung bekunden sollen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>5.<\/span><\/span> <span> Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 84 FamFG, die Festsetzung des Beschwerdewerts auf \u00a7\u00a7 40 Abs. 1 Nr. 1, 61 Abs. 1 GNotKG.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"hljs-bullet\"><span>6.<\/span><\/span> <span> Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zulassung der Rechtsbeschwerde nach \u00a7 70 Abs. 2 FamFG sind nicht gegeben. <\/span><\/p><style class=\"advgb-styles-renderer\">.wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce, .wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce[data-kb-block=\"kb-adv-heading27803_d9b912-ce\"]{font-style:normal;}.wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce mark.kt-highlight, .wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce[data-kb-block=\"kb-adv-heading27803_d9b912-ce\"] mark.kt-highlight{font-style:normal;color:#f76a0c;-webkit-box-decoration-break:clone;box-decoration-break:clone;padding-top:0px;padding-right:0px;padding-bottom:0px;padding-left:0px;}.wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce img.kb-inline-image, .wp-block-kadence-advancedheading.kt-adv-heading27803_d9b912-ce[data-kb-block=\"kb-adv-heading27803_d9b912-ce\"] img.kb-inline-image{width:150px;vertical-align:baseline;}.kb-image27803_aceae2-ea .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}<\/style>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>OLG Brandenburg &#8211; Beschluss vom 12-12-2024 &#8211; Az 3 W 64-24 Gericht: Oberlandesgericht Brandenburg, 3. 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