{"id":27867,"date":"2026-07-22T09:15:51","date_gmt":"2026-07-22T09:15:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27867"},"modified":"2026-07-08T09:22:04","modified_gmt":"2026-07-08T09:22:04","slug":"olg-nuernberg-entscheidung-vom-28-02-2025-1-u-2451-23-erb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=27867","title":{"rendered":"OLG N\u00fcrnberg \u2013 Entscheidung vom 28.02.2025 &#8211; 1 U 2451-23 Erb"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-olg-nurnberg-urteil-vom-28-02-2025-az-1-u-2451-23-erb-teilungsverbot-schutzt-familiensammlung\" class=\"wp-block-heading\">OLG N\u00fcrnberg \u2013 Urteil vom 28.02.2025 \u2013 Az. 1 U 2451\/23 Erb: Teilungsverbot sch\u00fctzt Familiensammlung<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image389_c2f4d8-47 size-full advgb-dyn-1c644b7d\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/olg-nuernberg---entscheidung-vom-28.02.2025-1-u-2451-23-erb.jpeg\" alt=\"OLG N\u00fcrnberg \u2013 Entscheidung vom 28.02.2025 - 1 U 2451-23 Erb - Teilung der Erbschaft bei vertraglichen Teilungsverbot\" width=\"1440\" height=\"810\" class=\"kb-img wp-image-27870 \" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/olg-nuernberg---entscheidung-vom-28.02.2025-1-u-2451-23-erb.jpeg 1440w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/olg-nuernberg---entscheidung-vom-28.02.2025-1-u-2451-23-erb-300x169.jpeg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/olg-nuernberg---entscheidung-vom-28.02.2025-1-u-2451-23-erb-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/olg-nuernberg---entscheidung-vom-28.02.2025-1-u-2451-23-erb-768x432.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1440px) 100vw, 1440px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine historisch gewachsene Familiensammlung muss nicht versteigert werden, wenn ein wirksames vertragliches Teilungsverbot fortbesteht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das OLG N\u00fcrnberg stellt klar, dass ein lebzeitig vereinbartes Teilungsverbot einer Bruchteilsgemeinschaft auch \u00fcber Generationen hinweg wirken kann. Ein wichtiger Grund f\u00fcr die Aufhebung liegt nicht schon deshalb vor, weil zwischen den Familienmitgliedern seit langer Zeit erhebliche Konflikte bestehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Parteien stammen aus einer N\u00fcrnberger Patrizierfamilie und streiten \u00fcber eine wertvolle Familiensammlung. Die Kl\u00e4gerin zu 1) wollte als Miterbin und Bruchteilseigent\u00fcmerin erreichen, dass zahlreiche Sammlungsgegenst\u00e4nde im Wege des Pfandverkaufs verwertet werden, um die Erben- und Bruchteilsgemeinschaft auseinanderzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grundlage des Streits war ein notarieller Familienvertrag aus dem Jahr 1936. Darin hatten die damaligen Miteigent\u00fcmer bestimmt, dass die Familiensammlung als ungeteiltes Familienverm\u00f6gen erhalten bleiben soll; zugleich wurde ein dauerhaftes Teilungsverbot vereinbart. Die Kl\u00e4gerin meinte, dieses Teilungsverbot sei entweder 1966 aufgehoben worden, insgesamt nichtig oder jedenfalls wegen Zeitablaufs und famili\u00e4rer Zerw\u00fcrfnisse nicht mehr hinnehmbar.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-urteilsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Urteilsgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das OLG N\u00fcrnberg wies die Berufung zur\u00fcck. Ein einheitlicher erbrechtlicher Auseinandersetzungsanspruch gegen alle Beklagten bestand nicht, weil nicht eine einzige Erbengemeinschaft, sondern verschiedene Erbeserbengemeinschaften und eine Bruchteilsgemeinschaft an der Sammlung vorlagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ein gemeinschaftsrechtlicher Aufhebungsanspruch scheiterte. Das Gericht konnte nicht feststellen, dass das Teilungsverbot im Jahr 1966 aufgehoben worden war; die nichtigen oder problematischen erbrechtlichen Agnatenregelungen f\u00fchrten nicht zur Gesamtnichtigkeit des Vertrages. Die 30-Jahres-Grenze des \u00a7 2044 Abs. 2 BGB war nicht analog anwendbar, und die famili\u00e4ren Konflikte reichten angesichts des ideellen und kulturellen Werts der Sammlung nicht als wichtiger Grund f\u00fcr deren Zerschlagung aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-urteil-olg-nurnberg-urteil-vom-28-02-2025-az-1-u-2451-23-erb\" class=\"wp-block-heading\">Urteil: OLG N\u00fcrnberg \u2013 Urteil vom 28.02.2025 \u2013 Az.: 1 U 2451\/23 Erb<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Berufung der Kl\u00e4gerin zu 1) gegen das Urteil des Landgerichts N\u00fcrnberg-F\u00fcrth vom 9. November 2023, Az. 6 O 6331\/22, wird zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Kl\u00e4gerin zu 1) hat die Kosten des Berufungsverfahrens zu tragen.<\/li>\n\n\n\n<li>Das Urteil des Landgerichts N\u00fcrnberg-F\u00fcrth und das Berufungsurteil sind ohne Sicherheitsleistung vorl\u00e4ufig vollstreckbar. Die Kl\u00e4gerin zu 1) kann die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in H\u00f6he von 110% des aus dem jeweiligen Titel vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht zuvor die beklagte Partei Sicherheit in H\u00f6he von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Streitwert wird f\u00fcr das Berufungsverfahren auf 500.000,00 \u20ac festgesetzt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Parteien sind Nachfahren der Familie \u2026, einer N. Patrizierfamilie. Die Kl\u00e4gerin zu 1) begehrt als Miterbin und Bruchteilseigent\u00fcmerin den Pfandverkauf einer Familiensammlung zum Zwecke der Auseinandersetzung der Erben- und Bruchteilsgemeinschaft. Die streitgegenst\u00e4ndliche Sammlung historischer Gegenst\u00e4nde ist \u201eungeteiltes Familienverm\u00f6gen\u201c der Familie\u2026\/\u2026Linie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachkommen des L. Freiherr \u2026, darunter dessen S\u00f6hne G. und F., beschlossen am 27. Oktober 1935 im Rahmen einer Familienversammlung die Gr\u00fcndung eines \u201eFamilienvereins der Familie der \u2026\u201c. Die Familienmitglieder bestimmten als Vereinszweck, die Wohlfahrt und das Ansehen der Familie zu erhalten, den Stammbaum fortzuf\u00fchren, den Besitz des \u2026 und die im sog. alten Schl\u00f6sschen aufbewahrte Sammlung von Erinnerungsgegenst\u00e4nden zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 2. Januar 1936 schlossen die Br\u00fcder G. und F. als jeweilige h\u00e4lftige Miteigent\u00fcmer der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung einen notariell beurkundeten Familienvertrag, der auch von den Ehefrauen, Kindern und der Schwester der Br\u00fcder unterzeichnet wurde. Hiernach bestimmten die Vertragsparteien, dass das gemeinschaftliche Familienverm\u00f6gen auf alle Zeiten im Besitz des Mannesstammes der Familie bleiben solle. Demgem\u00e4\u00df vereinbarten die Br\u00fcder G. und F. und ihre S\u00f6hne, dass jeder einzelne von ihnen wiederum von seinen Nachkommen im Mannesstamm als seinen Erben und Nacherben beerbt werden solle. Die beteiligten Frauen verzichteten \u2013 auch f\u00fcr ihre Nachkommen \u2013 auf ihr Erb- und Pflichtteilsrecht gegen\u00fcber den beiden Br\u00fcdern und ihren S\u00f6hnen, soweit es sich um deren Anteil an dem Familienverm\u00f6gen handelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter hei\u00dft es in dem Familienvertrag unter Ziffer IV: \u201eDas Familienverm\u00f6gen steht schon heute im gemeinschaftlichen Eigentum der beiden Br\u00fcder, so da\u00df es einer Eigentums\u00fcbertragung, vor allem einer Auflassung nicht bedarf. Die Vertragsschlie\u00dfenden (\u2026) verzichten hiermit f\u00fcr immer auf das Recht, diese Gemeinschaft im ganzen, wie an jedem einzelnen St\u00fcck aufzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Verzicht auf Aufhebung der Gemeinschaft gilt unbeschadet des \u00a7 749 und \u00a7 751 BGB unwiderruflich auch f\u00fcr ihrer aller Gesamtnachfolger und etwaige Sondernachfolger. (\u2026)\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der in der Familiensammlung am 27. Oktober 1935 gegr\u00fcndete Familienverein wurde im Vereinsregister eingetragen und im Jahr 1948 wieder aus diesem gel\u00f6scht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Protokoll \u00fcber die Familienversammlung am 13. M\u00e4rz 1966 in N. hei\u00dft es unter anderem: \u201eHinsichtlich des Familienvertrages vom 27. Okt. 1935 wurde Einigkeit dar\u00fcber erzielt, da\u00df der Familienvertrag in der seinerzeit geschlossenen Form mit allen rechtlichen Bindungen den heutigen Verh\u00e4ltnissen nicht mehr gerecht wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus diesem Grund wird einstimmig beschlossen, da\u00df der Familienvertrag hinsichtlich der darin enthaltenen rechtlichen Verpflichtungen von allen Beteiligten als gek\u00fcndigt und aufgehoben zu betrachten ist. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit Beschluss zu fassen \u00fcber die Frage, ob das bisher gemeinschaftlich verwaltete Familienverm\u00f6gen aufgeteilt werden soll oder nicht. (\u2026)\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Familienversammlung am 26. Oktober 1997, an welcher die eingeladene Kl\u00e4gerin zu 1) nicht teilnahm, wurde vereinbart: \u201e(\u2026) Um den Bestand der Familiensammlung f\u00fcr die Nachwelt zu wahren, w\u00fcnschen die Anwesenden die au\u00dfergerichtliche Beilegung der Differenzen am \u201eRunden Tisch\u201c unter Mitwirkung von Fachleuten. (\u2026) Gelingt ein Ausgleich der Interessen nicht, so m\u00f6ge ein Schiedsgericht beauftragt werden, bevor ein ordentliches Gerichtsverfahren angestrengt werden w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die jeweiligen Miteigentumsanteile an der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung sind im Wege der Erbfolge auf die Erben von G. und auf die Erben von F. und nachfolgend auf Erbeserben \u00fcbergegangen. Erben des G. waren dessen Kinder MB und SL. Alleinerbe des Miterben MB war dessen einziger Sohn D. Erben der Miterbin SL sind deren Kinder U. (der Kl\u00e4ger zu 2), UR (die verstorbene Kl\u00e4gerin zu 3) und M., der von seiner Ehefrau (der Kl\u00e4gerin zu 4) allein beerbt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D., der Sohn des Miterben MB, \u00fcbertrug seinen Anteil an der Familiensammlung mit Notarvertrag vom 19. Januar 1996 auf die Kl\u00e4gerin zu 1). Erben des F. waren dessen Kinder E. und I. Alleinerbin der Miterbin I. ist die Ehefrau eines Neffen (die Kl\u00e4gerin zu 5). Alleinerbin des Miterben E. war dessen nachverstorbene Ehefrau EL, welche von ihren sechs Kindern, darunter die Beklagten zu 1) und 2) und die Kl\u00e4gerinnen zu 1) und 6), beerbt wurde. Ihre Kinder B. und FR. sind nachverstorben und wurden jeweils vom Ehegatten und den gemeinsamen Abk\u00f6mmlingen beerbt. Erben der Tochter B. sind die Beklagten zu 3) bis 9), Erben des FR sind die Kl\u00e4gerin zu 5), der Kl\u00e4ger zu 7), die Kl\u00e4gerin zu 8) und der Beklagte zu 10).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klagepartei, die eine Auseinandersetzung der Miterben- und Bruchteilsgemeinschaft begehrt, hat erstinstanzlich vorgetragen, dass der Familienvertrag vom 2. Januar 1936 in der Familienversammlung am 13. M\u00e4rz 1966 von den Familienmitgliedern aufgehoben worden sei und es sich bei dem im Protokoll angegebenen Datum \u201e27. Okt. 1935\u201c um einen Schreibfehler handeln w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Landgericht N\u00fcrnberg-F\u00fcrth hat die Klage abgewiesen. Es begr\u00fcndete dies im Wesentlichen damit, dass im Wege der Auslegung nicht zweifelsfrei festgestellt werden k\u00f6nne, dass der Familienvertrag vom 2. Januar 1936 am Familientag 1966 aufgehoben wurde, und die Parteien daher an das vereinbarte Teilungsverbot gebunden seien. Das Landgericht sah in den vorgetragenen famili\u00e4ren Unstimmigkeiten zudem keinen wichtigen Grund, der zur Aufhebung der Gemeinschaft berechtige.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hiergegen wendet sich die Kl\u00e4gerin zu 1) mit der Berufung. Sie ist der Auffassung, sie sei weder als Sondernachfolgerin im Miteigentum noch als Gesamtrechtsnachfolgerin an den Auseinandersetzungsausschluss gebunden. Das Erstgericht habe die Regelungen der \u00a7\u00a7 2042, 2044 BGB nicht angewandt. Die gerichtliche Beweisw\u00fcrdigung und Auslegung des Protokolls aus dem Jahr 1966 sei fehlerhaft, da ein Familienvertrag vom 27. Oktober 1935 gar nicht existiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober 1935 sei lediglich eine Gr\u00fcndungsversammlung protokolliert; Familienverein (1935) und Familienvertrag (1936) sollten ausweislich der Urkunden in Einklang miteinander stehen; die Miteigentumsanteile der Br\u00fcder G. und F. seien \u2013 insoweit unstreitig \u2013 nicht auf den Familienverein \u00fcbertragen worden, der Familienverein sei im Vereinsregister gel\u00f6scht. Im Jahr 1966 h\u00e4tten daher nur die Regelungen des Familienvertrages vom 2. Januar 1936 noch gegolten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erstrichterliche Auslegung lasse zudem einen Aufhebungsvermerk des Beklagten zu 1) hinsichtlich dieser Urkunde vom 6. Dezember 1997 und eine entsprechende Mitteilung gegen\u00fcber dem Landesamt f\u00fcr Denkmalschutz au\u00dfer Betracht. Im \u00dcbrigen sei der Familienvertrag nichtig. Jedenfalls m\u00fcsse die \u00fcberschrittene 30-j\u00e4hrige H\u00f6chstfrist des \u00a7 2044 Abs. 2 BGB beachtet werden. Des Weiteren habe das Erstgericht verkannt, dass ein wichtiger Grund, der zur Aufhebung berechtigte, vorliege.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen der Kl\u00e4gerin zu 1) und den Beklagten zu 1) und 2) sei nachhaltig gest\u00f6rt, Absprachen seien seit Jahrzehnten schlechthin nicht mehr m\u00f6glich. Dies rechtfertige aus Sicht der Kl\u00e4gerin zu 1) die Aufhebung der Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin zu 1) beantragt in der Berufung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Ab\u00e4nderung des am 9.11.2023 verk\u00fcndeten Urteils des Landgerichts N\u00fcrnberg-F\u00fcrth vom 9.11.2023, AZ. 6 O 6331\/22 werden die Beklagten gesamtschuldnerisch verurteilt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Beklagten zu 1) \u2013 10) werden gesamtverbindlich verurteilt, den Pfandverkauf der nicht museumsgebundenen Sammlungsst\u00fccke der \u2026 Familiensammlung\/ \u2026 Linie die sich als Ausstattung an den Standorten:<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u2026, (Anhang I Positionen 85, 86 und 117); Kl\u00e4gerin zu 1)<\/li>\n\n\n\n<li>\u2026, (Anhang I Positionen 34 und 35); Kl\u00e4ger zu 2)<\/li>\n\n\n\n<li>\u2026, (Anhang I Positionen 2-4, 11-13, 15, 23, 33, 36, 125 (Beklagter zu 1)<\/li>\n\n\n\n<li>\u2026, (Anhang I Positionen 1, 5-10, 14, 16-21, 24-32, 34-35, 37-56, 57 (1. Apostelkrug), 58-84, 87-116, 118-124, 126-177, 193-250, 252-255, 257-290, 294-298, 300-315, 317-327, 371-379, 383-379, 383-392) Beklagte zu 1-10)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">befinden, so wie sie sich aus der in Anhang I. zur Klage in der mit \u201e\u2026\u201c n\u00e4her bezeichneten Aufstellung ergeben (Positionen 1-21, 23-177; 193-250; 252-255; 257-290; 294-298; 300-315; 317-327; 371-379; 383-392) zum Zwecke der Erbauseinandersetzung, zu dulden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2a. Der Beklagte zu 1) wird verurteilt, die Sammlungsst\u00fccke der \u2026 Familiensammlung \u2026 Linie, die sich als Ausstattung in \u2026 befinden und im Anhang I. in der Aufstellung mit \u201e\u2026\u201c n\u00e4her bezeichnet sind (Positionen lfd. Nr. 2-4, 11-13, 15, 23, 33, 36, 125) an den \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer Herrn \u2026, N. oder an einen von den Kl\u00e4gern zu beauftragenden \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer zum Zwecke des Pfandverkaufs zur Auseinandersetzung der Miteigentums- und Erbengemeinschaften herauszugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2b. Die Beklagten zu 1-10) werden gesamtverbindlich verurteilt, die Sammlungsst\u00fccke der \u2026 Familiensammlung \u2026 Linie, die sich als Ausstattung in \u2026befinden und im Anhang I. in der Aufstellung mit \u201e\u2026\u201c n\u00e4her bezeichnet sind 1, 5-10, 14, 16-21, 24-32, 34-35, 37-56, 57 (1. Apostelkrug), 58-84, 87-116, 118-124, 126-177, 193-250, 252-255, 257-290, 294-298, 300-315, 317-327, 371-379, 383-379, 383-392) an den \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer Herrn \u2026, N. oder an einen von den Kl\u00e4gern zu beauftragenden \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer zum Zwecke des Pfandverkaufs zur Auseinandersetzung der Miteigentums- und Erbengemeinschaften herauszugeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">II.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Beklagten zu 1) bis 10) werden gesamtverbindlich verurteilt, den Pfandverkauf der Sammlungsst\u00fccke der \u2026 Familiensammlung\/\u2026 Linie die sich als Leihgabe im Germanischen Nationalmuseum N. befinden, so wie sie sich aus dem im Anhang II der Klage beigef\u00fcgten im Leihgabenvertrag von 1968, Liste Anlagen A-F n\u00e4her bezeichnet ergeben, sowie des emaillierten Apostelkrugs mit Zinndeckel wie er sich aus Anhang III. n\u00e4her bezeichnet ergibt, zum Zwecke der Erbauseinandersetzung, zu dulden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Beklagten zu 1) bis 10) werden gesamtverbindlich verurteilt, der Herausgabe der im Anhang II. im Leihvertrag (A-F) n\u00e4her bezeichneten Sammlungsst\u00fccke sowie des emaillierten Apostelkrugs mit Zinndeckel wie er sich aus Anhang III. ergibt, durch das Germanische Nationalmuseum N. an den \u00f6ffentlich vereidigten Versteigerer Herrn \u2026, N.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">oder an einen von den Kl\u00e4gern zu beauftragen \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer zum Zwecke des Pfandverkaufs zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaften zuzustimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">III.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Beklagten zu 1) bis 10) werden gesamtverbindlich verurteilt, den Pfandverkauf des museumsgebundenen Sammlungsst\u00fccks Stammbaum der Gesamtfamilie (\u2026), welcher sich als Leihgabe im Stadtarchiv N. befindet, so wie er sich aus dem im Anhang IV der Klage beigef\u00fcgten Hinterlegungsvertrag von 2018 ergibt, zum Zwecke der Erbauseinandersetzung, zu dulden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Beklagten zu 1) bis 10) werden gesamtverbindlich verurteilt, die Herausgabe des museumsgebundenen Sammlungsst\u00fcck Stammbaum der Gesamtfamilie (\u2026) durch das Stadtarchiv der Stadt N. an den \u00f6ffentlich vereidigten Versteigerer Herrn \u2026, N. oder an einen von den Kl\u00e4gern zu beauftragenden \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Versteigerer zum Zwecke des Pfandverkaufs zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zuzustimmen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten beantragen die Zur\u00fcckweisung der Berufung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie verteidigen das angefochtene Urteil und wiederholen ihre erstinstanzlich bereits vorgebrachten Einwendungen. Nach Auffassung der Beklagten liege auf Klageseite eine notwendige Streitgenossenschaft vor, die Klage(n) seien schon als unzul\u00e4ssig abzuweisen, jedenfalls sei der gegen die Beklagten erhobene Auseinandersetzungsanspruch unbegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erg\u00e4nzend wird auf die Feststellungen des angefochtenen Urteils, die im Berufungsverfahren gewechselten Schrifts\u00e4tze und die Sitzungsniederschrift vom 7. Februar 2025 Bezug genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zul\u00e4ssige Berufung der Kl\u00e4gerin zu 1) hat in der Sache keinen Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I. Mit ihrem zul\u00e4ssigen Rechtsmittel hat die Kl\u00e4gerin zu 1) den Rechtsstreit nicht auch zugleich f\u00fcr die Kl\u00e4ger zu 2) bis 8) in die n\u00e4chste Instanz gebracht. Die weiteren Kl\u00e4ger waren daher vom Senat nicht gem\u00e4\u00df \u00a7 62 Abs. 2 ZPO im Berufungsverfahren zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unabh\u00e4ngig von der Frage, ob zwischen den Prozessbeteiligten eine Erbengemeinschaft besteht, sind klagende Miterben im Aktivprozess keine notwendigen Streitgenossen, da jeder Miterbe seinen eigenen Auseinandersetzungsanspruch im Leistungsklageweg geltend macht (Z\u00f6ller\/Althammer, ZPO, \u00a7 62 Rn 16 m.w.N.; M\u00fcKoBGB\/Fest, BGB, \u00a7 2042 Rn 63 und M\u00fcKoBGB\/Gergen, BGB, \u00a7 2032 Rn 46; Burandt\/Rojahn\/Flechtner, BGB, \u00a7 2042 Rn 50).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die im Gesetz f\u00fcr die Erbauseinandersetzung gegebenen Teilungsregeln sind im Sinne gegenseitiger Verpflichtungen der Erben zu verstehen, sich die Teilung nach diesen Regeln gefallen zu lassen. Es hat also jeder Erbe gegen jeden einzelnen der anderen Miterben in diesem Sinne einen Anspruch auf Mitwirkung bei der Auseinandersetzung, insbesondere auf Abgabe der daf\u00fcr erforderlichen Erkl\u00e4rungen (OLG K\u00f6ln, Urteil vom 17. Dezember 2003 \u2013 2 U 98\/03, juris).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleiches gilt f\u00fcr einen Aufhebungsanspruch aus Gemeinschaftsrecht nach \u00a7\u00a7 741, 749 BGB. Gem\u00e4\u00df \u00a7 749 BGB kann jeder Gemeinschafter seinen Anspruch auf Aufhebung einer Bruchteilsgemeinschaft im Leistungsklagewege geltend machen. Dies gilt auch, soweit der Bruchteil zum Verm\u00f6gen einer Gesamthandsgemeinschaft geh\u00f6rt (BeckOGK\/Fehrenbacher, BGB, \u00a7 749 Rn 12).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">II. Die von den Beklagten im Rahmen der Berufungserwiderung vorgebrachten Einwendungen gegen die Zul\u00e4ssigkeit der Klage bleiben ohne Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Klage ist zul\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Das Erstgericht ist rechtsfehlerfrei von einer hinreichenden Bestimmtheit der Leistungsklageantr\u00e4ge, wie sie die Kl\u00e4gerin zu 1) auch in zweiter Instanz weiterverfolgt, ausgegangen. Die einzelnen Klageantr\u00e4ge (Ziff. I bis III) enthalten konkrete Handlungen in Form des Herausgabe- und Zustimmungsverlangens bzw.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">zu duldende Ma\u00dfnahmen, die zur Durchsetzung eines der Auseinandersetzung vorgeschalteten Pfandverkaufs der bezeichneten Gegenst\u00e4nde bei Teilung durch Verkauf nach \u00a7\u00a7 749, 753 BGB erforderlich sind. Die notwendige Individualisierung einer Vielzahl von Gegenst\u00e4nden kann durch eine Bezugnahme auf Anlagen erfolgen und steht als solche einer hinreichenden Bestimmtheit des Klageantrags im Sinne des \u00a7 253 Abs. 2 ZPO nicht entgegen (Z\u00f6ller\/Greger, ZPO, \u00a7 253 Rn 12 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Beklagten k\u00f6nnen sich gegen\u00fcber der Kl\u00e4gerin zu 1) nicht mit Erfolg auf die Einrede des \u00a7 1032 ZPO berufen. Die am Familientag 1997 von den teilnehmenden Familienmitgliedern gew\u00fcnschte Schiedsbindung erstreckt sich nicht auf die Kl\u00e4gerin zu 1).<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen die Miterben oder die Teilhaber einer Gemeinschaft f\u00fcr den Fall der nicht einvernehmlichen Einigung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 1025ff. ZPO die Auseinandersetzung einem Schiedsgericht \u00fcbertragen, indem sie gem\u00e4\u00df \u00a7 1029 Abs. 1 ZPO vereinbaren, dass damit der Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten ausgeschlossen ist (f\u00fcr die Erbauseinandersetzung: BGH, Urteil vom 30. April 1959 \u2013 VII ZR 191\/57, juris).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierf\u00fcr gen\u00fcgt, dass die Entscheidung aller oder einzelner Streitigkeiten zwischen den Parteien in Bezug auf ein bestimmtes Rechtsverh\u00e4ltnis einem Schiedsgericht \u00fcbertragen wird. Eine weitere Konkretisierung ist nicht erforderlich (Z\u00f6ller\/Geimer, ZPO, \u00a7 1029 Rn 28).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Schiedsvereinbarung wirkt jedoch nur zwischen den Parteien, die eine solche Abrede getroffen haben. F\u00fcr und gegen Dritte kann eine Schiedsabrede nur ausnahmsweise Wirkung entfalten. Dies folgt bereits aus der grunds\u00e4tzlichen Unwirksamkeit von Vertr\u00e4gen zu Lasten Dritter (Z\u00f6ller\/Geimer, ZPO, \u00a7 1031 Rn 18 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin war zum Zeitpunkt der Familienversammlung am 26. Oktober 1997 bereits Rechtsnachfolgerin des Anteils des D. (auszugsweise vorgelegter notarieller \u00dcberlassungsvertrag vom 19. Januar 1996, Anlage K5, nebst Erg\u00e4nzungsurkunde, Anlage K6). Die weiteren Familienmitglieder konnten daher den Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten f\u00fcr Streitigkeiten \u00fcber die verfahrensgegenst\u00e4ndliche Familiensammlung nicht zu Lasten der Kl\u00e4gerin zu 1) ausschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch von einem Fall der nachtr\u00e4glichen stillschweigenden Zustimmung der Kl\u00e4gerin zu 1) nach Zugang des Protokolls der Familienversammlung, wie sie beispielsweise im kaufm\u00e4nnischen Verkehr bei Vorliegen eines Handelsbrauchs denkbar ist, kann mangels konkreter Anhaltspunkte nicht ausgegangen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">III. Der Kl\u00e4gerin zu 1) kommt jedoch weder der gegen die Beklagten zu 1) bis 10) klageweise geltend gemachte Anspruch auf Auseinandersetzung der Miterbengemeinschaft noch ein gemeinschaftsrechtlicher Aufhebungsanspruch zu.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Kl\u00e4gerin zu 1) kann sich nicht auf einen Auseinandersetzungsanspruch gegen die Beklagten zu 1) bis 10) nach \u00a7\u00a7 2032, 2042 ff., 749 Abs. 2, 750 ff. BGB berufen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Nach \u00a7 2042 BGB steht jedem Miterben unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe seines Anteils sowie einem Erbteilerwerber (\u00a7 2033 BGB) das Recht auf Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu. Der Anspruch ist gegen diejenigen Miterben zu richten, welche die Auseinandersetzung generell oder den konkret aufgestellten Auseinandersetzungsplan ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitglieder der Gemeinschaft sind jedoch nur die im Erbfall gleichzeitig und nebeneinander eintretenden gesetzlichen oder gewillk\u00fcrten Erben (M\u00fcKoBGB\/Gergen, BGB, \u00a7 2032 Rn 2). Verstirbt nach Entstehen der Miterbengemeinschaft und vor Auseinandersetzung ein Miterbe, so tritt hinsichtlich seines Anteils sein Erbe an seine Stelle (\u00a7 1922 Abs. 1 BGB). Mehrere Erben treten in gesonderter Miterbengemeinschaft ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie bilden eine Erbeserbengemeinschaft, also eine gesamth\u00e4nderische Unterbeteiligung an der Erbengemeinschaft (Gr\u00fcneberg\/Weidlich, BGB, \u00a7 2032 Rn 2). Die Teilung des Nachlasses nach dem verstorbenen Miterben kann auch jeder Erbeserbe verlangen. b) Soweit die Kl\u00e4gerin zu 1) gegen die Beklagten zu 1) bis 10) als Erbeserbin (in der Linie nach F.) oder als Anteilserwerberin (in der Linie nach G.) einen Anspruch auf Auseinandersetzung der Miterbengemeinschaft geltend macht, ist ein solcher (Gesamt-)Auseinandersetzungsanspruch nicht gegeben, da nach dem Parteivortrag zwischen s\u00e4mtlichen Prozessbeteiligten keine gemeinsame Miterbengemeinschaft besteht. Vielmehr sind bei Versterben des Miteigent\u00fcmers G. am 27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dezember 1938 und bei Versterben des weiteren Miteigent\u00fcmers F. am 9. M\u00e4rz 1948 jeweils selbst\u00e4ndige Miterbengemeinschaften nach \u00a7 2032 BGB entstanden: einerseits die Miterbengemeinschaft nach G, andererseits die Miterbengemeinschaft nach F. Innerhalb der jeweils nicht vollst\u00e4ndig auseinandergesetzten Miterbengemeinschaften entstanden bei Nachversterben eines Miterben jeweils weitere Erbeserbengemeinschaften, die als gesonderte Miterbengemeinschaften an Stelle des verstorbenen Miterben traten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin zu 1) kann im Hinblick auf beide Gesamthandgemeinschaften nicht \u00fcbergeordnet die Gesamtauseinandersetzung des \u201eungeteilten Familienverm\u00f6gens\u201c auf Grundlage der \u00a7\u00a7 2032, 2042, 2044 ff. BGB fordern, denn der teils noch ungeteilte Nachlass nach G. und der teils noch ungeteilte Nachlass nach F. stehen zueinander nicht in gesamth\u00e4nderischer Verbundenheit im Sinne des \u00a7 2032 Abs. 1 BGB.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Auseinandersetzung kann sich nur innerhalb der jeweiligen Erbengemeinschaft auf den jeweils zugeh\u00f6rigen Nachlass, soweit er noch nicht vollst\u00e4ndig auseinandergesetzt wurde, erstrecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Br\u00fcder G. und F. jeweils h\u00e4lftige Miteigent\u00fcmer der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung waren, steht die Familiensammlung im Eigentum einer Bruchteilsgemeinschaft. Einen h\u00e4lftigen Anteil h\u00e4lt die Erbeserbengemeinschaft nach G. in gesamth\u00e4nderischer Bindung und den anderen h\u00e4lftigen Anteil h\u00e4lt die Erbeserbengemeinschaft nach F.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dementsprechend ist der erbrechtliche Auseinandersetzungsanspruch jeder (Erbes-)Erbengemeinschaft auf deren gesamth\u00e4nderisch gehaltenen Miteigentumsanteil und das weitere \u201epers\u00f6nliche\u201c Nachlassverm\u00f6gen des jeweiligen Erblassers beschr\u00e4nkt. Die Auseinandersetzungen von Gesamthand (Erbengemeinschaft) und Gemeinschaft nach Bruchteilen (bestehend aus zwei Erbengemeinschaften) sind dabei voneinander abzugrenzen, denn sie folgen jeweils eigenen Regelungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine gegenst\u00e4ndlich beschr\u00e4nkte Teilauseinandersetzung ist zudem nur in engen Grenzen m\u00f6glich und bedarf grunds\u00e4tzlich des Einverst\u00e4ndnisses aller Miterben. c) Im \u00dcbrigen m\u00fcssten f\u00fcr die jeweilige Erbauseinandersetzung auch die durch Testament des jeweiligen Erblassers angeordneten Verf\u00fcgungen betreffend den Anteil am \u201eFamilienverm\u00f6gen\u201c, soweit diese erbrechtlich wirksam und insbesondere hinreichend bestimmt sind, Ber\u00fccksichtigung finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Eltern der Kl\u00e4gerin zu 1) hatten im gemeinsamen handschriftlichen Ehegattentestament vom 29. November 1983 unter anderem bestimmt, dass die in beigef\u00fcgter Liste angef\u00fchrten Gegenst\u00e4nde sowie die Sammlungsgegenst\u00e4nde, die als Leihgaben dem Germanischen Nationalmuseum in N. \u00fcberlassen wurden, als \u201eunver\u00e4u\u00dferlicher Familienbesitz\u201c den \u201eAgnaten der \u2026 Linie\u201c verbleiben sollen. Zwar ist eine Aufspaltung des Nachlasses in Privat- und Familienverm\u00f6gen dem B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch fremd.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich denkbar ist aber eine Auslegung des Erblasserwillens beider Eheleute dahingehend, dass der nachlasszugeh\u00f6rige Anteil an der Familiensammlung nach Versterben des l\u00e4ngerlebenden Ehegatten im Verm\u00e4chtniswege den gemeinsamen S\u00f6hnen, den Agnaten, zukommen soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Senat kann die Bewertung der auslegungsbed\u00fcrftigen erbrechtlichen Bestimmungen der Eltern der Kl\u00e4gerin zu 1) im hiesigen Rechtsstreit letztendlich offen lassen, da sich der diesbez\u00fcgliche Auseinandersetzungsanspruch hinsichtlich des Nachlasses der nachverstorbenen Ehefrau EL ungeachtet der testamentarischen Regelung nur gegen die f\u00fcnf Geschwister der Kl\u00e4gerin zu 1) als Miterben der Erbengemeinschaft nach EL erstreckt und jedenfalls nicht im Wege der hier klageweise geltend gemachten Gesamtauseinandersetzung aller Gemeinschaften verfolgt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lediglich erg\u00e4nzend sei angemerkt, dass sich aus der von der Kl\u00e4gerin zu 1) im Berufungsverfahren vorgelegten Ausfertigung einer Entscheidung des Amtsgerichts Coburg \u2013 Nachlassgerichts vom 3. November 1951 (Anlage BK 4) im Erbscheinsverfahren nach F. ergibt, dass der Erblasser in einem Testament hinsichtlich seines in den Nachlass fallenden Anteils am \u201eFamilienverm\u00f6gen\u201c seinen Sohn E. als \u201eErbe\u201c und hinsichtlich des \u201ePrivatverm\u00f6gens\u201c beide Kinder zu gleichen Teilen als Erben einsetzte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Nachlassgericht hatte in der damaligen Entscheidung erl\u00e4uternd ausgef\u00fchrt, dass es sich bei der \u201eErbeinsetzung\u201c in Bezug auf den Anteil am Familienverm\u00f6gen um ein Vorausverm\u00e4chtnis zugunsten des Sohnes E. handeln k\u00f6nne (\u00a7 2084 BGB), ein Verm\u00e4chtnisanspruch aber aus gesetzlichen Gr\u00fcnden nicht Inhalt eines Erbscheins sein k\u00f6nne. Der Erbschein weist daher nur die zwischen den Parteien nicht in Streit stehende Erbfolge nach F. durch beide Kinder mit einer Quote zu je 1\/2 aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch diese testamentarische Verf\u00fcgung w\u00e4re im Rahmen einer vollst\u00e4ndigen Erbauseinandersetzung der Erbengemeinschaft nach F. zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein Anspruch auf Aufhebung der Bruchteilsgemeinschaft an der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung kann sich daher nur aus Gemeinschaftsrecht (\u00a7\u00a7 741, 749, 752, 753 BGB) ergeben, besteht aber ebenfalls nicht.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Aufhebung der Gemeinschaft im Sinne des \u00a7 741 BGB richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben der \u00a7\u00a7 752 ff. BGB. Diese umfassen auch die notwendigen vorbereitenden Ma\u00dfnahmen durch Verkauf der Gemeinschaftsg\u00fcter, soweit diese nicht in gleiche Teile aufteilbar sind und die Versilberung durch Pfandverkauf zur Herstellung der Teilbarkeit erforderlich ist. b) Eine Gesamthandsgemeinschaft, mithin auch eine Erbengemeinschaft, kann Teilhaber einer Gemeinschaft nach Bruchteilen sein, da es sich um rechtlich verselbst\u00e4ndigtes Sonderverm\u00f6gen handelt (BGH, Urteil vom 9. Februar 1983 \u2013 IVa ZR 162\/81 und Urteil vom 25. April 2001 \u2013 IV ZR 281\/99, juris).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Die Kl\u00e4gerin zu 1) wurde durch Verf\u00fcgung des D. im Wege lebzeitigen Anteilserwerbs Eigent\u00fcmerin seines ideellen Anteils an dem innerhalb dieser Linie gesamth\u00e4nderisch gehaltenen h\u00e4lftigen Miteigentumsanteil an der Familiensammlung (auszugsweise vorgelegter \u00dcberlassungsvertrag vom 19. Januar 1996, Anlagen K5 und Anlage K6). D. hatte seinen Vater MB allein beerbt, so dass er grunds\u00e4tzlich \u00fcber dessen Nachlass frei verf\u00fcgen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit in den Nachlass des MB der noch nicht vollst\u00e4ndig auseinandergesetzte Anteil an der Miterbengemeinschaft nach G. fiel und zwar der hier verfahrensgegenst\u00e4ndliche h\u00e4lftige Miteigentumsanteil an der Familiensammlung, konnte er als Rechtsnachfolger des Miterben MB zwar nicht \u00fcber einzelne gebundene Nachlassgegenst\u00e4nde oder seinen Anteil daran verf\u00fcgen (\u00a7 2033 Abs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2 BGB), wohl aber \u00fcber seinen Erbteil als solchen, also \u00fcber seine ideelle quotale Berechtigung am noch nicht auseinandergesetzten Gesamthandsverm\u00f6gen (\u00a7 2033 Abs. 1 BGB). Aus der Notarurkunde vom 19. Januar 1996 ergibt sich, dass nachlasszugeh\u00f6rige Grundst\u00fccke nicht mehr vorhanden und sonstiges Verm\u00f6gen bereits auseinandergesetzt war (Seite 4 der Notarurkunde).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ideelle Berechtigung, die sich ausweislich der Erkl\u00e4rungen der Vertragsbeteiligten nur noch auf den gesamth\u00e4nderischen Anteil am Familienverm\u00f6gen bezog, konnte die Kl\u00e4gerin zu 1) mithin gem\u00e4\u00df \u00a7 2033 Abs. 1 BGB wirksam erwerben mit der Folge, dass sie in die gesamth\u00e4nderische Berechtigung am h\u00e4lftigen Anteil der Familiensammlung eintrat. Die H\u00f6he des ideellen Anteils, den das Landgericht W\u00fcrzburg mit Feststellungsurteil vom 3.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Juli 2001 aufgrund des damaligen Sach- und Streitstands im Prozessrechtsverh\u00e4ltnis zwischen der Kl\u00e4gerin zu 1) und dem Beklagten zu 2) mit 25% bewertet hat, steht im hiesigen Verfahren nicht in Streit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die Kl\u00e4gerin zu 1) in die gesamth\u00e4nderische Berechtigung der Miterbengemeinschaft nach G. an der Familiensammlung eingetreten ist, steht ihr der Aufhebungsanspruch als Rechtsnachfolgerin des Miterben zur gesamten Hand zu. Auch als Gesamth\u00e4nderin kann die Kl\u00e4gerin zu 1) den Anspruch nach \u00a7 749 Abs. 1 BGB geltend machen. Leistung kann sie gem\u00e4\u00df \u00a7 2039 BGB nur f\u00fcr die Erbengemeinschaft verlangen (BeckOGK\/Fehrenbacher, BGB, \u00a7 749 Rn 12; M\u00fcKoBGB\/Schmidt, BGB, \u00a7 749 Rn 17 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kl\u00e4gerin zu 1) ist daher grunds\u00e4tzlich anspruchsberechtigte Teilhaberin. \u00dcberdies haben erstinstanzlich s\u00e4mtliche weiteren Mitglieder der Erbengemeinschaft nach G., mithin alle Gesamth\u00e4nder dieses Bruchteils, die Aufhebung der Gemeinschaft verlangt. Es ist daher davon auszugehen, dass s\u00e4mtliche Gesamth\u00e4nder, auch wenn sie nicht alle am Berufungsverfahren beteiligt sind, mit dem von der Kl\u00e4gerin zu 1) im Berufungsverfahren weiterverfolgten Aufhebungsverlangen einverstanden sind. d) Der Aufhebungsanspruch richtet sich gegen den anderen Teilhaber der Miteigentumsgemeinschaft, mithin gegen die eine Aufhebung ablehnenden Mitglieder der Erbengemeinschaft nach F.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">e) Die Beklagten berufen sich jedoch mit Erfolg auf das zwischen den vormaligen Miteigent\u00fcmern G. und F. vereinbarte und sich auf s\u00e4mtliche Rechtsnachfolger erstreckende Teilungsverbot als Auseinandersetzungshindernis. Das vertraglich vereinbarte unbefristete Teilungsverbot vom 2. Januar 1936 hat nach wie vor Bestand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Senat kann \u2013 wie das Erstgericht \u2013 nicht zweifelsfrei feststellen, dass die Familienmitglieder in der Familienversammlung im Jahr 1966 abweichend zum niedergeschriebenen Datum tats\u00e4chlich den Familienvertrag vom 2. Januar 1936 f\u00fcr gegenstandslos und aufgehoben erkl\u00e4rten. Zwar deuten einzelne der kl\u00e4gerseits vorgetragenen Umst\u00e4nde f\u00fcr sich genommen darauf hin, dass die in der damaligen Familienversammlung beschlossene Aufhebung (auch) den Familienvertrag vom 2. Januar 1936 betroffen haben k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Gesamtw\u00fcrdigung aller Umst\u00e4nde l\u00e4sst sich aber nicht zur \u00dcberzeugung des Senats feststellen, dass im Erkl\u00e4rungszeitpunkt M\u00e4rz 1966 die Aufhebung des Familienvertrages aus dem Jahr 1936 der tats\u00e4chliche Erkl\u00e4rungswille der Familienmitglieder war. aa) Im Rahmen der Auslegung von Willenserkl\u00e4rungen (\u00a7\u00a7 133, 157 BGB) ist zun\u00e4chst vom Wortlaut der Erkl\u00e4rung auszugehen. Ist dieser mehrdeutig und daher auslegungsbed\u00fcrftig, sind in einem zweiten Auslegungsschritt die au\u00dferhalb des Erkl\u00e4rungsakts liegenden Begleitumst\u00e4nde einzubeziehen, soweit sie einen Schluss auf den Sinngehalt der Vereinbarung zulassen (BGH, Beschluss vom 14.2.2017 \u2013 VI ZB 24\/16, juris; Gr\u00fcneberg\/ Ellenberger, BGB, \u00a7 133 Rn 1 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als solche f\u00fcr die Auslegung ma\u00dfgeblichen Begleitumst\u00e4nde kommt neben der Interessenlage der Beteiligten insbesondere auch ihr sp\u00e4teres Verhalten in Betracht (BGH, a.a.O.). bb) Das im Protokoll der Familienversammlung von 1966 angegebene Datum \u201e27. Okt. 1935\u201c ist zun\u00e4chst ein Indiz, dass die Erkl\u00e4renden im Rahmen der Beschlussfassung auch tats\u00e4chlich nur den Familienvertrag vom 27. Oktober 1935 gemeint haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Senat schlie\u00dft dies aus dem Gesamtinhalt des Protokolls der Familiensammlung: Die Familienmitglieder hatten ausweislich des Protokolls (Seite 1) zuerst \u00fcber Unterbringung und Verbleib der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung diskutiert und einvernehmlich beschlossen, diese im gemeinsamen Besitz zu belassen sowie weitere Regelungen zur Verwaltung der Sammlungsst\u00fccke, beispielsweise der Leihgabe an Familienmitglieder und der Instandhaltungskosten vereinbart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem nachfolgenden Abschnitt wurde protokolliert, dass Einigkeit erzielt worden sei, dass der Familienvertrag vom 27. Oktober 1935 den heutigen Verh\u00e4ltnissen nicht mehr gerecht werde und daher beschlossen wurde, dass der Familienvertrag als aufgehoben zu betrachten sei. Alle zurzeit in gemeinschaftlicher Verwaltung befindlichen Verm\u00f6gensteile sollen bis auf weiteres gemeinschaftlich verwaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachfolgend in einem abgesetzten dritten Abschnitt wurde protokolliert, dass hinsichtlich der fr\u00fcher gemeinschaftlich, jetzt getrennt bewirtschafteten Verm\u00f6gensteile, zurzeit nicht an eine Ausweitung der gemeinschaftlichen Bewirtschaftung gedacht sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Reihenfolge der er\u00f6rterten Punkte l\u00e4sst darauf schlie\u00dfen, dass sich die Familienmitglieder einig waren, dass die Familiensammlung nicht aufgeteilt, sondern weiterhin in gemeinsamem Besitz bleiben und wie beschrieben verwaltet werden sollte, die urspr\u00fcngliche zur Erhaltung des Traditionsverm\u00f6gens in der Familienversammlung vom Oktober 1935 angedachte Vereinsl\u00f6sung (\u201eFamilienvertrag vom 27. Okt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1935\u201c) nicht mehr aufrechterhalten oder neu gelebt werden solle und bereits getrennt verwaltetes Immobilienverm\u00f6gen aktuell nicht wirtschaftlich zusammengef\u00fchrt werden solle. cc) Auch die Tatsache, dass am 27. Oktober 1935 eine Familienversammlung abgehalten wurde, in der die Gr\u00fcndung eines Familienvereins beschlossen wurde, deutet darauf hin, dass nur der \u201eFamilienvertrag vom 27. Oktober 1935\u201c und nicht der am 2. Januar 1936 geschlossene Familienvertrag aufgehoben werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in der Familienversammlung im Jahr 1935 einvernehmlich getroffenen Regelungen zum Abschluss eines Familienvereins k\u00f6nnen, wie das Erstgericht zutreffend ausf\u00fchrt, im allgemeinen Sprachgebrauch als \u201eFamilienvertrag\u201c bezeichnet werden, auch wenn sie nicht ausdr\u00fccklich so bezeichnet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umstand, dass der Familienverein nachfolgend im Vereinsregister eingetragen, das Eigentum an der streitgegenst\u00e4ndlichen Familiensammlung jedoch nicht auf den Verein \u00fcbertragen und dieser Familienverein nach dem Krieg im Jahr 1948 im Vereinsregister gel\u00f6scht wurde, f\u00fcgt sich mit dem Erkl\u00e4rungsinhalt zusammen, dass eine vormals gew\u00fcnschte Verm\u00f6gensbindung in Form eines Familienvereins \u201eden heutigen Verh\u00e4ltnissen nicht mehr gerecht\u201c werde. Nachdem im Gr\u00fcndungsprotokoll vom 27.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oktober 1935 neben der Sammlung auch weiteres Verm\u00f6gen angegeben ist, l\u00e4sst sich dies mit der Formulierung in Einklang bringen, dass weiterhin die Notwendigkeit bestehe Beschluss zu fassen \u201e\u00fcber die Frage, ob das bisher gemeinschaftlich verwaltete Familienverm\u00f6gen aufgeteilt werden soll oder nicht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hierf\u00fcr spricht auch, dass im Familienvertrag aus 1936 unter XXIII (Seite 52 der Urkunde, Anlage K 1) festgehalten wird, dass der vor Abschluss dieses Vertrages gegr\u00fcndete Familienverein \u201ezu seinem Teile die gleichen Zwecke erf\u00fcllen\u201c solle. \u201eDie beiden Vertr\u00e4ge\u201c st\u00fcnden deswegen in vollem Einklang. Soweit sich eine Verschiedenheit ergeben sollte, sollen die jeweiligen Miteigent\u00fcmer innerhalb des Familienvereins die erforderlichen Erkl\u00e4rungen abgeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Folglich war es den Mitgliedern der Familie bewusst, dass zwei Vertr\u00e4ge mit gleicher Zweckrichtung existierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn die L\u00f6schung des Vereins im Jahr 1948 ins Vereinsregister eingetragen wurde, ist eine sp\u00e4tere, auf die vertragliche Grundlage dieses Familienvereins bezogene Beschlussfassung durchaus plausibel. Denn in \u00a7 10 der Vereinssatzung (Anlage B4) war bestimmt, dass die Aufl\u00f6sung des Vereins einen f\u00f6rmlichen Beschluss der Familie erfordere und der Familientag zugleich auch \u00fcber die Verwendung des Vereinsverm\u00f6gens beschlie\u00dfen solle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten hatten insoweit vorgetragen, dass der Familie eine fr\u00fchere Beschlussfassung in den Kriegswirren nicht m\u00f6glich gewesen sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mithin kann nicht davon ausgegangen werden, dass hinsichtlich des Familienvereins im Jahr 1966 kein weiterer Regelungsbedarf mehr bestanden habe. dd) Der Senat ber\u00fccksichtigt im Rahmen der Auslegung der Willenserkl\u00e4rungen insbesondere auch die in den Folgejahren nach 1966 innerhalb der Familie ge\u00fcbte Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl in den protokollierten allgemeinen Erkl\u00e4rungen in der Notarurkunde der Anteils\u00fcbertragung auf die Kl\u00e4gerin zu 1) (Seite 4 der Notarurkunde, Anlage K5) als auch im handschriftlichen Ehegattentestament der Eltern der Kl\u00e4gerin zu 1) aus dem Jahr 1983 (Anlage K 10) ist ersichtlich, dass ungeachtet der von den Nachlassgerichten durch Erbschein ausgewiesenen Erbfolgen nach G. und F. die Nachkommen \u00fcber Jahrzehnte, auch nach 1966, bei jedem Erbfall in Erf\u00fcllung des Familienvertrages von 1936 davon ausgingen, dass die Familiensammlung anders als das \u201ePrivatverm\u00f6gen\u201c innerhalb der Familie als \u201eungeteiltes Familienverm\u00f6gen\u201c an \u201edie Agnaten\u201c weiterzugeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ee) Ein nur geringer Beweiswert kommt der sp\u00e4teren Mitteilung des D. an den ehemaligen Prozessbevollm\u00e4chtigten der Kl\u00e4gerin zu 1) im M\u00e4rz 1999 (Anlage K 34) zu. D. hatte seinen Anteil am Familienverm\u00f6gen auf die Kl\u00e4gerin zu 1) nur drei Jahre zuvor, im Januar 1996, \u00fcbertragen. Im Rahmen der rechtsgesch\u00e4ftlichen \u00dcbertragung hat der Notar die Erkl\u00e4rungen der Vertragsbeteiligten zur Historie der Familienversammlung unter Ziff. I 1) bis 3) in der Notarurkunde detailliert protokolliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese hatten unter anderem angegeben, dass die Familienmitglieder den Familienvertrag \u201eweitgehend umgesetzt\u201c h\u00e4tten (Seite 2 der Notarurkunde, Anlage K 5). Des Weiteren wurde die ge\u00fcbte Praxis festgehalten, wonach die Sammlung innerhalb der Linien ungeteilt an die S\u00f6hne weitergegeben wurde (Seite 4 der Notarurkunde, Anlage K 5).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Hinblick auf diese Schilderungen zur Eigentumslage konnten die Vertragsparteien im \u00dcbertragungszeitpunkt am 19. Januar 1996 auch annehmen, dass D. als Rechtsnachfolger seines Vaters dessen h\u00e4lftige Beteiligung an der ungeteilten Familiensammlung im Wege der Erbfolge erworben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Landgericht W\u00fcrzburg hatte in einem nachfolgenden Zivilrechtsstreit im Hinblick auf die widerstreitenden Ansichten zur Eigentumslage und der im Rahmen der Erbscheinsverfahren nicht anerkannten Agnaten-Regelung im Prozessrechtsverh\u00e4ltnis zwischen der Kl\u00e4gerin zu 1) und ihrem beklagten Bruder (dem Beklagten zu 2) durch Feststellungsurteil vom 3. Juli 2001 (Anlage K 2) den erworbenen ideellen Anteil der Kl\u00e4gerin zu 1) an der Sammlung mit (nur) 25% beziffert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die per E-Mail mitgeteilte Erkl\u00e4rung des D. aus dem Jahre 1999, wonach sich die Familienangeh\u00f6rigen im Jahre 1966 bereits einig gewesen seien, dass alle fr\u00fcheren Familienvertr\u00e4ge gegenstandslos und aufgehoben sein sollten, steht insoweit in Widerspruch zu seinen nur drei Jahre zuvor abgegebenen notariell beurkundeten Erkl\u00e4rungen. ff) Ein anderes Ergebnis ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, dass der Beklagte zu 1) am 6. Dezember 1997 den Familienvertrag vom 2. Januar 1936 versehen mit einem \u201eAufhebungsvermerk\u201c zur Sammlung gegeben hat (Anlage K 22) und die Urkunde nebst Vermerk im Mai 2009 als Anlage D3 beim Landesamt f\u00fcr Denkmalschutz im Rahmen der Antragsstellung einer gew\u00fcnschten denkmalschutzrechtlichen Bindung der Sammlungsst\u00fccke an Schloss S. vorlegte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Erstgericht hat diesen Umstand in nicht zu beanstandender Weise in die Gesamtw\u00fcrdigung einbezogen, indem es sich auf die erl\u00e4uternden Angaben des Beklagten zu 1) st\u00fctzte. Er hatte angegeben, dass er durch den Vermerk lediglich zum Ausdruck habe bringen wollen, dass er den Familienvertrag vom 2. Januar 1936 der Sammlung beif\u00fcge mit der Klarstellung, dass der weitere Familienvertrag aufgehoben und der Familienverein gel\u00f6scht sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit auf Seite 2 des Antrages an das Landesamt f\u00fcr Denkmalschutz (Anlage K 23) unter \u201eAnlass des Antrages\u201c beschrieben wurde, dass sich die Familienmitglieder sp\u00e4ter einigten, den Vertrag von 1936 nach Einstufung als Umgehungsgesch\u00e4ft des Fideikommissrechts nicht mehr anzuwenden, steht diese in Einklang mit der ge\u00fcbten Praxis, dass seither auch weibliche Abk\u00f6mmlinge als erbberechtigt erachtet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese im Rahmen des Denkmalschutzverfahrens gemachten Erkl\u00e4rungen der Antragssteller lassen daher nicht den R\u00fcckschluss zu, dass hierdurch zweifelsfrei belegt werden kann, dass die Aufhebung des Familienvertrages vom 2. Januar 1936 am Familientag M\u00e4rz 1966 beschlossen worden sei. gg) Auch die \u201eFeststellungen zur Eigentumslage\u201c im Protokoll der Familienversammlung am 26. Oktober 1997 unter TOP 5 f\u00fchren nicht zu einem anderen Ergebnis. Aus den Protokollinhalten ist lediglich ersichtlich, dass die Nachlassgerichte 1939 (nach dem Versterben von G.) und 1949 (nach dem Versterben von F.) ungeachtet der Agnaten-Regelung im Familienvertrag aus 1936 die weiblichen Abk\u00f6mmlinge als erbberechtigt anerkannten. Die Beteiligten erachteten daher aufgrund der Erbscheine \u00fcber die Erbfolgen nach G.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">und F. den Familienvertrag und die Verzichtserkl\u00e4rungen der Nicht-Agnaten f\u00fcr aufgehoben. Die Erben von SL, der Tochter des Miteigent\u00fcmers G., sahen sich aufgrund der erteilten Erbscheine und der \u201eBest\u00e4tigung der Au\u00dferkraftsetzung am Familientag 1966\u201c als 25%ige Eigent\u00fcmer. Die Beklagten hatten insoweit vorgetragen, dass es sich bei den protokollierten Feststellungen zur Eigentumslage im Protokoll von 1997 lediglich um Meinungen der Familienmitglieder handelte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Protokollinhalte lassen daher ebenfalls nicht den R\u00fcckschluss zu, dass die am Familientag 1966 beteiligten Familienmitglieder nicht lediglich die \u201eVereinsl\u00f6sung\u201c, sondern tats\u00e4chlich den Familienvertrag vom 2. Januar 1936 mit der Agnaten-Regelung und den weiter vereinbarten Regelungen meinten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Gesamtw\u00fcrdigung aller zu ber\u00fccksichtigenden Umst\u00e4nde kann ein gemeinsamer Parteiwille aller Vertragsschlie\u00dfenden (\u00a7\u00a7 133, 157 BGB), dass der Familienvertrag vom 2. Januar 1936 als gegenstandslos und aufgehoben werden sollte, nicht festgestellt werden. f) Das zwischen den Miteigent\u00fcmern G. und F. in diesem Familienvertrag vereinbarte dauerhafte Verbot der Teilung der Miteigent\u00fcmergemeinschaft an der Familiensammlung hat infolgedessen nach wie vor Bestand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar erachtet auch der Senat die von den Nachlassgerichten bereits in den Nachlassverfahren nicht anerkannten Verzichtserkl\u00e4rungen der Nicht-Agnaten f\u00fcr unwirksam, weil sie einen gegenst\u00e4ndlich beschr\u00e4nkten Erb- und Pflichtteilsverzicht hinsichtlich der zum \u201eFamilienverm\u00f6gen\u201c z\u00e4hlenden Gegenst\u00e4nde darstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein solcher Verzicht, der auf den Anteil am Familienverm\u00f6gen beschr\u00e4nkt erkl\u00e4rt wurde, ist unzul\u00e4ssig, da f\u00fcr die Erbfolge der Grundsatz der Universalsukzession (\u00a7 1922 BGB) gilt, das B\u00fcrgerliche Gesetzbuch bei dem Nachlass eines Erblassers nicht zwischen \u201epers\u00f6nlichem Verm\u00f6gen\u201c bzw. \u201ePrivatverm\u00f6gen\u201c und \u201eFamilienverm\u00f6gen\u201c unterscheidet und insbesondere keine unmittelbare erbrechtliche Rechtsnachfolge in einzelne Gegenst\u00e4nde kennt (Staudinger\/Schotten, BGB, \u00a7 2346 Rn. 61 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum anderen stellte die vereinbarte Agnaten-Regelung und der dadurch gew\u00fcnschte dauerhafte Erhalt des Familienverm\u00f6gens als \u201eSonderverm\u00f6gen\u201c in der Linie der m\u00e4nnlichen Abk\u00f6mmlinge eine Umgehung des nach Art. 155 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 und in den Ausf\u00fchrungsgesetzen der damaligen L\u00e4nder abgeschafften Erbrechtsfideikommiss dar. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob sich f\u00fcr das Umgehungsgesch\u00e4ft eine Nichtigkeit aus \u00a7 134 BGB oder auch aus \u00a7 138 BGB ergibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die (Teil-)Nichtigkeit der das gesetzliche Erbrecht der Nicht-Agnaten beeintr\u00e4chtigende Bestimmung f\u00fchrt jedoch nicht zur Gesamtnichtigkeit aller im Familienvertrag getroffenen Vereinbarungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Auseinandersetzungsausschluss, der s\u00e4mtliche Gesamtrechtsnachfolger und Sonderrechtsnachfolger binden und den innerfamili\u00e4ren Erhalt der Sammlung als Traditionsverm\u00f6gen sicherstellen sollte \u2013 und damit einen legitimen Zweck verfolgt \u2013, ist nach dem erkennbar erkl\u00e4rten Parteiwillen von einer etwaigen Nichtigkeit der anderen Willenserkl\u00e4rungen nicht betroffen. Die Parteien hatten ausdr\u00fccklich eine umfassend formulierte Erhaltungsklausel im notariell beurkundeten Familienvertrag aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar sind die erbrechtlichen Regelungen ein wesentlicher Bestandteil des Vertrages und die einzelnen erbvertraglichen Willenserkl\u00e4rungen (Vererbung im Mannesstamm, Verzichtserkl\u00e4rung der Frauen, Versorgungszusicherung gegen\u00fcber den weiblichen Angeh\u00f6rigen) in ihrem Bestand voneinander abh\u00e4ngig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit die vertraglichen Regelungen jedoch lediglich allgemeine Absichtserkl\u00e4rungen enthalten oder auch den Familienverein betreffen, Vorkaufsrechte an den Gegenst\u00e4nden vorsehen oder das bestehende Miteigentum der Br\u00fcder bereits lebzeitig beschr\u00e4nken, sind diese Regelungen zum erbvertraglichen Inhalt jedenfalls ohne weiteres teilbar im Sinne von \u00a7 139 BGB. g) Die Kl\u00e4gerin zu 1) kann sich hinsichtlich des Teilungsverbotes nicht mit Erfolg auf die Anwendung der 30-j\u00e4hrige H\u00f6chstfrist des \u00a7 2044 Abs. 2 BGB berufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">aa) Gem\u00e4\u00df \u00a7 2044 Abs. 2 BGB kann ein Erblasser im Wege einer Verf\u00fcgung von Todes wegen \u2013 kraft Gesetzes auf 30 Jahre begrenzt \u2013 die Auseinandersetzung des gesamten Nachlasses oder einzelner Teile davon verbieten, Miterben k\u00f6nnen entsprechendes erbvertraglich vereinbaren. Des Weiteren kann ein solcher Aufhebungsausschluss aber auch durch lebzeitiges Rechtsgesch\u00e4ft unter den Teilhabern einer Gemeinschaft verabredet werden (M\u00fcKoBGB\/Schmidt, BGB, \u00a7 749 Rn 8 m.w.N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die lebzeitige rechtsgesch\u00e4ftliche Regelung, die nach \u00a7\u00a7 749 Abs. 2, 751 Satz 1 BGB auch mit dauerhafter Bindungswirkung f\u00fcr den Sondernachfolger geschlossen werden kann, sieht das Gesetz im Gemeinschaftsrecht abweichend zur erbrechtlichen Regelung in \u00a7 2044 BGB keine absolute H\u00f6chstfrist vor. Eine analoge Anwendung des \u00a7 2044 Abs. 2 BGB kommt mangels Regelungsl\u00fccke nicht in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzgeber hat insoweit statt einer Fristenregelung ein unabdingbares Recht zur Aufhebung aus wichtigem Grund normiert, \u00a7 749 Abs. 2 BGB. bb) Die Miteigent\u00fcmer G. und F. haben im Familienvertrag vom 2. Januar 1936 mit den weiteren vertragsschlie\u00dfenden Familienangeh\u00f6rigen sowohl einvernehmlich erbrechtliche Regelungen innerhalb der Familie (Nachfolge im Mannesstamm, Erbverzichtserkl\u00e4rungen der Nicht-Agnaten) als auch sonstige Vereinbarungen getroffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits aus dem Wortlaut des Teilungsausschlusses ist im Wege der Auslegung nach \u00a7\u00a7 133, 157 BGB klar erkennbar, dass die beiden Miteigent\u00fcmer einen Aufhebungsausschluss mit sofortiger Wirkung vereinbarten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es entsprach auch dem schriftlich niedergelegten Vertragszweck, der Sicherung des dauerhaften Erhalts der Familiensammlung als Traditionsverm\u00f6gens in der Familie, dass das Auseinandersetzungsverbot nicht erst f\u00fcr die Folgegenerationen im Erbfall Wirkung entfalten sollte, sondern die beiden Br\u00fcder unmittelbar und dauerhaft binden und sich auch auf s\u00e4mtliche Rechtsnachfolger erstrecken sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich bei der streitgegenst\u00e4ndlichen Regelung daher ersichtlich um eine zeitlich unbefristete rechtsgesch\u00e4ftliche Vereinbarung der damaligen Miteigent\u00fcmer, die lediglich bei Vorliegen eines wichtigen Grundes ihr Ende findet (\u00a7\u00a7 749 Abs. 2, 751 BGB).<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein solcher zur Aufhebung der Gemeinschaft berechtigender Grund im Sinne des \u00a7 749 Abs. 2 Satz 1 BGB liegt nach Auffassung des Senats in Gesamtabw\u00e4gung aller Umst\u00e4nde nicht vor.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Pr\u00fcfung, ob ein wichtiger Grund gegeben ist, ob also das Verbleiben in der Gemeinschaft einem Teilhaber nicht zuzumuten ist, richtet sich ma\u00dfgeblich nach der konkreten Art der Gemeinschaft, dem gemeinschaftlichen Gegenstand, aber auch den Umst\u00e4nden, die zum Ausschluss der Aufhebung gef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Teilhaber einer Gemeinschaft sind die im Recht der Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts entwickelten Ma\u00dfst\u00e4be nicht ohne weiteres \u00fcbertragbar, weil es bei einer Bruchteilsgemeinschaft nicht um die Verfolgung eines gemeinsamen Gesellschaftszwecks, sondern um die gemeinsame Mitberechtigung an einer Sache geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unzumutbar ist die Fortsetzung der Gemeinschaft daher nicht bereits dann, wenn Uneinigkeit oder Feindschaft zwischen den Beteiligten besteht, erforderlich ist vielmehr, dass eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe gemeinschaftliche Nutzung und Verwaltung unter Abw\u00e4gung aller den Einzelfall pr\u00e4genden Umst\u00e4nde unm\u00f6glich ist und der Gemeinschafter, welcher die Aufhebung begehrt, den wichtigen Grund nicht allein oder \u00fcberwiegend herbeigef\u00fchrt hat (BGH, Urteil vom 30. April 1984 \u2013 II ZR 202\/83 und Urteil vom 5.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dezember 1994 \u2013 II ZR 268\/93, juris). Es kommt daher darauf an, ob die konkrete Verwaltungs- und Nutzungsgemeinschaft im jeweiligen Einzelfall in zumutbarer Weise fortgesetzt werden kann (M\u00fcKoBGB\/Schmidt, BGB, \u00a7 749 Rn 11 m.w.N.). Die Aufhebung bei wichtigem Grund ist ultima ratio, daher gilt ein strenger Ma\u00dfstab (Gr\u00fcneberg\/Retzlaff, BGB, \u00a7 749 Rn 6). b) Nach diesen rechtlichen Ma\u00dfst\u00e4ben, denen das Erstgericht gefolgt ist, reichen die vorgebrachten fortw\u00e4hrenden Differenzen in Gesamtabw\u00e4gung der beiderseitigen Parteiinteressen als Aufhebungsgrund nicht aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Erstgericht hat in berufungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise die kl\u00e4gerseits vorgebrachten Argumente und die Einwendungen der Gegenseite umfassend gew\u00fcrdigt. Diesen rechtsfehlerfreien Ausf\u00fchrungen schlie\u00dft sich der Senat an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die verfahrensgegenst\u00e4ndliche Gemeinschaft ersch\u00f6pft sich in der gemeinsamen Berechtigung an der Gesamtheit der historischen Sammlungsgegenst\u00e4nde der Familiensammlung. Die Sammlung als Sachgesamtheit ist Traditionsverm\u00f6gen und Kulturgut, dessen Zerschlagung die Bruchteilseigent\u00fcmer G. und F. bei Vereinbarung des Teilungsverbotes f\u00fcr alle Zeit ausschlie\u00dfen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher muss im Hinblick auf die Bruchteilsgemeinschaft lediglich sichergestellt sein, dass nicht durch Rechtshandlungen des einen Teilhabers (der Erbeserbengemeinschaft nach F. bzw. einzelne ihrer Mitglieder) der andere Teilhaber (die Erbeserbengemeinschaft nach G. bzw. einzelne ihrer Mitglieder) in Mitleidenschaft gezogen wird und durch eine sinnvolle Verwaltung die gemeinschaftliche Sammlung in ihrem wirtschaftlichen Wert erhalten bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Teil der Sammlung ist seit Jahrzehnten in musealer Nutzung im Germanischen Nationalmuseum in N.. Weitere Teile werden im Schloss S. verwahrt und dort als Ausstattung verwendet, wobei diese Sammlungsgegenst\u00e4nde der Nutzung durch andere Familienmitglieder nicht v\u00f6llig entzogen sind. Es ist unstreitig, dass Sammlungsst\u00fccke auch als Leihgaben an Familienmitglieder zur Nutzung \u00fcberlassen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einzelne Sammlungsst\u00fccke befinden sich, wie aus den Klageantr\u00e4gen ersichtlich, unstreitig auch in Besitz der Kl\u00e4gerin zu 1). Die Kl\u00e4gerin zu 1) ist daher trotz der vorgetragenen Differenzen hinsichtlich der gemeinschaftlichen Verwaltung nicht v\u00f6llig von der Mitberechtigung an Sammlungsgegenst\u00e4nden ausgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Gesamtw\u00fcrdigung aller Umst\u00e4nde begr\u00fcnden die kl\u00e4gerseits vorgebrachten langj\u00e4hrigen Differenzen keine Unzumutbarkeit der Fortf\u00fchrung der Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von entscheidender Bedeutung f\u00fcr den Senat im Rahmen der vorzunehmenden Interessenabw\u00e4gung ist, dass das beklagtenseits eingewandte starke famili\u00e4re Interesse, als auch das angef\u00fchrte \u00f6ffentliche Interesse an dem Erhalt der Gesamtheit der Sammlung historischer Gegenst\u00e4nde in Gesamtabw\u00e4gung dem kl\u00e4gerischen Interesse an einer Aufhebung der Gemeinschaft und damit verbundenen an der Zerschlagung der Sammlung \u00fcberwiegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sammlung des \u201eFamilienverm\u00f6gens\u201c ist Erinnerungsgut und Andenken einer langen geschichtstr\u00e4chtigen Familienhistorie. Sie hat gerade als Einheit \u2013 in der Gesamtheit aller Sammlungsst\u00fccke \u2013 f\u00fcr die Beklagten einen \u00fcberaus hohen ideellen Wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst wenn die gemeinschaftliche Verwaltung durch den Familiensenior, wie sie bislang gehandhabt wurde, aufgrund der verh\u00e4rteten famili\u00e4ren Konflikte nicht mehr m\u00f6glich sein sollte, ist jedenfalls die gemeinsame Verwaltung durch ein anderes j\u00fcngeres Mitglied der Familie oder einen neutralen Dritten zumutbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">C.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 97 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung zur vorl\u00e4ufigen Vollstreckbarkeit folgt aus \u00a7\u00a7 708 Nr. 10, 711 ZPO.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Streitwertfestsetzung folgt aus \u00a7 47 GKG, \u00a7 3 ZPO.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Voraussetzungen f\u00fcr die Zulassung der Revision nach \u00a7 543 Abs. 2 ZPO liegen nicht vor. Die Rechtssache hat weder grunds\u00e4tzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts. Im Vordergrund stehen Auslegungs- und Bewertungsfragen des Einzelfalls. Soweit Rechtsfragen von Bedeutung sind, folgt der Senat der bestehenden h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-panePOSTID_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Kann jeder Miterbe allein die Auseinandersetzung einklagen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich kann jeder Miterbe seinen eigenen Auseinandersetzungsanspruch gerichtlich geltend machen. Er ist im Aktivprozess nicht zwingend auf alle anderen Miterben angewiesen. Im konkreten Fall scheiterte die Kl\u00e4gerin aber daran, dass keine einheitliche Erbengemeinschaft aller Beteiligten bestand.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-panePOSTID_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was ist eine Erbeserbengemeinschaft?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Erbeserbengemeinschaft entsteht, wenn ein Miterbe stirbt, bevor eine urspr\u00fcngliche Erbengemeinschaft auseinandergesetzt ist, und seinerseits mehrere Erben hinterl\u00e4sst. Diese Erben treten dann gemeinsam in die Rechtsposition des verstorbenen Miterben ein. Dadurch k\u00f6nnen mehrere, rechtlich getrennte Erbengemeinschaften nebeneinander bestehen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-panePOSTID_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Gilt die 30-Jahres-Grenze des \u00a7 2044 BGB auch f\u00fcr Teilhaber?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem OLG N\u00fcrnberg gilt diese Grenze nicht analog f\u00fcr ein lebzeitig vereinbartes Teilungsverbot unter Miteigent\u00fcmern. \u00a7 2044 BGB betrifft erbrechtliche Anordnungen des Erblassers. Bei rechtsgesch\u00e4ftlichen Teilungsverboten sch\u00fctzt das Gesetz die Beteiligten stattdessen \u00fcber das Recht zur Aufhebung aus wichtigem Grund.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-panePOSTID_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Reichen famili\u00e4re Streitigkeiten f\u00fcr die Aufhebung einer Gemeinschaft?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht automatisch. Uneinigkeit oder Feindschaft gen\u00fcgt nicht schon f\u00fcr sich allein. Ein wichtiger Grund liegt erst vor, wenn die Fortsetzung der konkreten Gemeinschaft unter umfassender Interessenabw\u00e4gung unzumutbar ist.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-panePOSTID_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum wurde die Familiensammlung nicht versteigert?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht stellte das Interesse am Erhalt der Sammlung als historisch und ideell bedeutsame Einheit \u00fcber das Verwertungsinteresse der Kl\u00e4gerin. Die Sammlung war als Traditionsverm\u00f6gen gedacht und teilweise museal genutzt. Eine Verwaltung durch ein anderes Familienmitglied oder einen neutralen Dritten hielt das Gericht f\u00fcr zumutbar.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image389_c2f4d8-47 .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-idPOSTID_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid var(--theme-palette-color-8, 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