{"id":4314,"date":"2026-06-07T10:19:07","date_gmt":"2026-06-07T10:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/erbrecht-testamentsvollstreckung-kosten-hilfspersonal-hilfspersonal-das-der-testamentsvollstrecker-beschaeftigt-um-taetigkeiten-auszufuehren-die-dem-testamentsvollstrecker-selbst-moeglich-sind-d\/"},"modified":"2026-06-29T10:19:24","modified_gmt":"2026-06-29T10:19:24","slug":"erbrecht-testamentsvollstreckung-kosten-hilfspersonal-hilfspersonal-das-der-testamentsvollstrecker-beschaeftigt-um-taetigkeiten-auszufuehren-die-dem-testamentsvollstrecker-selbst-moeglich-sind-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=4314","title":{"rendered":"Erbrecht Testamentsvollstreckung Kosten Hilfspersonal | Hilfspersonal, das der Testamentsvollstrecker besch\u00e4ftigt, um T\u00e4tigkeiten auszuf\u00fchren, die dem Testamentsvollstrecker selbst m\u00f6glich sind, darf aus dem Nachlass nicht verg\u00fctet werden"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-olg-koln-urteil-vom-11-01-2012-az-2-u-54-11-testamentsvollstrecker-haftet-fur-unnotige-hilfspersonen\" class=\"wp-block-heading\">OLG K\u00f6ln \u2013 Urteil vom 11.01.2012 \u2013 Az. 2 U 54\/11: Testamentsvollstrecker haftet f\u00fcr unn\u00f6tige Hilfspersonen<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image4314_fda3c9-78 size-full advgb-dyn-11aca26d\"><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Testamentsvollstrecker darf Hilfspersonen nicht auf Kosten des Nachlasses einsetzen, wenn er die Aufgabe selbst zumutbar erledigen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das OLG K\u00f6ln stellt klar, dass ein Testamentsvollstrecker den Nachlass nicht mit vermeidbaren Kosten belasten darf. Beauftragt er etwa ein Steuerberater- oder Wirtschaftspr\u00fcferb\u00fcro f\u00fcr eine einfache Rechnungslegung, obwohl er diese selbst h\u00e4tte erstellen k\u00f6nnen, haftet er den Erben pers\u00f6nlich auf Schadensersatz.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Tod der Erblasserin wurde ein Testamentsvollstrecker eingesetzt. Zwischen ihm und einem Miterben kam es zu Streit \u00fcber die Rechnungslegung, die Testamentsvollstreckerverg\u00fctung und verschiedene Zahlungen aus dem Nachlass.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Testamentsvollstrecker hatte zur Erf\u00fcllung seiner Rechenschaftspflichten eine Steuerberatungs- und Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft eingeschaltet und deren Kosten aus dem Nachlass bezahlt. Die Erben verlangten unter anderem Ersatz dieser Kosten sowie R\u00fcckzahlung angeblich \u00fcberh\u00f6hter Testamentsvollstreckerverg\u00fctung.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-urteilsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Urteilsgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das OLG K\u00f6ln hielt die Kosten f\u00fcr die eingeschaltete Hilfsperson teilweise f\u00fcr ersatzf\u00e4hig zugunsten des Nachlasses. Die Rechnungslegung \u00fcber die betroffenen Konten sei einfach genug gewesen, um sie ohne betriebswirtschaftlichen Sachverstand durch Einnahmen- und Ausgabenlisten selbst zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtlich st\u00fctzte das Gericht die Haftung auf \u00a7 2219 Abs. 1 BGB. Zugleich stellte es klar, dass R\u00fcckforderungsanspr\u00fcche wegen zu viel entnommener Testamentsvollstreckerverg\u00fctung gegen den Testamentsvollstrecker pers\u00f6nlich zu richten sind und nicht gegen ihn in seiner Amtsstellung als Testamentsvollstrecker.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-urteil-olg-koln-urteil-vom-11-01-2012-az-2-u-54-11\" class=\"wp-block-heading\">Urteil: OLG K\u00f6ln \u2013 Urteil vom 11.01.2012 \u2013 Az.: 2 U 54\/11<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung<\/h3>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Auf die Berufung des Beklagten zu 1) wird das am 18. 3. 2011 verk\u00fcndete Schlussurteil des Landgerichts K\u00f6ln, 30 O 325\/08, teilweise abge\u00e4ndert und wie folgt neu gefasst:<\/li>\n\n\n\n<li>Der Beklagte zu 2) wird verurteilt, an die Erben der am 25. 3. 2007 verstorbenen Frau F. P. T. mit letztem Wohnsitz L. 18, XXXXX S., n\u00e4mlich dem Kl\u00e4ger, Frau N. M. und Frau I. T.-Q. in Erbengemeinschaft 9.155,56 \u20ac nebst Zinsen in H\u00f6he von f\u00fcnf Prozentpunkten \u00fcber dem Basiszinssatz seit dem 10. 12. 2010 zu zahlen.<\/li>\n\n\n\n<li>Im \u00dcbrigen wird die Klage abgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Berufung des Beklagten zu 2) und die Anschlussberufung des Kl\u00e4gers werden zur\u00fcckgewiesen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Kosten des Rechtsstreits in der ersten Instanz werden wie folgt getragen: Die Gerichtskosten tragen der Kl\u00e4ger zu 85%, der Beklagte zu 2) zu 5% und der Beklagte zu 1) zu 10%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Kl\u00e4gers tragen der Beklagte zu 2) zu 5% und der Beklagte zu 1) zu 10%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 2) tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger zu 79%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 1) tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger zu 87%.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Kosten des Berufungsverfahrens werden wie folgt getragen: Die Gerichtskosten tragen der Kl\u00e4ger zu 89% und der Beklagte zu 2) zu 11%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Kl\u00e4gers tr\u00e4gt der Beklagte zu 2) zu 11%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 2) tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger zu 89%. Die au\u00dfergerichtlichen Kosten des Beklagten zu 1) tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein weitergehender Kostenausgleich findet nicht statt.<\/li>\n\n\n\n<li>Dieses Urteil und das am 18. 3. 2011 verk\u00fcndete Urteil des Landgerichts K\u00f6ln \u2013 30 O 325\/08 \u2013 in der vorstehenden Fassung sind vorl\u00e4ufig vollstreckbar. Der jeweilige Vollstreckungsschuldner darf die Vollstreckung durch den jeweiligen Vollstreckungsgl\u00e4ubiger durch Sicherheitsleistung in H\u00f6he von 110% des aufgrund des Urteils zu vollstreckenden Betrages abwenden, wenn nicht der Vollstreckungsgl\u00e4ubiger vor der Vollstreckung Sicherheit in gleicher H\u00f6he leistet.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">I. Am 10. 1. 2007 verstarb O. T., Vater des Kl\u00e4gers und Bruder des Beklagten zu 2). Er wurde von seiner Ehefrau F. P. T. als Alleinerbin beerbt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beklagte zu 2) verkaufte am 10. 1. 2007 ein zum Nachlass des O. T. geh\u00f6rendes Kraftfahrzeug der Marke R. Modell 000 D. 4. In der Rechnung war O. T. als Rechnungssteller aufgef\u00fchrt, unterschrieben wurde der Vertrag durch den Beklagten zu 2). Der Rechnungsbetrag wurde am 12. 1. 2007 dem Gesch\u00e4ftskonto des O. T. bei der W.-Bank mit der Kontonummer 130301XXXX durch eine Bareinzahlung des Beklagten zu 2) gutgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einige Tage sp\u00e4ter \u00fcberwies der Beklagte zu 2) von diesem Gesch\u00e4ftskonto einen Betrag von 34.920,60 \u20ac auf eines seiner privaten Konten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 5. 3. 2007 verstarb F. P. T. (nachfolgend Erblasserin). Der Beklagte zu 1) wurde Testamentsvollstrecker. Der Bruttonachlasswert betrug 1.933.524 \u20ac. F\u00fcr die Testamentsvollstreckung zahlte der Beklagte zu 1) Verg\u00fctungen aus dem Nachlass in H\u00f6he von insgesamt 148.750 \u20ac, und zwar 71.400 \u20ac gem\u00e4\u00df Rechnung vom 7. 6. 2008, 38.675 \u20ac gem\u00e4\u00df Rechnung vom 7. 11. 2008 und 38.675 \u20ac gem\u00e4\u00df Rechnung vom 7. 1. 2010.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Verg\u00fctungen enthielten jeweils die gesetzliche Mehrwertsteuer, eine Endabrechnung erfolgte bisher nicht. Im Jahre 2007 erhielt die Firma I. Steuerberatungs- und Wirtschaftspr\u00fcfungs GmbH (nachfolgend I. GmbH) f\u00fcr das Jahr 2007 aus dem Nachlass eine Summe von 30.596,39 \u20ac brutto und f\u00fcr das Jahr 2008 57.579,64 \u20ac brutto.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beklagte zu 1) erstellte einen Teilungsplan, welcher vom Kl\u00e4ger nicht akzeptiert wurde. Zur Erf\u00fcllung der seitens des Kl\u00e4gers im vorliegenden Rechtsstreit geltend gemachten Anspr\u00fcche auf Rechenschaftslegung schaltete der Beklagte zu 1) die I. GmbH ein, die daf\u00fcr einen Betrag von 9.155,56 \u20ac in Rechnung stellte. Diesen Betrag \u00fcberwies der Beklagte zu 1) zu Lasten des Nachlasses. Unter Fristsetzung bis zum 18. 1. 2010 wurde der Beklagte zu 2) zur R\u00fcckzahlung von 34.920,64 \u20ac an die Erbengemeinschaft aufgefordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger hat behauptet, der Beklagte zu 2) habe ohne Abrede mit O. T. \u00fcber das Geld auf dem Konto verf\u00fcgt. Er hat die Ansicht vertreten, eine Verg\u00fctung f\u00fcr die Testaments\u00advollstreckert\u00e4tigkeit sei nicht angefallen, jedenfalls sei aber die beanspruchte Verg\u00fctung unangemessen. Zudem sei zu ber\u00fccksichtigen, dass sich der Beklagte zu 1) zur Erf\u00fcllung seiner Aufgaben in gro\u00dfem Umfang Hilfspersonen bedient habe, eine angemessene Verg\u00fctung betrage daher allenfalls 20.000 \u20ac. Die Einschaltung der I. GmbH zur Erf\u00fcllung der Pflicht zur Rechenschaftslegung sei nicht erforderlich gewesen. Die Verf\u00fcgung \u00fcber den Betrag von 34.920,64 \u20ac sei unberechtigt gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der am 12. 9. 2008 bei Gericht eingegangenen und am 15. 10. 2008 zugestellten Klage hat der Kl\u00e4ger den Beklagten zu 1) zun\u00e4chst als Testamentsvollstrecker auf Rechnungslegung in Anspruch genommen. Mit Teilurteil vom 23. 1. 2009 ist der Beklagte zu 1) antragsgem\u00e4\u00df zur Rechnungslegung \u00fcber diverse im Einzelnen aufgef\u00fchrte zum Nachlass geh\u00f6rende Konten verurteilt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen dieses Urteil hat der Beklagte zu 1) Berufung eingelegt, im Laufe des Berufungsverfahrens haben die Parteien den Rechtsstreit insoweit \u00fcbereinstimmend f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt. Die Kosten des Berufungsverfahrens sind durch Beschluss des Senats vom 5. 10. 2009 (2 U 24\/09) gem\u00e4\u00df \u00a7 91a ZPO dem Beklagten zu 1) auferlegt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit weiterem Teilurteil vom 22. 1. 2010 ist der Beklagte zu 1) antragsgem\u00e4\u00df zur Aush\u00e4ndigung von Belegen bez\u00fcglich diverser im Einzelnen aufgef\u00fchrter Konten verurteilt worden, bez\u00fcglich bestimmter Belege einzelner Konten ist festgestellt worden, dass der Rechtsstreit in der Hauptsache erledigt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach mehrfacher Antrags\u00e4nderung hat der Kl\u00e4ger anschlie\u00dfend beantragt,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">den Beklagten zu 2) zu verurteilen, an die Erbengemeinschaft F. P. T., bestehend aus dem Kl\u00e4ger, Frau I. Q.-T. und Frau N. M. 44.076,20 \u20ac nebst 5 % Zinsen \u00fcber dem Basiszinssatz seit Zustellung der Stufenklage vom 9. 12. 2008 zu zahlen, sowie den Beklagten zu 1) zu verurteilen, an die vorgenannte Erbengemeinschaft 128.750 \u20ac zu zahlen nebst 5 % Zinsen \u00fcber dem Basiszins aus 53.053,49 \u20ac seit Zustellung der Stufenklage vom 9. 12. 2008 und aus weiteren 75.696,51 \u20ac seit dem 10. 12. 2010.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten haben beantragt, die Klage abzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten haben behauptet, die Summe von 34.920,64 \u20ac sei aufgrund einer auf den 31. 12. 2006 datierten Honorarrechnung \u00fcberwiesen worden. Der Beklagte zu 2) sei als Angestellter im Betrieb des O. T. t\u00e4tig gewesen, und die Rechnung beruhe auf einer mit diesem getroffenen Honorarvereinbarung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten haben weiter behauptet, aufgrund des Umfangs der Unterlagen habe der Beklagte zu 1) zur Rechenschaftslegung die Hilfe der I. GmbH in Anspruch nehmen m\u00fcssen. Diese sei nicht nur im Rahmen der Testamentsvollstreckung, sondern auch bei der Abwicklung des Unternehmens des O. T. eingesetzt worden. Die Beklagten haben die Ansicht vertreten, aufgrund der Schwierigkeit und Umfang der Testamentsvollstreckung bestehe ein Verg\u00fctungsanspruch in der geltend gemachten H\u00f6he.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei haben sie sich insbesondere auf den Umfang der durchgef\u00fchrten Abwicklung des Nachlasses berufen, zu der unter anderem die Bewertung diverser Nachlassgegenst\u00e4nde (Kunstgegenst\u00e4nde sowie mehrerer Immobilien) geh\u00f6rt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Landgericht hat den Beklagten zu 2) dazu verurteilt, an die Erbengemeinschaft einen Betrag von 9.155,56 \u20ac nebst Zinsen zu zahlen. Ferner hat es den Beklagten zu 1) verurteilt, an die Erbengemeinschaft einen Betrag von 45.109,79 \u20ac nebst Zinsen zu zahlen. Die weitergehende Klage hat es abgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Begr\u00fcndung hat das Landgericht ausgef\u00fchrt, die Einschaltung des Steuerberaterb\u00fcros der I. GmbH und der darauf basierenden Belastung des Nachlasses im Rahmen der Testamentsvollstreckung seien pflichtwidrig erfolgt. Die hierdurch verursachten Kosten seien unn\u00f6tig und vermeidbar gewesen, so dass der Beklagte zu 2) zur Erstattung dieser Kosten verpflichtet sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit der Kl\u00e4ger dar\u00fcber hinaus den Beklagten zu 2) auf R\u00fcckzahlung eines Betrages von 34.920,64 \u20ac in Anspruch genommen habe, so sei nicht festzustellen gewesen, dass die \u00dcberweisung dieses Betrages unberechtigt erfolgt sei, da es an entsprechenden Beweisantritten des Kl\u00e4gers gefehlt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Verurteilung des Beklagten als Testamentsvollstrecker (Beklagter zu 1) auf Zahlung des Betrages von 45.209,79 \u20ac hat das Landgericht ausgef\u00fchrt, insoweit liege eine \u00dcberzahlung der Testamentsvollstreckergeb\u00fchren vor, da anstelle der abgerechneten 148.750 \u20ac lediglich eine Verg\u00fctung in H\u00f6he von 103.540,21 \u20ac f\u00fcr die T\u00e4tigkeit als Testamentsvollstrecker entstanden sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wegen der weiteren tats\u00e4chlichen Feststellungen wird auf das am 18. 3. 2011 verk\u00fcndete Urteil des Landgerichts verwiesen (\u00a7 540 Abs. 1 Nr. 1 ZPO).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Berufung verfolgen die Beklagten das Ziel der vollst\u00e4ndigen Abweisung der Klage unter Erg\u00e4nzung und Vertiefung ihres erstinstanzlichen Vorbringens weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger nimmt die Abweisung der Klage hin, soweit er in erster Instanz die unberechtigte Auszahlung des Betrages von 34.920,64 \u20ac geltend gemacht hat. Mit seiner Anschlussberufung verfolgt er eine weitere K\u00fcrzung der Testamentsvollstreckerverg\u00fctung. \u00dcber die vom Landgericht angenommene \u00dcberzahlung in H\u00f6he von 45.209,79 \u20ac hinaus h\u00e4lt der Kl\u00e4ger die Zahlung eines weiteren Betrages in H\u00f6he von 30.719,62 \u20ac f\u00fcr nicht berechtigt, so dass er insgesamt nunmehr 75.829,41 \u20ac zur\u00fcckfordert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfsweise st\u00fctzt der Kl\u00e4ger seinen Antrag, die Berufung zur\u00fcckzuweisen, darauf, dass bei der Berechnung der Verg\u00fctung nur von einem Nachlasswert in H\u00f6he von 1.066.741 \u20ac auszugehen sei, und dass auf die Verg\u00fctung keine Mehrwertsteuer zu zahlen sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger hat zun\u00e4chst mit seiner Anschlussberufung beantragt, den Beklagten zu 1) verurteilen, an die Erbengemeinschaft weitere 30.719,62 \u20ac nebst Zinsen zu zahlen. Mit Beschluss vom 31. 10. 2011 hat der Senat den Kl\u00e4ger darauf hingewiesen, dass die Klage auf R\u00fcckzahlung eines Teils der von dem Beklagten entnommenen Testamentsvollstreckerverg\u00fctung gegen den Beklagten zu 2) und nicht gegen den Beklagten zu 1) gerichtet werden m\u00fcsse. Dieser Beschluss ist den Prozessbevollm\u00e4chtigten des Kl\u00e4gers am 4. 11. 2011 zugestellt worden. Mit Schriftsatz vom 12. 12. 2011 hat der Kl\u00e4ger erkl\u00e4rt, er wiederhole seinen Antrag aus der Begr\u00fcndung der Anschlussberufung, jedoch mit der Ma\u00dfgabe, dass \u2013 sowohl im Rahmen der Zur\u00fcckweisung der Berufung als auch im Rahmen der Anschlussberufung \u2013 \u201eder Beklagte pers\u00f6nlich\u201c (Beklagter zu 2) verurteilt werden solle, die \u00fcberzahlte Verg\u00fctung zur\u00fcckzuzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten beantragen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">unter Ab\u00e4nderung des am 18. 3. 2011 verk\u00fcndeten Urteils des Landgerichts K\u00f6ln die Klage insgesamt abzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger beantragt,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">die Berufung \u201edes Beklagten\u201c zur\u00fcckzuweisen;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">im Wege der Anschlussberufung unter Ab\u00e4nderung des am 18. 3. 2011 verk\u00fcndeten Urteils des Landgerichts K\u00f6ln (30 O 125\/08) den Beklagten als Testamentsvollstrecker zu verurteilen, an die Erbengemeinschaft nach F. P. T., bestehend aus dem Kl\u00e4ger, Frau I. Q.-T. und Frau N. M., weitere 30.719,62 \u20ac zu zahlen nebst 5% Zinsen \u00fcber dem Basiszins aus 7.843,70 \u20ac seit Zustellung der Stufenklage vom 9. 12. 2008 sowie aus weiteren 22.875,90 \u20ac seit dem 15. 10. 2010.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfsweise stellt er diese Antr\u00e4ge mit der Ma\u00dfgabe, dass \u2013 sowohl im Rahmen der Zur\u00fcckweisung der Berufung als Rahmen der Anschlussberufung \u2013 der Beklagte zu 2) verurteilt werde, die \u00fcberzahlte Verg\u00fctung zur\u00fcckzuzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beklagten beantragen,<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">die Anschlussberufung zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">II. 1. Die Berufung ist zul\u00e4ssig, insbesondere form- und fristgerecht eingelegt und begr\u00fcndet worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bedenken k\u00f6nnten insoweit allerdings bestehen, als die Berufung der Beklagten mit Schriftsatz vom 14. 4. 2011 ausdr\u00fccklich nur \u201enamens und in Vollmacht des Beklagten und Berufungskl\u00e4gers\u201c eingelegt worden ist, ohne dass sich der Berufungsschrift entnehmen l\u00e4sst, ob die Berufung f\u00fcr den Beklagten zu 1) oder f\u00fcr den Beklagten zu 2) eingelegt werden sollte, obwohl in dem angefochtenen Urteil des Landgerichts K\u00f6ln vom 18. 3. 2011 sowohl der Beklagte zu 1) als auch der Beklagte zu 2) verurteilt worden sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich ist es erforderlich, dass sich der Berufungsschrift entnehmen lassen muss, f\u00fcr und gegen welche Partei das Rechtsmittel eingelegt wird. Dabei sind vor allem an die eindeutige Bezeichnung des Rechtsmittelf\u00fchrers strenge Anforderungen zu stellen; bei verst\u00e4ndiger W\u00fcrdigung des gesamten Vorgangs der Rechtsmitteleinlegung muss jeder Zweifel an seiner Person ausgeschlossen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies bedeutet jedoch nicht, dass die erforderliche Klarheit \u00fcber die Person des Berufungskl\u00e4gers ausschlie\u00dflich durch dessen ausdr\u00fcckliche Bezeichnung zu erzielen w\u00e4re; sie kann auch im Wege der Auslegung der Berufungsschrift und der etwa sonst vorliegenden Unterlagen gewonnen werden (BGH, Urt. v. 19. 2. 2002 \u2013 VI ZR 394\/00 \u2013 NJW 2002, 1430 f. m. w. N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erforderliche Klarheit l\u00e4sst sich im vorliegenden Fall dadurch gewinnen, dass die Beklagten in der Berufungsschrift den \u201eBeschwerdewert\u201c mit 54.365,35 \u20ac angegeben haben. Dieser Betrag entspricht der Summe der Betr\u00e4ge, zu deren Zahlung der Beklagte zu 2) (9.155,56 \u20ac) sowie der Beklagte zu 1) (45.209,79 \u20ac) verurteilt worden sind. Die Berufungsschrift kann sich daher nicht anders verstehen lassen als so, dass sich die Berufung gegen die Verurteilung beider Beklagter richtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Anschlussberufung ist mit den urspr\u00fcnglichen Antr\u00e4gen gem\u00e4\u00df Schriftsatz vom 6. 6. 2011 form- und fristgerecht eingelegt und begr\u00fcndet worden.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>a) Die Berufung des Beklagten zu 1) hat Erfolg.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beklagte zu 1) wendet sich gegen seine Verurteilung zur R\u00fcckzahlung eines Teils der Testamentsvollstreckverg\u00fctung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Berufung ist bereits deshalb begr\u00fcndet, weil eine Klage auf Zur\u00fcckzahlung eines Teils der Testamentsvollstreckerverg\u00fctung gegen den Beklagten zu 2) (pers\u00f6nlich) und nicht gegen den Beklagten zu 1) (in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker) gerichtet werden muss. Denn der Beklagte zu 2) steht hier dem Kl\u00e4ger nicht als \u201eVertreter des Nachlassverm\u00f6gens\u201c gegen\u00fcber, sondern als ein Gl\u00e4ubiger des Nachlasses, der seine Forderung \u00fcbererf\u00fcllt erhalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den R\u00fcckforderungsanspruch aus \u00a7 812 BGB hat der Beklagte zu 2) aus seinem eigenen Verm\u00f6gen zu erf\u00fcllen und nicht aus dem Nachlassverm\u00f6gen. So, wie auch der Testamentsvollstrecker eine Klage auf Auszahlung seiner Verg\u00fctung nicht in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker, sondern pers\u00f6nlich erheben muss (Zimmermann, Die Testamentsvollstreckung, 3. Aufl. 2008, Rn. 615), so ist auch die Frage der R\u00fcckforderung einer zu viel entnommenen Verg\u00fctung im Wege eines Prozesses mit dem Testamentsvollstrecker pers\u00f6nlich zu kl\u00e4ren. Es geht hier auch nicht um die Erf\u00fcllung spezifisch amtsbezogener Pflichten wie etwa den Rechnungslegungsanspruch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da der Beklagte zu 1) durch das Urteil des Landgerichts zur R\u00fcckzahlung des Betrages von 45.209,79 \u20ac in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker und nicht pers\u00f6nlich verurteilt worden ist, war auf seine Berufung hin das Urteil allein aus diesem Grund aufzuheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Eine Umstellung der Klage auf den Beklagten zu 2) ist nicht wirksam erfolgt. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht, wovon der Kl\u00e4ger in seinem nicht nachgelassenen Schriftsatz vom 29. 12. 2011 in erster Linie auszugehen scheint, um eine schlichte Berichtigung der Parteibezeichnung. Die Parteiberichtigung scheidet n\u00e4mlich aus, wenn eine andere Partei in den Prozess eingef\u00fchrt werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die irrt\u00fcmliche Benennung einer falschen Partei ist etwas anderes als die lediglich unrichtige Bezeichnung des als Gegner gewollten Rechtssubjekts (BGH, Urt. vom 16. 12. 1997 \u2013 VI ZR 279\/96 \u2013 NJW 1998, 1496, 1497; Becker-Eberhard, M\u00fcnchKomm ZPO \u00a7 263 Rn. 69). Hier aber handelt es sich nicht um einen schlichten Irrtum bei der Bezeichnung der Partei, sondern um die Frage, ob der Beklagte pers\u00f6nlich oder in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker in Anspruch genommen werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn jemand in einem Rechtsstreit sowohl als Partei kraft Amtes als auch pers\u00f6nlich in Anspruch genommen wird, handelt es sich prozessual um verschiedene Parteien (BGH, Urt. v. 6. 7. 1989 \u2013 IX ZR 280\/88 \u2013 juris Rn. 26 m. w. N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vorliegenden Fall wird dies besonders deutlich daran, dass sowohl der Kl\u00e4ger als auch das Landgericht zwischen dem Beklagten zu 1) und dem Beklagten zu 2) ausdr\u00fccklich differenziert haben. Dies kommt bereits in der Fassung der Antr\u00e4ge des Kl\u00e4gers in der ersten Instanz zum Ausdruck, durch die er teilweise den Beklagten zu 2) (pers\u00f6nlich), teilweise den Beklagten zu 1) (in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker) in Anspruch genommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einzur\u00e4umen ist dem Kl\u00e4ger, dass allerdings auch das Urteil des Landgerichts insoweit Unklarheiten aufweist. W\u00e4hrend die in den Gerichtsakten und von dem entscheidenden Einzelrichter unterzeichnete Urschrift des Urteils im Rubrum den Beklagten ausdr\u00fccklich nur \u201eals Testamentsvollstrecker in der Nachlasssache F. P. T.\\\u201c auff\u00fchrt, fehlt dieser Zusatz in der von den Beklagten vorgelegten Ausfertigung des Urteils.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die dadurch entstandene Unklarheit l\u00e4sst sich jedoch durch Auslegung des Urteils ohne weiteres beseitigen. Im Tenor \u2013 insoweit stimmen Original und Ausfertigung \u00fcberein \u2013 wird differenziert, da \u201eder Beklagte\u201c (ohne weiteren Zusatz) zur Zahlung von 9.155,56 \u20ac verurteilt worden ist, die Verurteilung zur Zahlung von 45.209,79 \u20ac sich jedoch auf \u201eden Beklagten\u201c in seiner Eigenschaft \u201eals Testamentsvollstrecker in der Nachlasssache F. P. T.\u201c bezieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umstand, dass der Beklagte zu 1) im gleichen Verfahren auch pers\u00f6nlich (als Beklagter zu 2, in der Berufungsinstanz noch auf Zahlung des Betrages von 9.155,56 \u20ac) in Anspruch genommen wird, rechtfertigt keine andere Beurteilung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umstellung des Anspruchs auf R\u00fcckzahlung \u00fcberzahlter Testamentsvollstreckerverg\u00fctung von dem Beklagten zu 1) (in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker) auf den Beklagten zu 2) (pers\u00f6nlich) stellt keine schlichte Erh\u00f6hung der Schadensersatzklage gegen den Beklagten zu 2) dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Schadensersatzklage wegen \u00fcberfl\u00fcssiger Aufwendungen und dem Anspruch auf R\u00fcckzahlung \u00fcberzahlter Testamentsvollstreckerverg\u00fctung handelt es sich um zwei verschiedene Streitgegenst\u00e4nde, die jeweils auf unterschiedlichen Sachverhalten beruhen, n\u00e4mlich der Beauftragung der I. GmbH einerseits, der Entnahme der Testamentsvollstreckerverg\u00fctung andererseits.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um der Klage auf R\u00fcckzahlung der \u00fcberzahlten Testamentsvollstreckerverg\u00fctung zum Erfolg zu verhelfen, w\u00e4re es daher erforderlich gewesen, die Klage im Wege des gewillk\u00fcrten Parteiwechsels auf den Beklagten zu 2) umzustellen. Der Senat legt den Schriftsatz des Kl\u00e4gers vom 12. 12. 2011 \u2013 obwohl ihm nicht eindeutig zu entnehmen ist, ob der Kl\u00e4ger die Notwendigkeit eines Parteiwechsels erkannt hatte \u2013 dahingehend aus, dass der Kl\u00e4ger beabsichtigte, einen entsprechenden Parteiwechsel durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schriftsatz vom 12. 12. 2011 war jedoch nicht geeignet, diese Absicht des Kl\u00e4gers umzusetzen. Die Grundvoraussetzung eines gewillk\u00fcrten Wechsels auf Beklagtenseite ist, dass dem neuen Beklagten der Schriftsatz, mit dem der Wechsel vollzogen werden soll, entsprechend \u00a7 253 ZPO zugestellt wird (Becker-Eberhard, M\u00fcnchKomm ZPO \u00a7 263 Rn. 69; Musielak\/Foerste, ZPO \u00a7 263 Rn. 16; Z\u00f6ller\/Greger, ZPO \u00a7 263 Rn. 23). Dies ist hier nicht erfolgt. Der Schriftsatz vom 12. 12. 2011 ist per Telefax \u2013 einfach \u2013 am gleichen Tag bei dem Oberlandesgericht K\u00f6ln eingegangen, mithin gerade zwei Tage vor dem Termin zur m\u00fcndlichen Verhandlung vor dem Senat am 14. 12. 2011. Das Original ist erst am 19. 12. 2011 und damit nach dem Termin vor dem Senat bei dem Oberlandesgericht eingegangen. Dementsprechend konnten die Durchschriften dieses Schriftsatzes der Gegenseite nicht f\u00f6rmlich zugestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da der Prozessbevollm\u00e4chtigte des Beklagten zu 2) es im Termin auch abgelehnt hat, den Schriftsatz als zugestellt entgegenzunehmen, ist keine wirksame Zustellung erfolgt, so dass auf ihn der Wechsel auf Beklagtenseite nicht gest\u00fctzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entgegen der Ansicht des Kl\u00e4gers kann die Verweigerung der Entgegennahme eines nicht ordnungsgem\u00e4\u00df zugestellten Schriftsatzes auch nicht \u2013 anders als die Verweigerung der Zustimmung zu einem prozessual ordnungsgem\u00e4\u00df eingeleiteten Parteiwechsel auf Beklagtenseite \u2013 unter dem Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs unbeachtet bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Antragstellung im Termin vom 14. 12. 2011 ist die Klage ebenfalls nicht auf den Beklagten zu 2) umgestellt worden. Dies scheitert schon daran, dass die Prozessbevollm\u00e4chtigte des Kl\u00e4gers den Antrag aus dem Schriftsatz vom 12. 12. 2011 \u2013 durch den die Klage erstmals auf den Beklagten zu 2) umgestellt werden sollte \u2013 nur hilfsweise gestellt hat. Eine Auswechslung des Beklagten \u00fcber einen Hilfsantrag ist jedoch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei einem nur bedingten Parteiwechsel handelt es sich nicht wie bei gew\u00f6hnlichen Hilfsantr\u00e4gen darum, ob demselben Kl\u00e4ger der eine oder der andere Anspruch zuzubilligen ist, sondern um die Begr\u00fcndung eines Prozessrechtsverh\u00e4ltnisses mit einer anderen Partei. Ob ein solches besteht, darf, schon um der Rechtsklarheit willen, nicht in der Schwebe bleiben (BGH, Urt. vom 21. 1. 2004 \u2013 VIII ZR 209\/03 \u2013 NJW-RR 2004, 640, 641 m. w. N.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Frage, ob die Umstellung auf den Beklagten zu 2) im Zusammenhang des hier zu entscheidenden Falles auch in der Berufungsinstanz grunds\u00e4tzlich noch m\u00f6glich war, kann daher vom Senat nicht entschieden werden. Aus diesem Grund bed\u00fcrfen auch die Ausf\u00fchrungen des Kl\u00e4gers im nicht nachgelassenen Schriftsatz vom 29. 12. 2011, mit denen er f\u00fcr die grunds\u00e4tzliche Zulassung des Parteiwechsels argumentiert, keiner weiteren Er\u00f6rterung.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Ohne Erfolg bleibt hingegen die Berufung des Beklagten zu 2), mit der er sich gegen seine Verurteilung zur Zahlung von 9.155,56 \u20ac wendet. Insoweit hat das Landgericht mit zutreffender Begr\u00fcndung ausgef\u00fchrt, dass er diesen Betrag gem\u00e4\u00df \u00a7 2219 Abs. 1 BGB als Schadensersatz schuldet, weil er gegen seine Pflichten als Testamentsvollstrecker verstie\u00df, indem er die I. GmbH mit der Rechnungslegung beauftragte und dadurch die entsprechenden Kosten verursachte.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Beschluss vom 5. Oktober 2009 \u2013 2 U 24\/09 \u2013 hat der Senat ausgef\u00fchrt, dass der Beklagte zu 2) selbst die Rechnungslegung h\u00e4tte erstellen sollen und k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eGegenstand der Testamentsvollstreckung waren die Verwaltung mehrere Konten und zweier Bausparguthaben, die Verwertung von Antiquit\u00e4ten und anderen Wertgegenst\u00e4nden, die Aufl\u00f6sung eines Architekturb\u00fcros, die Erf\u00fcllung von Verm\u00e4chtnissen sowie die Verwaltung von f\u00fcnf Wohnungen, von denen aber vier als Verm\u00e4chtnisse f\u00fcr die Miterben ausgesetzt waren und deshalb nach Erf\u00fcllung dieser Verm\u00e4chtnisse aus der Verwaltung herausfallen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es handelt sich somit um relativ einfach, n\u00e4mlich durch Erstellen von Einnahmen- und Ausgabenlisten, zu dokumentierende Verwaltungst\u00e4tigkeiten. Sie m\u00f6gen zwar wegen der H\u00f6he des Nachlasses einen gewissen Umfang gehabt haben, dennoch ben\u00f6tigt man zur Aufzeichnung der Verwaltungs- und Verwertungst\u00e4tigkeiten selbst unter Einbeziehung der Wohnungen keinen betriebswirtschaftlichen Sachverstand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kl\u00e4ger hat hier seine Klageforderung auf eine Rechnungslegung der verwalteten Konten beschr\u00e4nkt, und keine Beif\u00fcgung von Belegen gefordert. In die Zumutbarkeitserw\u00e4gungen ist auch einzustellen, dass es sich um einen wertvollen Nachlass handelt, der f\u00fcr die Miterben von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung ist (vgl. zu diesem Kriterium die vom Beklagten mehrfach zitierte Entscheidung BGH NJW 1982, 573, 574).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erben haben ein legitimes Interesse zu erfahren, was mit den vom Beklagten f\u00fcr sie verwalteten Verm\u00f6genswerten im Einzelnen geschehen ist. Schlie\u00dflich ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass die Verg\u00fctung des Testamentsvollstreckers mit der H\u00f6he des Nachlasses ansteigt, so dass der Beklagte auch eine Kompensation f\u00fcr den erforderlichen h\u00f6heren Zeitaufwand erh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Erstellung der nunmehr vorliegenden Abrechnung (Anlage zum Schriftsatz vom 20. 4. 2009) hat die beauftragte Wirtschaftspr\u00fcfergesellschaft einen Zeitaufwand von 77 Stunden in Rechnung gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Billigt man dem Beklagten, der nicht \u00fcber die Buchhaltungssoftware und Erfahrung der Kanzlei verf\u00fcgt, andererseits aber auch nur eine wesentlich knappere Rechnungslegung h\u00e4tte erstellen m\u00fcssen, einen Zeitaufwand von insgesamt 100 Stunden zu, so bedeutete dies auf den Zeitraum von 2 Jahre umgerechnet einen Zeitaufwand von einer Stunde w\u00f6chentlich, die in die laufende Rechnungslegung zu investieren gewesen w\u00e4re. Dass ein Zeitaufwand in diesem Umfang nicht unzumutbar ist, versteht sich von selbst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum der Beklagte zu 2) nicht selbst zur Erstellung der Rechnungslegung in der Lage war, sondern hierf\u00fcr zwingend der Hilfestellung durch ein Steuerberaterb\u00fcro bedurfte, hat er auch in der Berufungsinstanz nicht dargelegt. Er verweist lediglich auf den Umfang der vom B\u00fcro I. erstellten Unterlagen. Dabei ist nicht ber\u00fccksichtigt, dass eine Rechnungslegung derartigen Umfangs mit Konten und Gegenkonten nicht geschuldet war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die vorgelegten Abrechnungen enthalten neben der Darstellung des Geldflusses auf einzelnen Konten auch noch die Darstellung von Einnahmen und Ausgaben geordnet nach Sachgebieten, zum Beispiel eine Zusammenstellung der Ausgaben nur f\u00fcr ein bestimmtes Grundst\u00fcck, f\u00fcr Lohn &#8211; und Gehaltsausgaben, f\u00fcr Steuerzahlungen. Zu einer derartigen Aufschl\u00fcsselung nach Sachgebieten w\u00e4re der Beklagte zu 2) nicht verpflichtet gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die geschuldete \u2013 und mit der Klage auch nur eingeforderte \u2013 Einnahmen-\/Ausgaben\u00fcbersicht f\u00fcr die im Nachlass befindlichen Konten h\u00e4tte der Beklagte zu 2) selbst erstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verursacht der Testamentsvollstrecker \u00fcberfl\u00fcssige Kosten durch Beauftragung von Hilfspersonen, so ist er den Erben zum Schadensersatz nach \u00a7 2219 Abs. 1 BGB verpflichtet (vgl. BGH, Urt. v. 19. 1. 2000 \u2013 IV ZR 157\/98 \u2013 ZEV 2000, 195, 196 f\u00fcr die \u00fcberfl\u00fcssige Beauftragung eines Rechtsanwaltes mit der Pr\u00fcfung von Steuerbescheiden). Von einer schuldhaften Pflichtverletzung ist auszugehen. Der Beklagte zu 2) konnte aufgrund des sehr klar gefassten Klageantrages (Bl. 2 d. A.) erkennen, dass von ihm nicht mehr als eine Einnahmen-\/Ausgaben\u00fcbersicht betreffend die dort bezeichneten Konten verlangt wurde. Schuldner des Anspruchs ist der Testamentsvollstrecker pers\u00f6nlich (M\u00fcnchKomm\/Zimmermann, BGB \u00a7 2219 Rn. 5), hier also der Beklagte zu 2).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen den vom Landgericht angenommenen Beginn der Rechtsh\u00e4ngigkeitszinsen ist nichts einzuwenden. Die Berufung des Beklagten zu 2) ist daher unbegr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Anschlussberufung des Kl\u00e4gers, mit der er eine weitere, \u00fcber den vom Landgericht ausgeurteilten Betrag hinausgehende R\u00fcckzahlung der entnommenen Testamentsvollstreckerverg\u00fctung verlangt, ist aus den oben dargelegten Gr\u00fcnden unbegr\u00fcndet. Die Anschlussberufung richtet sich, nachdem die Umstellung der Klage auf den Beklagten zu 2) gescheitert ist, nach wie vor gegen den Beklagten zu 1), der insoweit jedoch nicht passivlegitimiert ist.<\/li>\n\n\n\n<li>F\u00fcr eine Wiederer\u00f6ffnung der m\u00fcndlichen Verhandlung, wie sie der Kl\u00e4ger mit Schriftsatz vom 29. 12. 2011 beantragt hat, besteht kein Anlass. Der Kl\u00e4ger ist mit Beschluss des Senats vom 31. 10. 2011 auf die Problematik der Passivlegitimation des Beklagten zu 1) hingewiesen worden und hatte bis zu dem Termin zur m\u00fcndlichen Verhandlung am 14. 12. 2011 ausreichend Gelegenheit, die erforderlichen prozessualen Ma\u00dfnahmen zu Ergreifen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Problematik ist ferner vom Senat im Termin zur m\u00fcndlichen Verhandlung vom 14. 12. 2011 er\u00f6rtert worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Umstand, dass dem Kl\u00e4ger hinsichtlich der \u00dcberzahlung der Testamentsvollstreckerverg\u00fctung eine wirksame Umstellung der Klage auf den Beklagten zu 2) nicht gelungen ist, ist allein darin begr\u00fcndet, dass der Schriftsatz, mit dem er dies versucht hat, so sp\u00e4t bei Gericht eingegangen ist, dass eine Zustellung an den Beklagten zu 2) nicht mehr m\u00f6glich war, sowie darin, dass der Hilfsantrag im Termin zur m\u00fcndlichen Verhandlung am 21. 12. 2011 prozessual unzul\u00e4ssig war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wiederer\u00f6ffnung der m\u00fcndlichen Verhandlung ist im \u00dcbrigen auch deshalb nicht erforderlich, weil sich dem Schriftsatz des Kl\u00e4gers vom 29. 12. 2011 keine eindeutige Antragstellung entnehmen l\u00e4sst. Der Kl\u00e4ger nimmt dort lediglich Bezug auf den Schriftsatz vom 12. 12. 2011, ohne einen eigenen Antrag zu stellen, dessen Zustellung an den Beklagten zu 2) als Grundvoraussetzung f\u00fcr einen gewillk\u00fcrten Parteiwechsel erforderlich w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies w\u00e4re umso mehr erforderlich gewesen, als der Kl\u00e4ger in dem Schriftsatz die Ansicht vertritt, er habe im Termin vom 14. 12. 2011 den Antrag aus dem Schriftsatz vom 12. 12. 2011 verlesen. Damit ist v\u00f6llig unklar, ob er nunmehr den Antrag, so wie er im Schriftsatz vom 12. 12. 2011 angek\u00fcndigt worden ist (also unbedingt), stellen m\u00f6chte, oder so, wie er im Termin am 21. 12. 2011 verlesen worden ist (also hilfsweise).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Zulassung der Revision besteht kein Anlass. Die ma\u00dfgeblichen Rechtsfragen sind in der obergerichtlichen Rechtsprechung au\u00dfer Streit. Im \u00dcbrigen beruht die Entscheidung auf einer W\u00fcrdigung der konkreten Umst\u00e4nde des Einzelfalles.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7\u00a7 92, 97 Abs. 1 ZPO.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung \u00fcber die vorl\u00e4ufige Vollstreckbarkeit beruht auf \u00a7\u00a7 708 Nr. 10, 711 ZPO.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Streitwert f\u00fcr das Berufungsverfahren wird wie folgt festgesetzt:Wert der Berufung des Beklagten zu 1): 45.209,79 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wert der Berufung des Beklagten zu 2): 9.155,56 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wert der Anschlussberufung: 30.719,62 \u20ac<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammen: 85.084,97 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-id4314_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane4314_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Darf ein Testamentsvollstrecker Hilfspersonen beauftragen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, ein Testamentsvollstrecker darf Hilfspersonen einsetzen, wenn dies f\u00fcr eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Verwaltung notwendig oder sinnvoll ist. Die Kosten d\u00fcrfen den Nachlass aber nur belasten, wenn die Beauftragung erforderlich war. Einfache Aufgaben muss der Testamentsvollstrecker selbst erledigen, wenn ihm das zumutbar ist.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane4314_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Wann haftet der Testamentsvollstrecker f\u00fcr Hilfspersonenkosten?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er haftet, wenn er \u00fcberfl\u00fcssige Kosten verursacht und dadurch seine Pflichten verletzt. Das ist der Fall, wenn er eine fremde Fachkraft beauftragt, obwohl die Aufgabe einfach und von ihm selbst zu erledigen war. Dann kann der Nachlass Ersatz nach \u00a7 2219 Abs. 1 BGB verlangen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-pane4314_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum war die Einschaltung des Steuerberaterb\u00fcros hier unn\u00f6tig?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht sah die verlangte Rechnungslegung als \u00fcberschaubar an. Es ging im Kern um eine Einnahmen- und Ausgaben\u00fcbersicht zu Nachlasskonten. Daf\u00fcr war nach Ansicht des OLG K\u00f6ln kein betriebswirtschaftlicher Sachverstand und keine umfangreiche Spezialabrechnung erforderlich.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-pane4314_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Wer muss zu viel entnommene Testamentsvollstreckerverg\u00fctung zur\u00fcckzahlen?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Anspruch auf R\u00fcckzahlung \u00fcberh\u00f6hter Testamentsvollstreckerverg\u00fctung richtet sich gegen den Testamentsvollstrecker pers\u00f6nlich. Er wird dabei nicht in seiner Amtsstellung als Vertreter des Nachlasses verklagt. Das Gericht hat deshalb besonders auf die richtige Parteibezeichnung im Prozess abgestellt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-pane4314_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was bedeutet die Entscheidung f\u00fcr Erben?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erben k\u00f6nnen pr\u00fcfen lassen, ob aus dem Nachlass bezahlte Beraterkosten wirklich notwendig waren. War die Beauftragung \u00fcberfl\u00fcssig, kann ein Ersatzanspruch gegen den Testamentsvollstrecker bestehen. Wichtig ist, den Anspruch gegen die richtige Person und in der richtigen prozessualen Rolle geltend zu machen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image4314_fda3c9-78 .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-id4314_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-id4314_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-id4314_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid var(--theme-palette-color-8, 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Um im Anspruch auf Rechnungslegung gerecht werden zu k\u00f6nnen, beauftragte der Testamentsvollstrecker ein Steuerberaterb\u00fcro. Das Steuerberaterb\u00fcro rechnete dem Testamentsvollstrecker gegen\u00fcber Kosten von mehreren tausend Euro ab. Diese Kosten entnahm der Testamentsvollstrecker aus dem Nachlass.<br \/>\nDie Erben verklagten den Testamentsvollstrecker auf Erstattung der Kosten f\u00fcr die Beauftragung der Steuerberatungsb\u00fcros an den Nachlass. Der Klage wurde entsprochen. Das Gericht kam im Rahmen seiner Pr\u00fcfung zu dem Ergebnis, dass die notwendige Buchhaltung, auf deren Grundlage die Rechnungslegung zu erfolgen hatte, einfach und \u00fcbersichtlich war. Diese Buchhaltung geh\u00f6rte zum elementaren Aufgabenkreis des Testamentsvollstreckers. Aus diesem Grunde war der Testamentsvollstrecker nicht befugt, diese Aufgaben einem Steuerberaterb\u00fcro zu \u00fcbertragen und die sich daraus ergebenden Kosten dem Nachlass gegen\u00fcber in Rechnung zu stellen.<br \/>\nIm Umkehrschluss ergibt sich aus der Entscheidung, dass in bestimmten Situationen der Testamentsvollstrecker befugt ist, Hilfspersonal auf Kosten des Nachlasses zu besch\u00e4ftigen. Dies gilt zumindest dann, wenn der Testamentsvollstrecker selbst aufgrund seiner beruflichen Qualifikation nicht in der Lage ist, bestimmte T\u00e4tigkeiten, die sich mit der Testamentsvollstreckung verbinden, auszu\u00fcben. 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