{"id":73,"date":"2026-06-16T09:23:19","date_gmt":"2026-06-16T09:23:19","guid":{"rendered":"https:\/\/ra-balg.de\/anforderungen-an-ein-schriftgutachten-bezuglich-der-echtheit-eines-testamentes\/"},"modified":"2026-06-28T08:44:00","modified_gmt":"2026-06-28T08:44:00","slug":"anforderungen-an-ein-schriftgutachten-bezuglich-der-echtheit-eines-testamentes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ra-balg.de\/?p=73","title":{"rendered":"Anforderungen an ein Schriftgutachten bez\u00fcglich der Echtheit eines Testamentes"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-lg-duisburg-beschluss-vom-17-10-2011-az-7-t-91-10-anforderungen-an-ein-schriftgutachten-zur-testamentsechtheit\" class=\"wp-block-heading\">LG Duisburg \u2013 Beschluss vom 17.10.2011 \u2013 Az. 7 T 91\/10: Anforderungen an ein Schriftgutachten zur Testamentsechtheit<\/h1>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-kadence-image kb-image73_7472cd-7a size-full advgb-dyn-7fb3eec6\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"793\" height=\"560\" src=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Anforderungen-an-ein-Schriftgutachten.jpg\" alt=\"Anforderungen an ein Schriftgutachten\" class=\"kb-img wp-image-2842\" srcset=\"https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Anforderungen-an-ein-Schriftgutachten.jpg 793w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Anforderungen-an-ein-Schriftgutachten-300x212.jpg 300w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Anforderungen-an-ein-Schriftgutachten-768x542.jpg 768w, https:\/\/ra-balg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Anforderungen-an-ein-Schriftgutachten-140x100.jpg 140w\" sizes=\"auto, (max-width: 793px) 100vw, 793px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 id=\"h-das-urteil-auf-den-punkt-gebracht\" class=\"wp-block-heading\">Das Urteil auf den Punkt gebracht:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein handschriftliches Testament ist auch dann echt und wirksam, wenn es ein falsches (zur\u00fcckdatiertes) Datum tr\u00e4gt, sofern ein qualifiziertes Schriftgutachten die eigenh\u00e4ndige Erstellung durch den Erblasser best\u00e4tigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kern der Entscheidung:<\/strong> Das Gericht stellt strenge Anforderungen an die fachliche Qualifikation und die Methodik eines Schriftsachverst\u00e4ndigen. Nur ein methodisch sauberes, nachvollziehbares und auf geeignetem Vergleichsmaterial beruhendes Gutachten kann die Echtheit eines Testaments belegen. Blo\u00dfe Zweifel \u2013 etwa wegen einer fehlerhaften Datierung \u2013 treten hinter ein \u00fcberzeugendes Echtheitsgutachten zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-des-sachverhaltes\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung des Sachverhaltes:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ehefrau des Erblassers beantragte einen Alleinerbschein gest\u00fctzt auf ein handschriftliches Testament, in dem sie als alleinige Erbin eingesetzt war. Das Testament war auf den 15.10.1990 datiert, wurde aber unstreitig erst nach der Einf\u00fchrung der neuen f\u00fcnfstelligen Postleitzahlen am 01.07.1993 errichtet, da es bereits eine solche Postleitzahl (46147) enthielt. Andere Beteiligte bestritten die Echtheit des Testaments.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Amtsgericht Oberhausen holte ein Schriftgutachten ein und wies den Erbscheinsantrag zur\u00fcck, weil die Zweifel an der Echtheit nicht ausger\u00e4umt seien. Gegen diese Zur\u00fcckweisung legte die Antragstellerin Beschwerde beim Landgericht Duisburg ein, das ein weiteres, neues Sachverst\u00e4ndigengutachten einholte und beide Sachverst\u00e4ndige m\u00fcndlich anh\u00f6rte.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zusammenfassung-der-beschlussgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung der Beschlussgr\u00fcnde:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Landgericht gab der Beschwerde statt und sah die Antragstellerin als Alleinerbin an. Es st\u00fctzte sich auf das im Beschwerdeverfahren eingeholte Gutachten eines \u00f6ffentlich bestellten und vereidigten Sachverst\u00e4ndigen, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (99,99 %) feststellte, dass Text und Unterschrift eigenh\u00e4ndig vom Erblasser stammen. Anhaltspunkte f\u00fcr eine technische Manipulation oder eine F\u00e4lschung lagen nicht vor; das Gutachten pr\u00fcfte ausdr\u00fccklich sowohl die Echtheits- als auch die F\u00e4lschungshypothese.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das in erster Instanz eingeholte Gutachten wies dagegen schwerwiegende methodische M\u00e4ngel auf: Der dortige Gutachter war nicht \u00f6ffentlich bestellt, verwendete eine nicht anerkannte, nur von ihm selbst publizierte Methode und dokumentierte weder sein Vergleichsmaterial noch die Herleitung seiner Messwerte nachvollziehbar. Die offensichtlich falsche Datierung des Testaments rechtfertigte angesichts des eindeutigen Echtheitsbefundes keine Zweifel, zumal es keine widersprechende Verf\u00fcgung und keine Anhaltspunkte f\u00fcr eine Testierunf\u00e4higkeit gab. Die Kostenentscheidung folgte aus \u00a7 13a Abs. 1 S. 1 FGG a. F., der Gesch\u00e4ftswert aus \u00a7 107 Abs. 2 KostO.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-beschluss-lg-duisburg-beschluss-vom-17-10-2011-az-7-t-91-10\" class=\"wp-block-heading\">Beschluss: LG Duisburg \u2013 Beschluss vom 17.10.2011 \u2013 Az.: 7 T 91\/10<\/h2>\n\n\n\n<h3 id=\"h-tenor-der-entscheidung\" class=\"wp-block-heading\">Tenor der Entscheidung:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Auf die Beschwerde der Antragstellerin wird der Beschluss des Amtsgerichts Oberhausen vom 04.03.2010 \u2013 6 VI 732\/08 \u2013 aufgehoben und das Amtsgericht angewiesen, der Antragstellerin entsprechend ihrem Antrag vom 24.09.2008 einen Alleinerbschein zu erteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2) Die in erster Instanz entstandenen Gerichtskosten werden den Beteiligten zu 4. und 5. je zur H\u00e4lfte auferlegt. Die im Beschwerdeverfahren entstandenen Gerichtskosten werden dem Beteiligten zu 5. auferlegt. Im \u00dcbrigen findet eine Kostenerstattung nicht statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3) Der Gesch\u00e4ftswert wird auf 56.358,95 EUR festgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 id=\"h-entscheidungsgrunde\" class=\"wp-block-heading\">Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Antragstellerin, die Ehefrau des Erblassers, begehrt die Erteilung eines Alleinerbscheins nach einem handschriftlichen Testament (Bl. 5 der Testamentsakte AG Oberhausen \u2013 6 IV 574\/08), in dem sie als alleinige Erbin benannt ist. Das Testament ist auf den 15.10.1990 datiert, wurde aber unstreitig erst nach Einf\u00fchrung der neuen Postleitzahlen am 01.07.1993 errichtet. Nachdem die Beteiligten zu 4. und 5. die Echtheit des Testaments bestritten haben, hat das Amtsgericht Beweis erhoben durch Einholung eines schriftlichen Gutachtens und m\u00fcndliche Anh\u00f6rung des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 , der zu dem Ergebnis gekommen ist, dass eine Authentizit\u00e4t des fraglichen Testaments mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verifiziert werden k\u00f6nne und das Testament mit leicht \u00fcberwiegender Wahrscheinlichkeit nicht authentisch sei. Wegen der Einzelheiten wird auf das schriftliche Gutachten vom 29.06.2009 (Bl. 76 ff. d. A.) und das Sitzungsprotokoll vom 12.01.2010 (Bl. 148 ff. d. A.) verwiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Beschluss vom 04.03.2010 (Bl. 167 ff. d. A.) hat das Amtsgericht den Antrag zur\u00fcckgewiesen. Zur Begr\u00fcndung hat es ausgef\u00fchrt, die bereits aufgrund der offensichtlich falschen Datierung des Testaments bestehenden Zweifel an dessen Echtheit h\u00e4tten durch das Gutachten und die Anh\u00f6rung des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 nicht ausger\u00e4umt werden k\u00f6nnen. Auf die Beschwerde der Antragstellerin (Bl. 193 ff. d. A.) hat die Kammer Beweis erhoben durch Einholung eines schriftlichen Gutachtens des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 und m\u00fcndliche Anh\u00f6rung der Sachverst\u00e4ndigen \u2026 und Dr. \u2026 . Wegen der Ergebnisse der Beweisaufnahme wird auf das schriftliche Gutachten vom 30.12.2010 (Anlagenheft zu Bl. 306 d. A.) und das Sitzungsprotokoll vom 09.09.2011 (Bl. 381 ff. d. A.) Bezug genommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gem\u00e4\u00df Art. 111 Abs. 1 S. 1 FGG-RG i. V. m. \u00a7\u00a7 19 Abs. 1, 20 Abs. 2 FGG a. F. statthafte \u2013 und auch im \u00dcbrigen zul\u00e4ssige \u2013 Beschwerde der Antragstellerin gegen die Zur\u00fcckweisung ihres Erbscheinsantrags ist begr\u00fcndet. Die Antragstellerin ist aufgrund des auf den 15.10.1990 datierten Testaments Alleinerbin des Erblassers geworden. Die Kammer ist aufgrund des Gutachtens des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 der festen \u00dcberzeugung, dass der Erblasser dieses Testament eigenh\u00e4ndig geschrieben und unterschrieben hat.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Anhaltspunkte f\u00fcr eine technische Manipulation (z. B. Kopieren, Abpausen etc.) haben weder der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 noch der Sachverst\u00e4ndige \u2026 gefunden. Mithin steht fest, dass es sich bei dem Testament um eine Originalschrift handelt. Ebenso wenig gibt es Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Unterschrift von einer anderen Person stammen k\u00f6nnte als die Textschrift des Testaments. Auch in diesem Punkt waren sich beide Sachverst\u00e4ndige einig.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 ist in seinem Gutachten in \u00fcberzeugender Weise zu dem Ergebnis gelangt, dass sowohl die Unterschrift und die Namensniederschriften als auch die Textschrift mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit (99,99 %) vom Erblasser eigenh\u00e4ndig gefertigt wurden, so dass f\u00fcr die alternative Entstehungshypothese einer vorlagenorientierten Nachahmungsf\u00e4lschung kein Raum bzw. lediglich eine an Unm\u00f6glichkeit grenzende Wahrscheinlichkeit (0,01 %) bleibt.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die fachliche Qualifikation des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 , der der Kammer bereits aus anderen Nachlassverfahren bekannt ist, steht f\u00fcr die Kammer au\u00dfer Zweifel. Herr Dr. \u2026 ist \u00f6ffentlich bestellter und vereidigter Sachverst\u00e4ndiger f\u00fcr Handschriftenvergleich, \u2026 und aufgrund seiner fundierten wissenschaftlichen Ausbildung auf dem Gebiet der Schriftvergleichung bei Prof. Dr. \u2026 an der Universit\u00e4t \u2026 und seiner langj\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit als Leiter des kriminalwissenschaftlichen Referats beim Zollkriminalamt in \u2026 in besonderer Weise f\u00fcr schriftvergleichende Untersuchungen qualifiziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Die \u2013 auf einen breiten Fundus an Vergleichsmaterial (vgl. S. 4-7 des Gutachtens) gest\u00fctzte \u2013 schriftvergleichende Untersuchung des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 ergab im vorliegenden Fall durchgehend \u00fcbereinstimmende Befunde von teilweise hoher Spezifit\u00e4t sowie analoge Variationen. Die Auswahl des herangezogenen Vergleichsmaterials ist nicht zu beanstanden. Die Kammer h\u00e4lt es insbesondere f\u00fcr sachgerecht, dass der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 den Schreibleistungen aus dem Zeitabschnitt von 1980-2000 einen erh\u00f6hten Stellenwert einger\u00e4umt hat, da die sp\u00e4teren Schriften, etwa ab dem Jahr 2001, zunehmend Strichbeeintr\u00e4chtigungen infolge eines altersbedingt nachlassenden Schreibverm\u00f6gens erkennen lassen, die sich in dem hier in Rede stehenden Testament nicht wiederfinden. Aufgrund der zahlreichen, umfassend dokumentierten wortgleichen Gegen\u00fcberstellungen zwischen dem fraglichen Testament (X) und Vergleichsmaterialien (V) aus dem ma\u00dfgeblichen Zeitraum sind die Ergebnisse seiner Begutachtung bis ins Detail nachvollziehbar und \u00fcberzeugend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einwand des Beteiligten zu 5., der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 habe nur die Echtheitshypothese, nicht jedoch die F\u00e4lschungshypothese \u00fcberpr\u00fcft, ist unbegr\u00fcndet. Das Gutachten stellt eingangs ausdr\u00fccklich beide Hypothesen gegeneinander (vgl. S. 13 f. des Gutachtens) und gelangt nach Untersuchung der einzelnen Schreibleistungen (Unterschrift, Namensniederschrift, Textschrift) jeweils zu dem Ergebnis, dass f\u00fcr die F\u00e4lschungshypothese kein Raum bzw. lediglich eine an Unm\u00f6glichkeit grenzende Wahrscheinlichkeit verbleibe (vgl. S. 17, 19 des Gutachtens). Die fehlende Darstellung von Diskrepanzen resultiert, wie der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 in der m\u00fcndlichen Anh\u00f6rung erl\u00e4utert hat, schlicht daraus, dass bei den entscheidenden Merkmalen keine Diskrepanzen festzustellen waren, und l\u00e4sst deshalb nicht auf eine Vernachl\u00e4ssigung der F\u00e4lschungshypothese schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit der Sachverst\u00e4ndige \u2026 im Anh\u00f6rungstermin beispielhaft Diskrepanzen bei einzelnen Schriftmerkmalen aufgezeigt hat (vgl. Bl. 386 f. d. A.), sind diese f\u00fcr die Beurteilung nicht relevant. Zum einen ist nicht ersichtlich, aus welchem Zeitraum das insoweit zugrunde gelegte Vergleichsmaterial stammt. Diskrepanzen, die sich durch das nachlassende Schreibverm\u00f6gen des Erblassers ab dem Jahr 2001 erkl\u00e4ren lie\u00dfen, w\u00e4ren nur relevant, wenn es konkrete Anhaltspunkte daf\u00fcr g\u00e4be, dass das Testament erst in diesem Zeitraum gefertigt wurde. Zum anderen ist zu ber\u00fccksichtigen, dass jede Handschrift einer gewissen Variabilit\u00e4t unterliegt, weshalb es f\u00fcr die Feststellung der Echtheit einer Schrift erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass jedes Merkmal der Originalschrift in wenigstens einer Vergleichsschrift belegt werden kann, nicht jedoch umgekehrt, dass sich jedes in einer Vergleichsschrift vorgefundene Merkmal in der Originalschrift wiederfinden l\u00e4sst. Anderenfalls w\u00e4re ein Echtheitstestat aus methodischen Gr\u00fcnden um so weniger m\u00f6glich, je k\u00fcrzer der Originaltext und je gr\u00f6\u00dfer das Vergleichsmaterial und die darin vorgefundene Variationsbreite der Handschrift sind. Auch diese Zusammenh\u00e4nge hat der Sachverst\u00e4ndige Dr. \u2026 in der m\u00fcndlichen Anh\u00f6rung nachvollziehbar und \u00fcberzeugend erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Das in erster Instanz eingeholte Gutachten des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 und dessen m\u00fcndliche Erl\u00e4uterungen hierzu sind nicht geeignet, das Ergebnis der Begutachtung des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 in Zweifel zu ziehen. Das Gutachten des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 weist, jedenfalls soweit es die vergleichende Schriftanalyse betrifft, schwerwiegende methodische M\u00e4ngel auf, die auch durch eine schriftliche Erg\u00e4nzung nicht mehr zu beheben gewesen w\u00e4ren.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">a) Die Kammer hat bereits erhebliche Zweifel an der fachlichen Qualifikation des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 . Der Sachverst\u00e4ndige \u2026 ist nicht \u00f6ffentlich bestellt und vereidigt, verf\u00fcgt \u00fcber keine von einer \u00f6ffentlichen Stelle anerkannte Ausbildung im Bereich der Schriftvergleichung, sondern ist gelernter Verwaltungswirt, der lediglich eine graphologische Ausbildung bei einem privaten Weiterbildungsinstitut absolviert hat. Die \u2013 von der Kammer nicht \u00fcberpr\u00fcfbare \u2013 Angabe des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 , er erstelle j\u00e4hrlich ca. 150 bis 200 Gutachten f\u00fcr Gerichte, spricht allenfalls f\u00fcr eine gewisse Routine, erlaubt aber keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die fachliche Qualifikation des Sachverst\u00e4ndigen. Auch die Methode, die der Sachverst\u00e4ndige \u2026 bei seiner Untersuchung angewendet hat, findet die Kammer nicht \u00fcberzeugend. Der Sachverst\u00e4ndige \u2026 hat hierzu selbst ausgef\u00fchrt, dass die Methode ausschlie\u00dflich von ihm selbst in einem erst k\u00fcrzlich erschienenen Buch (Klaus M. M\u00fcller, &#8222;Forensische Schriftuntersuchung \u2013 Beschreibung einer bew\u00e4hrten Methode&#8220;, Pro Business Verlag 2011) publiziert worden sei und eine Weiterentwicklung eines Konzeptes von M\u00fcller\/Enskat zur graphologischen (Pers\u00f6nlichkeits-) Diagnostik darstelle, was eine v\u00f6llig unterschiedliche Zielsetzung ist. Der Sachverst\u00e4ndige \u2026 hat auch weder dem Hinweis des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 widersprochen, dass seine Methode in der \u2026 nicht anerkannt sei, noch konnte er auch nur einen weiteren Schriftsachverst\u00e4ndigen benennen, der sich seiner Methode bisher angeschlossen hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">b) Betrachtet man das Gutachten vom 29.06.2009 konkret, dr\u00e4ngen sich folgende Einw\u00e4nde auf: Zum einen hat der Sachverst\u00e4ndige \u2026 \u2013 im Gegensatz zu dem Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 \u2013 weder dokumentiert, welches Vergleichsmaterial er bei den Bewertungen der jeweiligen Schriftmerkmale auf der &#8222;Toleranzskala&#8220; von 0-6 (vgl. S. 13 des Gutachtens = Bl. 88 d. A.) herangezogen hat, noch erl\u00e4utert, wie er zu den jeweiligen Messwerten gelangt ist. Damit ist das Gutachten f\u00fcr die Kammer schlechterdings nicht nachvollziehbar. Des Weiteren erscheint es fragw\u00fcrdig, die Auspr\u00e4gung der jeweiligen Schriftmerkmale in der Originalschrift und den Vergleichsproben am Ma\u00dfstab der Schulnorm zu bewerten. Abgesehen davon, dass es eine einzige, allgemein verbindliche Schulnorm nicht gibt und der Sachverst\u00e4ndige \u2026 nicht angibt, von welcher Schulnorm er ausgegangen ist, ist die von ihm gew\u00e4hlte Untersuchung bei einem Schreiber, dessen Schrift zu 100 % mit der Schulnorm \u00fcbereinstimmt, schlechterdings nicht m\u00f6glich. Auch die vom Sachverst\u00e4ndigen \u2026 verwendete Formel x \u2013 | x \u2013 v | zur Berechnung der jeweiligen &#8222;\u00dcbereinstimmung absolut&#8220; ist nicht nachvollziehbar. Die Formel f\u00fchrt bei einigen Schriftmerkmalen zu negativen Werten, aus denen sich \u2013 trotz evident \u00e4hnlicher Schriftbilder und damit v\u00f6llig kontraintuitiv \u2013 ein extrem niedriger &#8222;\u00dcbereinstimmungsgrad&#8220; ergibt, der zwangsl\u00e4ufig um so niedriger ausfallen muss, je gr\u00f6\u00dfer die Variabilit\u00e4t einer Handschrift ist. Schlie\u00dflich sind die Ergebnisse zu den Untersuchungshypothesen (Authentizit\u00e4t bzw. Nicht-Authentizit\u00e4t des Testaments) in sich widerspr\u00fcchlich, da sich die ermittelten Wahrscheinlichkeitsgrade nicht erg\u00e4nzen. Die Vorgehensweise des Sachverst\u00e4ndigen \u2026 suggeriert eine mathematische Genauigkeit, erscheint aber letztlich willk\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die vom Sachverst\u00e4ndigen \u2026 herausgestellten \u00dcbereinstimmungen zwischen dem Namenszug des Erblassers und der Unterschrift der Antragstellerin (vgl. S. 17 des Gutachtens = Bl. 92 d. A.) sind nicht geeignet, die Authentizit\u00e4t des Testaments in Frage zu stellen, da sie sich zwanglos durch die bei \u00e4lteren Personen h\u00e4ufig anzutreffende Anlehnung an die in Deutschland bis 1941 gelehrte sog. S\u00fctterlinschrift erkl\u00e4ren lassen. Der vom Sachverst\u00e4ndigen \u2026 hieraus gezogene Schluss auf eine m\u00f6gliche Nachahmungsf\u00e4lschung durch die Antragstellerin erscheint schon deshalb unzul\u00e4ssig, weil eine Diskussion der aus den hierzu dokumentierten Bildern (Bl. 97 f. d. A.) gleicherma\u00dfen erkennbaren Abweichungen nicht stattfindet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">c) Die Einholung eines Obergutachtens war nicht erforderlich, da mit dem Gutachten des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 \u2013 wie unter 2. b) dargestellt \u2013 eine in jeder Hinsicht \u00fcberzeugende Entscheidungsgrundlage vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Umstand, dass das Testament offensichtlich falsch datiert ist, da die im Testament verwendete 5-stellige Postleitzahl (46147) zu dem angegebenen Datum (15.10.1990) noch nicht existierte, bietet der Kammer angesichts des eindeutigen Ergebnisses der schriftvergleichenden Untersuchung keinen Anlass, an der Echtheit des Testaments zu zweifeln. Die Beschwerdef\u00fchrerin hat hierf\u00fcr in der Beschwerdeschrift vom 08.04.2010 (Bl. 193 ff. d. A.) eine plausible Erkl\u00e4rung geliefert, wonach der Erblasser das Testament aufgrund seiner Vorliebe f\u00fcr glatte und symboltr\u00e4chtige Zahlen auf den 15. (Geburtsjahr) 10. (Hochzeitsmonat) 1990 zur\u00fcckdatiert habe. Eine solche Vorgehensweise erscheint zwar ungew\u00f6hnlich, nach Auffassung der Kammer aber keineswegs unplausibel, da \u00e4ltere Menschen h\u00e4ufig eigenwillige, f\u00fcr Dritte nicht nachvollziehbare Verhaltensweisen entwickeln.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wann das Testament tats\u00e4chlich errichtet worden ist, ob \u2013 wie die Antragstellerin behauptet \u2013 im Jahre 1993\/94 oder \u2013 wie der Beteiligte zu 5. mutma\u00dft \u2013 zu einem noch sp\u00e4teren Zeitpunkt, ist unerheblich, da es weder eine zweite, dem hier in Rede stehenden Testament widersprechende Verf\u00fcgung des Erblassers gibt noch konkrete Anhaltspunkte bestehen, dass der Erblasser zu irgendeinem in Betracht kommenden Zeitpunkt testierunf\u00e4hig gewesen sein k\u00f6nnte. Der Erblasser litt zwar unstreitig etwa ab dem Jahr 2001 an k\u00f6rperlichen Verfallerscheinungen, insbesondere an einem Nachlassen der Sehkraft und der feinmotorischen F\u00e4higkeiten, welche sich nach den Feststellungen des Sachverst\u00e4ndigen Dr. \u2026 auch in der Schrift des Erblassers widerspiegeln. Anhaltspunkte f\u00fcr eine Demenz oder andere geistige Einschr\u00e4nkungen, die Auswirkungen auf die Testierf\u00e4higkeit des Erblassers gehabt haben k\u00f6nnten, sind im gesamten Verfahren nicht zu Tage getreten. Die erstmals im Schriftsatz vom 14.09.2011 (Bl. 400 d. A.) aufgestellte pauschale Behauptung des Beteiligten zu 5., der Erblasser sei \u2013 bereits als die neuen Postleitzahlen eingef\u00fchrt worden seien \u2013 &#8222;wohl auch&#8220; durch demenzielle Beschwerden erheblich eingeschr\u00e4nkt gewesen, erfolgt ersichtlich &#8222;ins Blaue hinein&#8220; und ist deshalb nicht geeignet, eine gesteigerte Darlegungslast der Antragstellerin zu begr\u00fcnden oder diesbez\u00fcgliche Amtsermittlungen des Nachlassgerichts zu veranlassen. Aus diesem Grunde war auch dem Antrag des Beteiligten zu 5. auf Einholung eines weiteren Sachverst\u00e4ndigengutachtens zur Altersbestimmung des Testaments nicht nachzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 13a Abs. 1 S. 1 FGG a. F. Da die Beteiligten zu 4. und 5. \u2013 wie sich herausgestellt hat \u2013 grundlos ein formg\u00fcltiges Testament angezweifelt haben, entspricht es billigem Ermessen, ihnen die Gerichtskosten aufzuerlegen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kammer vollst\u00e4ndig dem Beteiligten zu 5. auferlegt, da sich der Beteiligte zu 4. am Beschwerdeverfahren nicht mehr aktiv beteiligt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Festsetzung des Gesch\u00e4ftswertes beruht auf \u00a7 107 Abs. 2 KostO. Hiernach ist ma\u00dfgebend der Wert des nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten verbleibenden reinen Nachlasses im Zeitpunkt des Erbfalls, welcher sich nach den Angaben der Antragstellerin in dem Fragebogen vom 11.09.2008 (Bl. 8 f. der Testamentsakte) aus folgenden Positionen zusammensetzt: (\u2026 nicht widergegeben)<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-accordion alignnone\"><div class=\"kt-accordion-wrap kt-accordion-id73_e7e84a-43 kt-accordion-has-5-panes kt-active-pane-0 kt-accordion-block kt-pane-header-alignment-left kt-accodion-icon-style-basic kt-accodion-icon-side-right\" style=\"max-width:none\"><div class=\"kt-accordion-inner-wrap\" data-allow-multiple-open=\"false\" data-start-open=\"none\">\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-1 kt-pane73_pane-1\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Ist ein Testament ung\u00fcltig, wenn das angegebene Datum nachweislich falsch ist?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein, ein falsches oder zur\u00fcckdatiertes Datum macht ein eigenh\u00e4ndiges Testament nicht automatisch unwirksam. Entscheidend ist, dass der Erblasser das Testament eigenh\u00e4ndig geschrieben und unterschrieben hat. Solange keine widersprechende sp\u00e4tere Verf\u00fcgung existiert und keine Zweifel an der Testierf\u00e4higkeit bestehen, bleibt das Testament g\u00fcltig.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-2 kt-pane73_pane-2\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Welche Qualifikation muss ein Schriftsachverst\u00e4ndiger haben?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gericht misst der fachlichen Qualifikation gro\u00dfes Gewicht bei. \u00dcberzeugend ist in der Regel ein \u00f6ffentlich bestellter und vereidigter Sachverst\u00e4ndiger mit wissenschaftlicher Ausbildung im Bereich der Schriftvergleichung. Eine blo\u00dfe graphologische Ausbildung an einem privaten Institut oder eine reine Routine bei der Gutachtenerstellung reicht nicht aus, um eine fundierte fachliche Eignung zu belegen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-3 kt-pane73_pane-3\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Was macht ein Schriftgutachten methodisch \u00fcberzeugend?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gutes Gutachten dokumentiert nachvollziehbar, welches Vergleichsmaterial herangezogen wurde und wie der Sachverst\u00e4ndige zu seinen Ergebnissen gelangt ist. Es muss sowohl die Echtheits- als auch die F\u00e4lschungshypothese pr\u00fcfen und auf einer in der Fachwelt anerkannten Methode beruhen. Eine selbst entwickelte, nicht anerkannte Methode oder Berechnungen, die eine scheinbar mathematische Genauigkeit suggerieren, ohne \u00fcberpr\u00fcfbar zu sein, sind dagegen ungeeignet.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-4 kt-pane73_pane-4\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Warum muss nicht jedes Merkmal der Vergleichsschrift im Testament wiederkehren?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jede Handschrift unterliegt einer nat\u00fcrlichen Variabilit\u00e4t und sieht nie zweimal exakt gleich aus. F\u00fcr die Echtheit gen\u00fcgt es daher, dass jedes Merkmal des fraglichen Testaments in wenigstens einer Vergleichsschrift belegt werden kann. Umgekehrt muss nicht jedes in einer Vergleichsschrift gefundene Merkmal auch im Testament auftauchen \u2013 sonst w\u00e4re ein Echtheitsnachweis bei kurzem Text und viel Vergleichsmaterial praktisch unm\u00f6glich.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-kadence-pane kt-accordion-pane kt-accordion-pane-5 kt-pane73_pane-5\"><div class=\"kt-accordion-header-wrap\"><button class=\"kt-blocks-accordion-header kt-acccordion-button-label-show\" type=\"button\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title-wrap\"><span class=\"kt-blocks-accordion-title\">Wer tr\u00e4gt die Kosten, wenn die Echtheit eines Testaments grundlos bestritten wird?<\/span><\/span><span class=\"kt-blocks-accordion-icon-trigger\"><\/span><\/button><\/div><div class=\"kt-accordion-panel kt-accordion-panel-hidden\"><div class=\"kt-accordion-panel-inner\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ein formg\u00fcltiges Testament ohne tragf\u00e4hige Anhaltspunkte anzweifelt, kann die Gerichtskosten auferlegt bekommen. Im entschiedenen Fall mussten die Beteiligten, die die Echtheit grundlos bestritten hatten, die Kosten tragen. Es entspricht billigem Ermessen, das Kostenrisiko demjenigen aufzuerlegen, der ein Verfahren ohne berechtigten Grund verursacht hat.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/div>\n<style class=\"advgb-styles-renderer\">.kb-image73_7472cd-7a .kb-image-has-overlay:after{opacity:0.3;}.kt-accordion-id73_e7e84a-43 .kt-accordion-inner-wrap{column-gap:var(--global-kb-gap-md, 2rem);row-gap:0px;}.kt-accordion-id73_e7e84a-43 .kt-accordion-panel-inner{border-top:0px solid transparent;border-right:0px solid transparent;border-bottom:0px solid transparent;padding-top:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-right:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-bottom:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);padding-left:var(--global-kb-spacing-sm, 1.5rem);}.kt-accordion-id73_e7e84a-43 > .kt-accordion-inner-wrap > .wp-block-kadence-pane > .kt-accordion-header-wrap > .kt-blocks-accordion-header{border-top:5px solid var(--theme-palette-color-8, #ffffff);border-right:5px solid 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