Erhöhung der Umsatzfreigrenze

Jahressteuergesetz 2020: Erhöhung der Umsatzfreigrenze für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe auf 45.000 €

Hinsichtlich der Umsatzfreigrenze des § 64 Abs. 3 AO kommt der Gesetzgeber einer langjährigen Forderung der gemeinnützigen Einrichtungen nach und erhöht die sogenannte Umsatzfreigrenze von 30.000 € auf 45.000 €.

Übersteigt der Gewinn eines gemeinnützigen Vereins aus seinen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben nicht die Umsatzfreigrenze, so muss er hinsichtlich seiner Gewinne oder Überschüsse keine Körperschaftsteuer und keine Gewerbesteuer zahlen.

 

Mit der Erhöhung der Umsatzfreigrenze durch das Jahressteuergesetz 2020 werden die Gewinne und Umberschüsse der gemeinnützigen Vereine, soweit diese die Grenze von 45.000 € einschließlich der vereinnahmten Umsatzsteuer nicht überschreiten, ertragssteuerfrei.

 

Durch die Erhöhung der Umsatzfreigrenze können somit gemeinnützige Vereine Gewinne und Überschüsse aus ihren wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben erwirtschaften, ohne Ertragsteuern zahlen zu müssen.

Die Erhöhung der Umsatzfreigrenze wird mit dem Tag der Verkündung des Jahressteuergesetzes 2020 wirksam. Das Jahressteuergesetz 2020 wurde am 28. Dezember 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht, d. h. im Wirtschaftsjahr 2020 verkündet.

 

Daher gilt die Erhöhung der Umsatzfreigrenze bereits für die wirtschaftlichen Erträge der gemeinnützigen Vereine im Jahr 2020.

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